A New Years’ Application

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 28. Januar 2019 um 10 Uhr 08 Minutenzum Post-Scriptum

 

0.

Regelmässige LeserInnen wissen, dass auf dieser seit dem Jahr 2004 kontinuierlich fortgeführten Plattform zwar vieles zu Kunst und Kultur, alten und neuen Medien, zu unseren Gadgets und zu unserer Gesellschaft stehen mag, dass es sich dabei aber bisher so gut wie immer verboten hat, Sätze zu schreiben, die mit einem "Ich" anfangen und die sich damit nicht der Gefahr einer narzistischen, egozentrischen, empathieheischenden Selbstbespiegelung entzogen haben.

Das ist im Prinzip auch in diesem Beitrag nicht anders. Aber dennoch wird hier nachfolgend auf die eigene Person, vor allem aber auf das persönliche Erleben in jenen Zeitläuften und Erfahrungen Bezug genommen, die mit den Vereinigten Staaten von Amerika im Zusammenhang stehen - und die allein auf dieser Plattform in bisher mehr als einhundert Beiträgen zur Darstellung gebracht wurden.

Diese nachfolgende Zeilen sind erste Fingerübungen zur Vorbereitung einer Bewerbung für einen Aufenthalt im Jahr 2020 in der Villa Aurora, dem Thomas Mann Haus an der San Remo Drive in Pacific Palisades, CA. USA. Sie beziehen sich auf die hier als PDF eingestellte Ausschreibung:

Thomas Mann Fellowship 2020

Anlass für diese Entscheidung waren die aktuellen Erfahrungen mit den über den Tag hinausweisenden Gadget-Angeboten und Diskussionen auf der CES 2019, Eindrücke und Interventionen auf den "Opening Days" von das Das Neue Alphabet im Haus der Kulturen der Welt, die Vorbereitungen auf die diesjährige DLD-Konferenz in München [6] sowie die Einladung des VILLA AURORA & THOMAS MANN HOUSE E.V. in den "Salon Sophie Charlotte" in Berlin [7].

All diese Events reflektieren die Hintergründe des Interesses, geben aber noch nicht das für diese Zeit in Aussicht gestellte Thema und die Vorschläge für dessen Umsetzung Preis. Dieses kennenzulernen und zu begutachten sollte, im Falle einer Bewerbung, den dafür Nominierten vorbehalten bleiben.

I.

Sich bewerben? Für das nächste Jahr: 2020! Mit diesem Entschluss ist die Absage an den hart erarbeiteten Luxus verbunden, Angebote zu erhalten, ohne danach gefragt zu haben, und aus diesen auswählen zu können.

Jetzt, nachdem dieses Ziel erreicht wurde, drehen wir den Spiess nochmals um. Nicht mehr der Regisseur sein wollen, sondern einer der erfolgreichen Kandidaten nach einem "Vorsprechen" in Form eines Bewerbungsschreibens: Wohl wissend um die hohen Qualitäten derer, die schon ausgewählt wurden und jener, die ebenfalls eine Bewerbung einreichen werden.

Bevor es aber zur Bewerbung selbst kommt, nachfolgend eine öffentlich zur Diskussion gestellte Ausführung von insgesamt zweimal zehn Punkten, in denen es um eine Selbsterkundung der Motivationen und Hintergründe geht, die eine solche Entscheidung beeinflussen werden.

II.

In dem Blog-Beitrag vom 18. Juni 2018 über die Reise von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender vom 17. bis 21. Juni 2018 nach Los Angeles und San Francisco wird auch ein Bericht von Kerstin Zilm wiedergegeben, die in der "Fazit"-Sendung dieses Tages von ihren Eindrücke aus der Thomas-Mann-Villa in Pacific Palisades spricht.

Dort heisst es (ab 4:11) "der erste Fellow, der vom frisch renovierten Thomas-Mann-Haus aus den transatlantischen Dialog anregen wird, ist der Schauspieler Burkhard Klaussner."

III.

Zusammen mit Burkhard und einem ganzen Ensemble junger, mutiger Theatermacher haben wir 1971 als Vorbereitung für ein Theater-Ensemble-Projekt in einem harten Training zu erfahren versucht, wie es den jungen GI’s ergangen sein muss, als sie in ihren Training-Camps auf den Krieg in Vietnam vorbereitet wurden. Das Theaterstück, das wir in diesem Jahr zur Aufführung brachten, hiess "Pinkville" [8] und beruht auf den Ereignissen rund um Mỹ Lai vom 16. März 1968 [9]

Vor dieser Zeit lag bereits ein längerer USA-Aufenthalt: Nach einer ersten Regie in Deutschland, die ein Engagement am Theater am Goetheplatz in der Freien und Hansestadt Bremen einbrachte, gründeten wir in einem Jugendcamp in Elmer, Philadelphia, die Theatergruppe "The Trees", schrieben ein Morality Play und brachten es dort zur Aufführung.

