TV-Plattform statt Berlinale

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 18. März 2006 um 13 Uhr 25 Minuten

 

Ergänzung oder Verdrängung
IPTV und MobileMedia schaffen neue Märkte

Eine Veranstaltung der
Deutschen TV Plattform .

10:00 Begrüßung und Eröffnung
Jürgen Sewczyk, RTLinteractive
Vorsitzender Deutsche TV-Plattform

10:10 Keynote
Serge F. Ferré
Vice President Strategy and Development, NOKIA

Session A: IPTV - Fernsehen über DSL
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers

10:30 IPTV - Ein neues Verbreitungsmedium.
Allgemeine Einführung, Marketing; Services, Standardisierung

Ralf Schäfer
Thomson / Rennes

10:50 Deploying TVoDSL into european markets
Benjamin Schwarz
France Telecom

11:35 IPTV: Fernsehen oder Mediendienst?
Medienrechtliche Rahmenbedingungen für das Fernsehen via DSL

Dr. Hans Hege, mabb_

11:55 TVoDSL - und die Antwort der Kabelnetzbetreiber
Dr. Peter Charissé, ANGA

12:25 Podiumsdiskussion

Das "Wichtigste" passiert natürlich - wie immer - in den Pausen.
In der Mittagspause gewähren die drei Herren [1] Dr. Sven M. Prüser (Deutsche Messe AG), Joachim Dünkelmann (Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V.) und Jens Heithecker (Messe Berlin) dem Journalisten und Mitglied des Fachbeirats der e/home, Wolfgang Tunze, die Gelegenheit, von ihrem Zusammentreffen ein Gruppenfoto auf seinem "Handy" aufzunehmen.

Session B: MobileMedia
Leitung: Dr. Helmut Stein

13:40 Mobiles Fernsehen und MultiMedia.
Status und Roll-out Szenario deutscher und internationaler Projekte
Dr. Helmut Stein, ISDM

14:00 Ausschreibungen für MobileMedia-Projekte in Deutschland.
Übersicht: Alle regionalen Projekte in Deutschland

Reinhold Albert, NLM, Vorsitzender der DLM

14:20 Interaktion und Transaktion beim mobilen Fernsehen
Bernd Curanz, Neva Media

15:00 Podiumsdiskussion Leitung: Dr. Helmut Stein
Stellungnahmen und Projekte der Provider
Teilnehmer:
- für Rundfunk (öff.-rechtl.):
Herbert Tillmann, BR (für ARD)

- für Rundfunk (privat): Ursula Adelt, VPRT

- für Mobile Operators: Karl-Heinz Laudan, T-Mobile

16:00 Schlusswort
Jürgen Sewczyk
RTL, Vorsitzender Deutsche TV-Plattform


Auf der Basis dieser Veranstaltung veröffentlichen die VDI-Nachrichten im CeBIT Umfeld am 10. März einen Beitrag des geschätzte Kollege Rainer Bücken unter der Überschrift

Tripleplay via Funk, Kabel oder Telefonleitung

[...] So lud die TV-Plattform nach Berlin, um unter dem Titel "Ergänzen oder verdrängen" über neue Märkte im Umfeld von Internet-TV und Mobile-Media zu debattieren bzw. eher zu orakeln. Denn so recht vorhersagen kann den Verlauf niemand. "Ich habe aus der Entwicklung die Zuversicht, dass es anders kommt, als viele Kongresse so sagen", erklärte Hans Hege, Chef der Berlin-Brandenburger Medienanstalt mabb.

Die hat nämlich die Aufgabe, in Zeiten immer härter werdender Medienkonkurrenz ordnungspolitische Rahmenbedingungen zu schmieden, in die alles hineinpasst. Wirklich alles? "Die digitale Zukunft ist so wichtig, dass sie nicht dem freien Spiel der Kräfte überlassen werden darf", konstatierte der Medienpolitiker, der das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T zum Erfolgsmodell hat werden lassen. Nun steht Ähnliches an mit der mobilen Variante DVB-H an. Und doch will alles erst getestet werden.

Über DVB-H-Ergebnisse von 23 Tests berichtete Serge F. Ferré, Vice-President von Nokia EMEA. Die Ergebnisse der über 10 000 zeitweiligen Nutzer ließen aufhorchen: "Die Leute wollen damit in Gebäuden fernsehen - und dafür brauchen wir viele Repeater." Aber DVB-H ist nicht allein, hat Konkurrenz durch Digital Mutimedia Broadcasting (DMB) bekommen. Und noch zur WM geht es damit los, die Ausschreibungen sind erstmal abgeschlossen und die Empfehlung für Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) ist ausgesprochen. Dieses Unternehmen wird die DMB-Plattform betreiben und Broadcaster einladen, die Kanäle noch vor der WM zu füllen.

Zumindest im Umfeld der Stadien wird es auch DVB-H geben, freilich nur in Hamburg, Hannover und Berlin. Trotzdem ist auch mit dieser Technik eine bundesweite Abdeckung möglich, wie Karl-Heinz Laudan von T-Mobile erklärte. Ein mobiles Endgerät, Nokias N92, wurde in München gezeigt und ist neben anderen natürlich auch auf der CeBIT zu sehen. Es bietet u. a. mobiles Telefonieren, Fernsehen und Internetzugang - Tripleplay für die Luft.

Die schnell gewordene Telefonleitung kann Ähnliches - Stichwort Internet-TV, kurz IPTV. Diese nächste Welle ist im Nachbarland Frankreich schon im Wohnzimmer angekommen. Und France Télécom bietet mit seinem "Maligne tv" auch hochauflösendes Fernsehen (HDTV). "Bei uns wird der Ball hochauflösend ins Wohnzimmer rollen", versprach France-Télécom-Manager Benjamin Schwarz. Nur mochte er noch nicht verraten, wie teuer dieser Luxus dann sein wird. Immerhin seien über 200 000 Teilnehmer bereits angeschlossen, viele hätten sich gar vom Kabel getrennt.

Auch hier zu Lande hat es das Kabel schwer, kam bei Zusatzaufgaben bislang nicht so richtig in Gang. Das tut es auch heute noch nicht, selbst wenn die Auguren das immer wieder behaupten. "Von den 20 Mio. Kabelhaushalten sind derzeit 6 Mio. interaktiv aufgerüstet, knapp 600 000 Digitalabonnenten und 150 000 Kabelinternetkunden gibt es", so Peter Charissé, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der privaten Kabelnetzbetreibers ANGA. [...]

Anmerkungen

[1im Foto von links nach rechts


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