HM 035 Idea Development & "Dinking" (VII)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: vor 48 Minutenzum Post-Scriptum

 

Welcome to the seventh and last session

I.

We started our first session with this music-video:

We close this session-series with this making-of-video about a music-video-clip nobody thought it’s ever going to become real:

Here is the final video, one of the Grammy-Award 2017 proposals:

And look, how the design-thinking process helped to make the dream real:

OK GO - Gravity is just a habit - Documentary from Carlo Alberto Orecchia on Vimeo.


II.

As agreed by all the participants and the administration, this is the location and time for today’s last session:

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III.

Here is a summary of former bbw-Hochschule "Design Thinking" master courses:

February, March 2019 HM029
Design-Thinking @ bbw HM029 (VI)
Design-Thinking @ bbw HM029 (V)
Design-Thinking @ bbw HM029 (IV)
Design-Thinking @ bbw HM029 (III)
Design-Thinking @ bbw HM029 (II)
Design-Thinking @ bbw HM029 (I)

January, February 2018 HM022
Design Thinking & Idea Development (HM022) I
Design Thinking & Idea Development (HM022) II
Design Thinking & Idea Development (HM022) III
Design Thinking & Idea Development (HM022) IV
Design Thinking & Idea Development (HM022) V
Design Thinking & Idea Development (HM022) VI

February, March 2017 HM017
Design Thinking & Idea Development (VI)
Design Thinking & Idea Development (V)
Design Thinking & Idea development (IV)
Design Thinking & Idea Development (III)
Design Thinking & Idea Development (II)
Design Thinking & Idea Development (I)

IV.

And here is a little evaluation note in German, following the notes reflecting this years’ former Bacherlor-lactures: "HS030 Design Thinking (Follow-up)"

... denn es gab bislang noch keinen Kurs, der nicht nur so viele Überstunden in der Vor- und Nachbereitung erfordert hatte, sondern auch Nervenstärke, Durchhaltevermögen und Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Herausforderungen einzulassen.

Und Enttäuschungen anzunehmen. Ein Beispiel: Am letzten Tag vor der Prüfung gibt es einen Studenten, der sein Konzept für eine Unternehmensgründung vorstelllen will. Dafür hat er im Vorfeld drei Logos für sein zukünftiges Unternehmen entworfen. Und er fragt nun per Mail bei seinem Professor an, welchen dieser drei Entwürfe er denn für den besten halte.

Die Antwort lautet so:

Thanks for sending me your three logo versions.
I do have a personal favorite.
But as your teacher I propose the following:
Do present all your three drafts to the auditorium.
Print them out and ask for their opinion.
Maybe even in writing.
This is an eminent part of the Design Thinking process.
And it will make your presentation even more interactive and vivid.
I will be sitting in the auditorium and present you my choice as well.
Not as your prof, but as one of the folks you’re going to ask.

Dass ein solcher Dialog mit den Studierenden stattfindet, ist ja gut. Und dass im Verlauf dieses Kurses jeder und jedem fast so eine Art Einzelbetreuung "über Gebühr" angeboten wurde, ist sicherlich zum Vorteil jener, die an den Veranstaltungen teilgenommen haben.

Was aber ist mit jenen, die mehr oder wenig durchgängig abwesend waren, aber dennoch an der Prüfung teilnehmen wollen? Denn nur die Teilnahme an dieser letzten Prüfungs-Veranstaltung ist Pflicht. Und wenn Studierende dieses An-Recht wahrnehmen, dann ist das ihr "gutes" Recht. Und man muss sie selbst dann zur Prüfung zulassen, wenn man sie nie zuvor gesehen hat [1].

Die für den Unterrichtsverlauf wesentliche Folge war, dass die Planungen für jeden neuen Tag immer erst nach Abschluss des vorhergehenden aufgenommen werden konnten. Und dass selbst dann in keinem Moment gewährleistet war, dass die Studierenden vom Vortag auch am nächsten Tag wieder anwesend sein würden.

Die Bitte, ob es denn nicht möglich sei, von seinem Nichterscheinen vorab per Mail oder SMS Kenntnis zu geben, wurde nicht nur nicht angenommen - bis auf einige wenige Ausnahmen, die zeigten, dass so eine Anfrage zumindest verständlich angekommen war - sie wurde gar nicht verstanden.

Und sei es auch nur auf Grund mangelnder Sprachkennnisse...

Dennoch: Mit all dem bislang Gesagten/Aufgeschriebenen kratzen wir immer noch an der Oberfläche. Viel entscheidender ist ja die Frage, welche Ziele die Studierenden mit ihrer Arbeit hier in Deutschland verbinden. Ist es wirklich "nur" das Master-Diplom an einer angesehenen Berliner privaten Hochschule?

Kommen wir nochmals auf den oben dargestellten Dialog zurück: Diese Anfrage zeigt auch, dass es nicht oder zumindest nicht in allen Fällen vollständig gelungen ist, durch die vermittelten Ziele bei den Studierenden zu einem veränderten Denk- und Handlungskonzept zu führen.

Nun sollte man zurückhaltend sein bei dieser Art von Selbst-Kritik: Es gab gerade einmal drei Wochenenden Zeit, viele der Kurstage waren nur spärlich besucht, eine kontinuierliche Gruppenarbeit war so nicht möglich, es gab zeitweise grosse Hitze, parallel zur eigenen Veranstaltung musste von den Studierenden noch eine andere Prüfung vorbereitet und geschrieben werden, die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten konnten - troz so manchem Bemühen der MitarbeiterInnen - nur "suboptimal" eingesetzt werden...