Bereits zu dieser Zeit gab es in den USA viel Diskussion und Planungsbedarf rund um die American Revolution Bicentennial Commission und die Anfrage, in Zusammenarbeit mit der Christ Church [10] die zweihundertjährige Geschichte der USA in einer Theaterinszenierung wieder auferstehen zu lassen.

Was für eine Herausforderung, in so jungen Jahren mit bislang nur zwei Inszenierungen! Aber für den Sohn einer Dom-Organistin, der ein Grossteil seiner Jugend am Arbeitsplatz seiner Mutter verbrachte, hatte diese Anfrage einen hohen Reiz. Dem gegenüber standen die Engagements von Ulrich Erfurth nach Bad Hersfeld, von Kurt Hübner nach Bremen, von Dr. Maria Müller-Sommer und George Tabori nach Berlin - und eine gehörige Portion Heimweh.

IV.

Dass dennoch die Verbindungen in die USA damit nicht abgebrochen waren und das ganze weitere Leben mit geprägt haben, wird auch in dem Antrag zur Sprache kommen. Aber es hat nach mehreren Israel-Reisen erst des - ebenfalls im Blog dokumentierten - Besuchs von Yad Vashem bedurft, um sich darüber im klaren zu werden, was das Thema der Identität in Bezug auf die Vereinigen Staaten von Amerika ausgemacht hat.

Selbst die im Rahmen der Brecht-Promotion einhergehende Beschäftigung mit dem Arbeiten und Leben der deutscher Exilanten in Amerika hat nicht gereicht, um auf den Kern dieser besonderen Beziehung zu stossen. Erst jetzt, im Tal der Gemeinden von Yad Vashem, wurde im Rahmen einer gemeinsamen Andacht klar, was den Kern dieser Beziehung zu diesem Land ausmachte: Die Begegnung der der Mutter mit einem US-amerikanischen Soldaten, der ihr angeboten hatte, mit ihr, als es dafür eigentlich schon zu spät war, Nazi-Deutschland zu verlassen, anstatt dort weiterhin in Angst um das eigene Leben ausharren zu müssen.

Wäre sie damals mit ihm gegangen, wäre ich heute Amerikaner, wäre ihre Identität entdeckt worden, wäre ich heute nicht.

V.

Bei der Vorbereitung dieser Sammlung an Motivationen, nochmals eine längere Zeit in den USA zu verbringen, haben sich weitere Zusammenhänge aufgetan, die derzeit noch im Dunkeln liegen. Seit den ersten vor Ort-Recherchen in Salt Lake County und den aktuellen Bemühungen der Tochter lässt sich inzwischen nachweisen, dass die Urgrossmutter väterlicherseits 1857 in New York geboren wurde. Jetzt haben wir die in Zukunft noch aktiver zu nutzende Möglichkeit der vertiefenden Online-Recherche, die sich an die bisherigen Bemühungen rund um dieses Thema anschliessen werden. Ob diese Nachforschungen einen grösseren Zeitraum in Anspruch nehmen und mit welchen Ergebnissen sie abgeschlossen werden, ist noch nicht absehbar. Aber sie werden im weiteren Verlauf des Jahres 2019 soweit konkretisiert werden, dass sich daran in 2020 auch persönliche Begegnungen in den USA anschliessen könnten.

VI.

Andere Aspekte der Auswanderung / Emigration waren schon im Rahmen der Promotion über das Leben und Werk Bertolt Brechts von Bedeutung, aber da noch nicht USA-spezifisch.

Zunächst war es der erneute Zuzug nach Berlin, in die Hauptstadt der DDR, in die Richard-Sorge Strasse und an Brecht-Zentrum der DDR. Von dort aus entwickelten sich weitere inter-nationale Blickrichtungen. Als mit dem Abschluss der Arbeiten in der Chausseestrasse das Engagement des Westdeutschen ans Berliner Ensemble im Rahmen einer Staatsratssitzung, trotz Fürsprache durch den Kultusminister Hans-Joachim Hoffman, schlussendlich abgelehnt wurde, und als andererseits die Fortsetzung einer Hochschullaufbahn in Westdeutschland durch die Nähe zu Brecht und seinen kommunistischen Tendenzen ebenfalls ausgeschlossen wurde, kam es zur Entscheidung, Deutschland - zumindest zeitweise - zu verlassen.

