GOETHE Einladung

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 13. Dezember 2019 um 22 Uhr 31 Minutenzum Post-Scriptum

 

Ein No-Show - wegen der zur gleichen Zeit besuchten ESMT Einladung: "Europe’s Role in a Digital World" - aber dennoch gestern ein wichtiger Termin, auf den an dieser Stelle nochmals Bezug genommen werden soll:

Einladung zur Jahrespressekonferenz 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Journalistinnen und Journalisten,

hiermit laden wir Sie herzlich zu unserer Jahrespressekonferenz ein, auf der wir Sie über aktuelle Entwicklungen und Projekte des Goethe-Instituts informieren möchten:

Dienstag, 10. Dezember 2019, 10.30 Uhr
Goethe-Institut Berlin
Neue Schönhauser Straße 20, 10178 Berlin

Es sprechen:

Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts; Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts; Rainer Pollack, Kaufmännischer Direktor des Goethe-Instituts; Katarzyna Wielga-Skolimowska, Kulturabteilung des Goethe-Instituts.

[...]

Aus der Pressemappe [1] wird dieser Abschnitt besonders herausgestellt:

GENERATION A=ALGORITHMUS

Big Data, Algorithmen, Deep Learning, die Kombination von Informations- und Biotechnologie: Künstliche Intelligenz (KI) verändert unser Leben von Grund auf und ist längst im Alltag präsent. Die Potenziale dieser Entwicklung werden bislang allerdings fast ausschließlich von der Wirtschaft genutzt, während die KI für Politik und Zivilgesellschaft vielfach abstrakt, beziehungsweise diffus bedrohlich bleibt. Gerade die Generationen Y und Z, die heute 15- bis 30-Jährigen, müssten jedoch die Weichen stellen für eine zukünftige Generation, die in der Lage ist, die positiven und konstruktiven Potentiale der KI zu entwickeln und ihre schädlichen Wirkungen zu minimieren.
Mit Blick auf bisweilen negative Erfahrungen der Gegenwart – die Kommerzialisierung durch große Technologie-Konzerne in den USA, die Entwicklung von Überwachungssoftware in China und Russland, die Meinungsbeeinflussung durch Bots in den Sozialen Medien – sollten die „Digital Natives“ die Arbeit an einer offenen und kritischen Netzkultur fortführen. Schon mit Beginn der Digitalisierung Mitte der 90er Jahre gab es in Europa die Diskussion um eine Netzdemokratie im Geiste der Ideale der Aufklärung. An diese Idee knüpft „Generation A=Algorithmus“ an. Das Projekt geht ab 2020 der Frage nach, wie Künstliche Intelligenz die Welt verändert und wie diese Entwicklung auf eine gesellschaftlich verantwortungsvolle Weise beeinflusst werden kann.
Dabei stehen verschiedene Aspekte wie Ethik, Arbeit, Kreativität und der Klimawandel im Vordergrund. Ein europaweit gespanntes Netzwerk aus Expert*innen begleitet das Projekt.
Es setzt sich aus namhaften Vertreter*innen der derzeitigen Diskussion um Künstliche Intelligenz sowie medienpädagogischen Initiativen, Kunstinstitutionen und Stiftungen zusammen. Ihre unterschiedlichen Perspektiven schaffen Andockmöglichkeiten für diverse Gruppen der Gesellschaft. Zusammen mit den Goethe-Instituten in Europa werden Jugendkonferenzen, Ausstellungen oder auch Kooperationen mit Bibliotheken aufgelegt.
Die Ergebnisse werden im Laufe des Projekts auf Festivals und Konferenzen vorgestellt und diskutiert, beispielsweise auf dem MINTköln-Festival Köln, der re:publica, der Next Library Conference und der Ars Electronica. Parallel entsteht ein Playbook, das die Formate dokumentiert und zugänglich macht. Den Abschluss des Projekts markiert ein „Generation A Festival“, auf dem auch ein „Generation A Manifest“ vorgestellt wird – als Leitfaden für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Und aus den vielen Gesprächen und Interview wird hier dieses aus der abendlichen FAZIT-Ausgabe im Deutschlandfunk Kultur an dieser Stelle übernommen:
Mit „intelligenten Allianzen“ Vielfalt stärken
Klaus-Dieter Lehmann im Gespräch mit Marietta Schwarz
:

Europäische Kultur ist Migrationskultur: Goethe-Institut warnt vor Abschottung

P.S.

In diesem Zusammenhang auch das FAZIT-Interview mit der auf Prof. Dr. h.c. Klaus-Dieter Lehman nachfolgenden Präsidentin des Goethe-Instituts, mit Carola Lentz, im Gespräch mit Gabi Wuttke vom 30. September 2019: Kolonialismus im Fokus:

Die Ethnologin Carola Lentz wird neue Präsidentin des Goethe-Instituts

Anmerkungen

[1die hier nachfolgend in ihrem gesamten Umfang eingesehen werden kann:

Es gelten die Regeln des Urheberrechts

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