IFA (VI)
AUSSTELLUNG

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 4. Dezember 2006 um 11 Uhr 01 Minuten

 

Selbst der letzte Tag wird noch für Veranstaltungen genutzt.

Der Besuch von Volker Kauder - CDU Generalsekretär

und Kajo Wasserhövel - SPD Bundesgeschäftsführer

auf der Couch der Podcast-Szene

war sicherlich ein besonderer Moment, in dem die beiden Parteien an dem Stand von Audible in der Digital Music Lounge in Halle 1.1 ihre Affinität zu den neuen elektronischen Medien unter Beweis stellen konnten.
Nachzuhören unter http://www.ifa-podcast.de/ .

Schnitt: Auch an anderer Stelle wurde bis an die letzte Minute darum gekämpf, das Publikum auf Sonderveranstaltungen mit den neuen Begriffen und Werten bekannt zu machen.

Schnitt: Einen ganz anderen Weg geht in diesem Jahr: SONY!

Hier steht tatsächlich der End-Konsument im Mittelpunkt einer ganzen Halle:

Und zwar dessen Erfahrungen mit den "inneren Werten", die sich aufgrund dieser neuen CE-Technologien vermitteln lassen.

Vielleicht, war dieses - wie manche meinen - ein aus der Not heraus geborenes Konzept. Aber selbst wenn dem so ist, wird an diesem Versuch der Inszenierung von inneren Erlebnisräumen deutlich, wie aus scheinbar wenig: viel gemacht werden kann.

Schnitt: Es wurden noch eine Reihe weiterer Hallen und grosser Firmen mit grossen Bildschirmen aufgesucht. Die Firma mit dem misslungendsten Konzept war aber mit Sicherheit nicht SONY, sondern BEKO.

Schnitt: Schliesslich Besuch der Firma SAMSUNG mit dem angeblich grössten Flachbildschirm der Welt.

Wie aber dieses dem Leser dokumentieren? Als schliesslich eine der Promotorinnen am Eingang der Halle die Bitte erfüllt, sich selbst einmal für ein Foto zum Vergleich vor diesen Monitor zu stellen, ist sie dazu erst bereit, nachdem sie sich nicht von vorne fotografieren lassen muss.

Während diese Aufnahme entsteht, steht neben der Kamera plötzlich ein Mann und flüstert von hinten: "So, wenn Sie ihr jetzt auch noch sagen würden, sie solle sich ganz langsam ausziehen, dann würde ich noch eine Weile weiter zusehen wollen".

Filmriss: Und die Frage: was müssen diese Frauen in diesen sechs Tagen durchgemacht haben? Nach einem Dankeschön an die Promotorin gibt es nur noch eine Möglichkeit: sich selber in Szene zu setzen.

Und so geschieht dieses denn auch: der Not gehorchend.

Und - aus der Not eine Tugend machend - zum guten Ende der Internationalen Funk-Ausstellung 2005 dem eigenen Wort-Spiel-Trieb folgend.

WS.

PS. Heute, vor 100 Jahren, am 7. September 1905, erschien erstmals die von Siegfried Jacobsohn gegründete "Schaubühne".
Die Zeitschrift begann ihre Laufbahn als Theaterblatt, setzte sich aber später auch ausgiebig mit Politik auseinander, sie war kein Massenblatt, bestimmte dennoch das geistige Leben der Weimarer Republik mit und wurde erst wirklich berühmt, als sie nicht mehr "Die Schaubühne", sondern "Die Weltbühne" hieß.


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