Als pars pro toto seien für diese sich nachfolgende Zeit der Zusammenarbeit genannt: Jean-Pierre Vincent in Paris, Antony Tatlow in Hongkong und Tatsuji Iwabuchi (岩淵 達治) in Tokyo, Japan. Wir sprachen viel über die ins Chinesische / Japanische übertragenen Werke Brechts, aber auch über die Frage der Vergangenheitsbewältigung danach.

Der Blick auf Brechts Zeit des Exils in den USA wurde erst durch Antony Tatlow geschärft. Der Blick auf die USA ging also eher von Asien aus als von Deutschland.

Wir müssen hier einen Schnitt machen, obwohl dieses Thema der Antagonisten Brecht und Mann [11] und das Umfeld ihrer Begegnungen [12] von Bedeutung ist. Stattdessen hier der Hinweis auf den Artikel in der LAweekly vom 20. August 2016 mit der Überschrift: The Forgotten History of L.A.’s German Exiles, Which Included Bertolt Brecht and Thomas Mann, in dem Hillel Aron schreibt:

Not all of the exiles liked Los Angeles. Brecht hated it, in part because he was labeled an "enemy alien" and barred from leaving his home after 8 p.m., and in part because his efforts to make it as a screenwriter ended in complete and utter rejection.

VII.

Der für 2020 avisierte Aufenthalt knüpft an an Reisen, die zu früheren Zeitpunkten auf Einladung von deutschen Einrichtungen in die USA durchgeführt wurden. Die erste dieser Art war eine Delegation, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums u.a. nach Salt Lake City und Seattle geführt hatte, die letzte war eine Reise in der Regie des Verbandes der deutschen Zeitschriftenverleger nach New York und San Francisco.

All diesen Reisen gemeinsam war/ist der Umstand, dass die Einladung zur Teilnahme auf eigenen Qualifikationen beruht, die in den USA besondere Anerkennungen fanden.
Im ersten Fall war das die Zusammenarbeit mit der Firma Microsoft, namentlich Bill Gates, der/dem einst die Bedeutung des in Europa entwickelten digitalen Standards für IT-Netze ISDN nicht nur erklärt werden, sondern schliesslich auch in deren Strukturen seit Windows 3.11 for Workgroups mit einem eigenen Protokoll (TAPI) implementiert werden konnte. Im letzten Fall beruhte die Einladung auf der langen Erfahrung als ein in Deutschland anerkannter Online-Publizist, dessen ISSN zertifizierter Blog auch in den USA viel Anerkennung gefunden hat - sowohl durch seinen früher Starttermin, Ende 2003, aber auch, weil Werte wie die der Nachhaltigkeit und Kontinuität nun auch in der digitalen Welt durch diese all-täglich neue Publikation haben neu zur Geltung gebracht werden können.

Das gute an diesen Referenzen ist, dass sie bis heute aktiv sind und genutzt werden können, um die in 2020 neu oder erneut geknüpften Kontakte auch für die weiteren Entwicklungen und konkreten Veranstaltungen einzubringen. Im Falle des BMWI wäre das der Digital-Gipfel 2020, im Falle des VDZ der Digital Innovators Summit (DIS) 2021.

Ein ganz besonderer Clous im Zusammenhang mit dem Thema der Nachhaltigkeit und dokumentierten Kontinuität in der Digitalen Welt, ist der Umstand, dass die eigenen Online-Arbeiten nicht nur auf archive.org dokumentiert sind. Sondern dass sich daraus eine Korrespondenz zwischen der US Library of Congress und der Deutschen National Bibliothek in Frankfurt/Main & Leipzig ergeben hat, die sich darum bemüht, die o.g. Online-Publikation auf Dauer digital zu archivieren und damit für nachfolgende Generationen vorzuhalten.

VIII.

In einem Punkt sei aber zumindest in Stichworten festgehalten, dass die fortdauernde Reisetätigkeit nicht nur mit diesen kulturellen und geisteswissenschaftlichen Themen zu tun hatten, sondern auch mit sehr konkreten technischen und wirtschaftlich relevanten Aufgaben. Auf die frühe Zusammenarbeit mit Microsoft wurde bereits oben hingewiesen. Noch davor war bereits auch auf der inhaltlichen Seite eine langjährige Partnerschaft zwischen vielen US-amerikanischen Mittelstädten, koordiniert durch die National Federation of Local Cable Programmers (NFLCP) - heute ACM - und den in Deutschland gestarteten Kabelpilot-Projekten entwickelt worden.

