Siem Reap <-> Kompong Khleang

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 27. Dezember 2017 um 16 Uhr 48 Minutenzum Post-Scriptum

 

Siem Reap <-> Tonle Sap Lake

Diese nachfolgende Bilderserie ist in mehrere Gruppen aufgeteilt:
Der Aufenthalt auf einem lokalen Markt, die Fahrt auf dem Fluss bis hinaus auf den See, und das Thema der Versehrtheit, das im Verlauf der Tempelbesuche, ja des gesamten Kambodscha-Aufenthalts zu einer Art heimlichen Leitmotiv geworden ist und hier am Beispiel einer Gruppe von Musikerinnen und Musikern zur Darstellung gebracht wird [1].
Das Ganze wird abgerundet von zwei Tempelbildern, die an diesem Tag aufgenommen wurden.

Markt

Diese Bilder entstanden während der Anreise an den Tonle Sap See auf einem der lokalen Märkte, die - wie so viele - direkt an der Strasse liegen.

Dominierend ist natürlich das Fischangebot, in getrockneter Form...

... oder frisch vom Fang, nachdem er ausgeweidet wurde:

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unterbrochen von den Angeboten anderer Verkäuferinnen:

Zu den vielen weiteren Angeboten zählen auch "Frisch"-Fleisch-Waren:

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Und natürlich viel Obst, von der frischen Ananas...

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... bis hin zu den in Fett gebackenen Bananen:

Alles kann auch gleich vor Ort gegessen werden:

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begleitet von Musik aus der auf einem Motorrad montierten mobilen Musikanlage.

Fluss, See

Der Fluss ist die Hauptwasserstrasse für die Arbeit...

... und für die Anwohner:

und die Geschäftsinhaber:

Die Bootsfahrt...

... geht bis hinaus auf den fischreichen See, in dem jetzt, nach der Regenzeit, nur noch die Baumkronen der ansonsten vollständig unter Wasser stehenden Landschaft zu erkennen sind:

Auf dem Rückweg anlegen am CommunityCenter - Steg:

Und ein langes Verweilen dort; mit fragenden Blicken auf die beiden Schulen: die weltliche auf der linken, die religiöse Schule auf der rechten Seite dieses Panorama-Bildes. Im Verlauf dieses Schauens immer wieder neue Fragen an den Guide, welches Kind wann und unter welchen Voraussetzungen in die Klosterschule geschickt wird und welches in die weltliche. Seine Argumente für die Ausbildung bei den Mönchen: dort würde man nicht nur Lesen und Schreiben lernen, sondern auch die moralischen Grundtugenden, die das spätere Leben bestimmen sollten. Und damit sei diese nicht nur eine Alternative zur schlecht qualifizierten öffentlichen Schulbildung, sondern, zumal für die armen Eltern, die einzige Möglichkeit, den Kindern eine Ausbildung zukommen zu lassen, die im Gegensatz zur öffentlichen Schule nicht nur auf dem Papier kostenfrei sei.

Bakong

Dieses ist der einzige Tempel auf der gesamten Reise, dessen Inneres nicht aufgesucht und der auch nicht bestiegen wurde. Stattdessen wurde eine lange Zeit im Angesicht dieses Tempels mit den Musikern verbracht, die sich vor dessen Eingang auf einem Bambuspodium platziert hatten [2]...

... und an dessem Fuss diese Turnschuhe samt dieser Prothese abgestellt waren:

Preah Ko

Diese Foto steht als pars pro toto für das Thema der Versehrtheit, der Folgen von Krieg, Raub und Vandalismus:

P.S.

Nach Beendigung der Reise kommt es am 29. November 2017 zu einem Gespräch mit einem Sanitätshaus, in dem Hilfsmittel für die Reha angeboten werden. Beim Verweis auf die Webseite werden gleich auf der Homepage Bilder von glücklichen Behinderten gezeigt - glücklich ob der Versorgung, die ihnen zuteil wird. Und auch dieses Bild: Dennoch bleibt trotz all dieser "alles-wird-gut"-Bilder von den (dennoch) glücklichen Menschen ein seltsamer Zweispalt bei der Sichtung dieser Bilder, auf den an dieser Stelle (noch) nicht weiter eingegangen wird.
Denn es wird einer längeren Beobachtung und Diskussion darüber bedürfen, wie wir hier in diesem Land mit den schmerzlichen Seiten des Lebens und den Herausforderungen an jeden Einzelnen, als auch an die Gesellschaft, umgehen.
WS.

Anmerkungen

[1Es wird zum Ende dieser Reisebilder dazu nochmals einen eigenen Text geben, in dem dieses Thema weiter reflektiert werden wird.

[2Mehr dazu in den Reisenotizen zum Thema: "Kambodscha, ein versehrtes Land" - der Link zu diesem Text wird später noch an dieser Stelle ergänzt werden.
Vorab schon einmal die Abbildung der drei wichtigsten Instrumente dieses kleinen Orchesters, hier die sogenannte “Tro Khmer”-Fidel, sowie die am ehesten vielleicht mit der Schalmei verwandte “Sralai” und die Trommel:


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