Transparenzgebot: In eigener Sache

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 24. März 2016 um 07 Uhr 36 Minutenzum Post-Scriptum

 

Aufmerksame Leserinnen und Leser wissen, dass gestern noch die IBC in Amsterdam angesagt war:

- S I L E N C E

Am Abend gab es den Beitrag in der Abendschau des rbb über den Vorsitzenden des Vorstandes des DJV-Berlin:

- http://t.co/Bn2jfwsYtF [1]

Noch am gleichen Abend wurde dann - erstaunlich schnell - eine Stellungnahme des derzeit noch amtierenden Vorsitzenden des Bundesverbandes des DJV veröffentlicht:

Stellungnahme Michael Konken
Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

Es folgte ein reges Hin und Her der zum Teil gegensätzlichsten Meinungen und Ansichten: auch im Widerspruch zum Vorgehen des rbb und der zuständigen Redakteurin, Frau Gabi Probst.

Im Verlauf des Montags wurde dann diese Erklärung des Gesamtvorstandes des DJV nachgereicht:

Erklärung des DJV Gesamtvorstandes
Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

In der Zwischenzeit - zurück in Berlin - war bereits aus eigenem Antrieb ein Antrag auf Auskunft an den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) eingereicht, sprich an die Fax-Nummer dieser Behörde geschickt worden:

BStU Antrag
Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

Wie sagt Roland Jahn, Chef der BSTU und selber Journalist, am Ende des am 13. September 2015 im rbb gesendeten Interview in dessen Behörde:

Das Ganz dann nochmals ausführlicher in einer Stellungnahme gegenüber Deutschlandradio Kultur in der Sendung Fazit am Abend des 14. September 2015:

P.S.

Hier ist die Empfangsbestätigung des Bundesamtes vom 17. August 2015:

BStU-Antwortschreiben
Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

In der Mail-Aussendung des DJV-Bundesvorstandes vom Freitag, den 18. September 2015 12:09 Uhr, wird in der Inhaltsangabe als zweiter Punkt der hier in voller Länge wiedergegebene Text präsentiert:

DJV für Stasi-Überprüfung

Der DJV-Gesamtvorstand hat sich am 14. September in Kassel einstimmig für eine Stasi-Überprüfung aller Funktionsträger im DJV ausgesprochen. Anlass sind aktuelle Veröffentlichungen über Stasi-Verflechtungen einzelner DJV-Vorstandsmitglieder in Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Verantwortlichen auf allen Ebenen im DJV sollten sich an die Stasi-Unterlagenbehörde wenden und Auskunft über möglicherweise vorhandene Akten verlangen. Der DJV-Gesamtvorstand legt Wert darauf, dass alle DJV-Repräsentanten, also auch in Westdeutschland, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stasi-Unterlagenbehörde vorweisen können.
Kontakt: Kajo Döhring, doe@djv.de

Appell zur Eigenauskunft

Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands hat sich am heutigen Montag in Kassel einstimmig für eine Stasi-Überprüfung aller Funktionsträger im DJV ausgesprochen.

Anlass sind aktuelle Veröffentlichungen über Stasi-Verflechtungen einzelner DJV-Funktionsträger in Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Verantwortlichen auf allen Ebenen im DJV sollten sich an die Stasi-Unterlagenbehörde wenden und Auskunft über möglicherweise vorhandene Akten verlangen. Der DJV-Gesamtvorstand legt Wert darauf, dass alle DJV-Repräsentanten, also auch in Westdeutschland, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stasi-Unterlagenbehörde vorweisen können.

„Der DJV steht wie kaum eine andere Organisation für die journalistischen Grundwerte Transparenz und Glaubwürdigkeit“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Wer Verantwortung im DJV wahrnimmt, muss diese Grundwerte leben.“ Zwar seien die Stasi-Vorwürfe gegen einzelne DJV-Repräsentanten noch nicht aufgeklärt, aber mögliche Verflechtungen Einzelner mit der DDR-Staatssicherheit schadeten dem Ansehen des gesamten DJV. Das müsse sich ändern.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13

Hier ist das Folgeschreiben an das Bundesamt vom 29. Januar 2016:

Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

Hier ist das Antwortschreiben des Bundesamtes vom 18. Februar 2016:

Es gelten die Regeln des Urheberrechts all rights reserved

Anmerkungen

[1Dieser Link auf diese Sendung steht nicht mehr zur Verfügung. WS.