Noch davor gab es bereits eine Zusammenarbeit mit J.C.Penny in Folge der Einführung erster Online-Verkaufskanäle auf Viewtron, die bereits 1986 wieder eingestellt wurden. Während das zur gleichen Zeit entwickelte Telaction-Kabel-TV-Projekt noch bis 1989 Bestand hatte [13].

Diese frühen Beispiele zeigen die ersten Versuche, die IT-Welt mit der EDV-Welt und diese wiederum mit der TV-Welt zu verbinden. Es ist gerade mal eine Generation später, und diese Welten sind auf Basis der IP-Technologien miteinander verschmolzen. Diese industrielle Revolution gebiert Kinder, denen dieser Prozess nicht mehr bekannt ist. Und wir, die wir ihn mit gestaltet haben, stehen heute dafür in der Verantwortung. Gegenüber unseren Kindern - und der Gesellschaft insgesamt.

Im letzten Jahrzehnt waren einerseits Verkaufsplattformen wie Digital River Bestandteil des Portfolios, die TV-und Film-Technischen Partner wie die Society of Motion Picture & Television Engineers (SMPTE), die Natonal Association of Theatre Owners (NATO), die CES (heute CTA) und die National Association of Broadcasters (NAB), vornehmlich die NABShow.

Als die grossen Schritte in die Digitalisierung dieser Industrien begannen, auch wirtschaftlich erfolgreich zu werden, wurde es umso wichtiger, für die Zukunft neue Plattformen zu schaffen, die, wie es so schön heisst "technologieagnostisch" die Möglichkeit bieten, über die Grenzen der Technik-Formate und -Interessen hinweg gemeinsam an den Inhalten der Geschichten von Morgen zu arbeiten. Daher wurde 2003 mit gerade mal 14 Personen die Digital Cinema Society, (D C S) gegründet. Schon 2013 waren es mehr als sechstausend Mitglieder weltweit, der Autor ist "livetime-member" und "president German chaper".

IX.

Zurück zum Ausgangspunkt: Der Schluss des oben zitierten Beitrags zur Wiedereröffnung des Thomas-Mann-Hauses lautet: "Wichtig, so Programmdirektor Blaumer, werde es sein, Gespräche auch mit Menschen zu führen, die unterschiedlicher Meinung sind und einander widersprechen." [14]

Die ARD-tagesschau machte in ihrer 20 Uhr-Ausgabe am 24. Dezember 2018 mit diesem Satz des Bundespräsidenten [15] auf: "Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind" [16]

Sich dieser Herausforderung zu stellen, hat sich spätestens seit dem ersten Auslandsaufenthalt in den USA bewährt, wo der junge "Gastarbeiter" Wolf Siegert nach dem Erwerb des Senior Life Saver Certificates als Aufsicht am Swimming Pool ein erstes gutes Auskommen hatte, um sich dann als driver für Alamo Rent a Car zu verdingen. Und später, zum Chauffeur avanciert, über ganze Tage hinweg veranlasst war, den Auftraggebern im Fond während der Fahrt zuzuhören - und, auf deren Wunsch hin - auch mit ihnen zu reden.

Frage: Sollte er jetzt als Vorstand des Deutschen Journalisten Verbandes in Berlin in der Nachfolge des Kamingesprächs mit dem US-amerikanischen Fellow der Robert Bosch Academy, Jay Rosen [17] nun auch den als Publizist ausgewiesenen Fraktionsführer und "taz"-Kollegen (sic!) der Alternative für Deutschland (AFD) zu einem solchen Gespräch bitten? Nachdem der Herr Dr. jur. Alexander Gauland am 18. Januar 2018 gegenüber Journalisten erklärt hatte: “Wenn man Krieg haben will in diesem Bundestag, dann kann man auch Krieg kriegen.” [18]?

X.

Bis zum Ende des Monats zunächst erst einmal die Entscheidung, sagen, schreiben und zeigen zu wollen, was man selber will. Und wenn diese über den Antrag weit hinausreichende Ansage dann mit dem harmoniert, was der vom Kuratorium des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V. eingesetzte Fachbeirat sich von den Kandidaten erwünscht, wäre das wunderbar.