... soweit, so ungut. Aber die noch viel grösseren Herausforderungen waren mit den ungenügenden Fähigkeiten der Studieren verbunden, sich im Englischen artikulieren zu können, bzw. so zu artikulieren, dass wir als "Westler" erfassen können, was gesagt wird, wenn jemand aus einer der indischen Communities kommend Englisch spricht.

Die "Learnings":

Es war notwendig, Zeit einzuräumen, damit das, was zum Ausdruck gebracht werden soll, auch von der anderen Seite wirklich verstanden wird. Und dieser Übersetzungprozess ist oft ein doppelter, ein sprachlicher und ein interkultureller.

Es bedarf auch ausserhalb des Kurses Zeit für die Studierenden, darüber nachdenken zu können, was ihnen eigentlich wichtig ist und warum. Wird diese Zeit gewährt und beim Zuhören die Geduld nicht verwehrt, zeigt sich alsbald, dass die zunächst für eine Präsentation genannten Themen nach und nach durch andere ersetzt werden, die den Studierenden viel näher liegen. Auch wenn sie sie vielleicht erst dann werden umsetzen können, wenn sie wieder in ihre Heimatländer zurückkehren.

Die Fixierung auf den Herrn Professor als den Fix- und Angelpunkt der Lehre ist anzunehmen und zu akzeptieren. Auch wenn das eigene Konzept nicht auf Frontalunterricht und eine klassische Vorlesungsreihe angelegt ist. Gleichwohl darf diese aus der eigenen Kultur und Tradition erworbene Haltung nicht dazu führen zu glauben, dass dieses mit einem Mangel an Selbstständigkeit gleichzusetzen sei. Vielmehr gilt es – in Abwesenheit von so wichtigen Bezugspunkten wie die Familie oder eine gewisse Art und Weise, sich ausdrücken zu können – andere Beziehungsebenen aufzubauen, die als ein solches secondary framework funktionieren können.

Es bedarf eines anderen Gleichgewichts von Rücksichtnahme und Härte. Weder eine fachliche Notorietät noch eine persönliche Autorität sind damit in Frage gestellt. Auch wenn das in manchen Momenten während des Unterrichts so scheinen mag. Im Gegenteil. Sie sind einzusetzen, um es den Studierenden zu erleichtern zu erkennen, dass ein erfolgreiches Studium mehr voraussetzt, als Texte aus einem Lehrbuch exzerpieren und nach erfolgreicher Erläuterung auch ausreichend qualifiziert wiedergeben zu können.

[...] Alle weiteren Punkte bleiben einem Gespräch mit der Studienleitung vorbehalten, falls es dort irgendwann die Bereitschaft und Zeit geben sollte, über die jeweils aktuellen Nöte und Bedürfnisse hinaus nachdenken zu können. Nicht, dass dies nicht auf der interpersonellen Ebene immer wieder gerne versichert und betont wird. Aber faktisch unterliegt auch das Personal hier vor Ort einer Reihen von Zwängen, die dann doch irgendwo vergleichbar wirken mit jenen, wie sie in den landwirtschaftlichen Betrieben im Punjab herrschen: Um unter immer härter werdenden wirtschaftlichen Zwängen noch überleben und produktiv sein zu können.

P.S.

Auch das ist noch relativ neu: Die Studierenden tragen ihre Daten und Meinungen nicht mehr auf einem Zettel ein, sondern direkt online in eine EDV-Datenbank. Der Nachteil ist, dass die Darstellung der Ergebnisse alles andere als augenfreundlich ist. Der Vorteil ist, dass sie sofort vorliegen. Hier eine Zusamenstellung der über die statistischen Daten hinaus eingetragenen Kommentare und Anmerkungen

Frage: " Please use the following space to offer your suggestions as to how the course could be improved."


- I THINK STUDENT NEED SOME INDUSTRIAL VISIT ALSO WITH THERE STUDY ..I THINK INDUSTRY VISIT MAKE MORE CREATIVE A STUDENT ..HOPE IT WILL HAPPEN..
- it would have been very helpful if more students would have joined the class regularly to be able to exchange experiences.
As there are also still huge language problems between the indian students and the rest I had the feeling that this is -as in all classes so far- a disadvantage.
- The technology system is good
- The course should me more practical from the start on.
- Teaching method very well, I learn many things in this course.but very few to provide to students. It will provide more lecture it is good for students

Frage: "Please use the following space to explain what you especially liked about the course."


- The philosophical approach
- I learn how I develop idea for any problem
- IT MAKES ME MORE CREATIVE and PASSIONATE ABOUT IDEA, DESIGN, Dreams..
- I specially like a study methods
- In the beginning I had to get used to Dr. Siegert’s teaching methods as they are not very common compared to other professors. He has a very open mind and encourages to discover this amazing journey of design thinking by our own. Although I was very sceptical in the beginning I think Dr. Siegert has a very advanced and inspiring way to teach material.


- Vielen Dank nochmal für den inspirierenden Unterricht, leider viel zu kurz.

Anmerkungen

[1Letztendlich haben von 10 zum Kurs angemeldeten TeilnehmerInnen jene 6 teilgenommen, die sich darauf haben ausreichend vorbereiten können. Und diese werden voraussichtlich auch alle durchgekommen sein.


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