Damit, dass ein solches "Wunder" geschieht, gilt es in der noch verbleibenden Zeit hart zu arbeiten: Zu zeigen, was man will, was man kann - aber auch dafür offen zu sein, dass der Weg zu dem selbst gesetzten Ziel viele Biegungen, ja Wendungen bereit hält, von denen Du zunächst noch nichts gewusst hast.

Je grösser die Bereitschaft zu diesem Abenteuer, desto wichtiger die Vorbereitung. Je höher die Bereitschaft auch Unvorhergesehenes zulassen und sich darauf einlassen zu können, desto klarer und eindeutiger das selbst erarbeitete Regelwerk, die Kenntnis um die Aussagekraft der Karten und die Funktionsweise des Kompasses.

Summa Summarum.

Die bislang wichtigste der auf diesen Eintrag eingegangenen Reaktionen - zumeist der Ermutigung - war der Hinweis, nochmals die wichtigsten Argumente für ein solche Berufung zusammenzufassen. Sie werden hier, Zug um Zug, wie folgt zusammengestellt:

- ein hoher Grad langjähriger Kontakte und Vernetzungen in die USA im Allgemeinen und in den Bundesstaat Kalifornien im Besonderen

- gerade jetzt, wo selbst ein Bundespräsident seine USA-Reise nicht nach Washington sondern an dieses Ziel ausrichtet und das Haus eröffnet, dieses Spuren zu folgen - und Zeichen zu setzen

- Zeichen zu setzen sowohl in dem Umfeld der vor Ort ansässigen / auftretenden oben genannten Einrichtungen CES, DCS. NAB als auch in Bezug auf die in Deutschland nachfolgend interessierten Einrichtungen bitkom, BMWI, BUDS, DJV, DLD, re:publica, GOETHE, HKW, transmediale, VRBB - sowie den öffentlich-rechtlichen wie privaten Medienhäusern

- zum "Zeichen setzen" würde auch die fortlaufend protokollierte Erfahrung vor Ort zur Folge haben. Die erste in Deutschland mit einer ISSN-Nummer zertifizierte Online-Publikation, der Blog DaybyDay, erscheint seit Ende 2003 (sic!) tagtäglich mit einem neuen Online-Beitrag und würde auch in der Zeit in den USA fortgeschrieben werden, und zwar auf Englisch

- diese Eindrücke und Erfahrungen in einem grössern, über die aktuellen Ereignisse übergreifenden Zusammenhang zu Reflektieren und zu präsentieren. Am Ende mit einem Buchprojekt, das in zwei Fassungen erscheinen sollte; auf Deutsch für die hiesigen jungen im Aufbruch befindliche gesellschaftlichen Kräfte und auf Englisch für jene in den USA, die ein zunehmendes Interesse daran zeigen, den Silicon-Valley-Boom junger weisser Männer einer Debatte um die grösseren gesellschaftlichen Herausforderungen zuzuführen

- Die langjährigen Erfahrungen vom Coden bis zur Content-Produktion, von der Medien-Praxis bis zu ihrer Überprüfung im historischen und philosophischen Kontext und Connex, und die Möglichkeit, diese Ergebnisse auch in der fortwährenden Begegnung mit den Big Playern auf den Märkten Asiens zur Diskussion stellen zu können, all das macht die eigene vielfältige und vielschichtig qualifizierten Persönlichkeit - im Gegensatz zu einem "klassischen" Lebenslauf - eher zu einem ein Vorteil

- ein Vorteil, der dann auch aufgrund der eigenen Verbindungen, technischen wie handwerklichen Möglichkeiten, zur Darstellung gebracht werden kann. Sowohl in Schrift, Ton und (Bewegt)-Bild, als auch persönlich: auf der Bühne, im Seminar, im persönlichen Gespräch

- wie in einem guten journalistischen Text geht es hier um eine Art von Live-Stream-Story-Telling: Schon zu Beginn des beruflichen Lebens hatte die USA einen prägenden Einfluss auf die weitere Lebens-Geschichte. Und jetzt können all diese inzwischen gewonnenen und zu Erfahrungen geronnen Geschichten komprimiert, aufgearbeitet und kommensurabel gemacht. Um Zeichen und Wegmarken zu setzen, die über die eigene Lebenszeit hinaus weisen.

- Zu guter Letzt diese Frage: Wo ist dieser Satz Thomas Manns festgehalten der da sagt: „Man begegnet einem Vorschlage nur dann mit Erregtheit, wenn man sich in seinem Widerstande nicht sicher fühlt.“