Innovations-Rat! Und -Taten?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 25. Mai 2006 um 12 Uhr 08 Minuten

 

Gerade gestern an der Präsentation einer echten Innovation teilgenommen, die am 14. Juli diesen Jahres in Berlin im CineamaxX-Kino am Potsdamer Platz erstmals einer dazu eingeladenen Öffentlichkeit vorgeführt werden wird.

Am gleichen Tag hat die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel erstmals die Mitglieder ihres Rates für Innovation und Wachstum einberufen. [1]

Das erste, was dieser Rat [2]
unter der Leitung von Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer beschloss, war die Einsetzung mehrerer Arbeitsgruppen.

Mitglied des Rates sind neben der Bundeskanzlerin, der Bundesministerin Dr. Annette Schavan und den Bundesministern Dr. Thomas de Maizière und Michael Glos sowie, als einziger Frau aus Forschung und Wirtschaft

- Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Geschäftsführerin TRUMPF GmbH & Co. KG

die Herren

- Dr. Patrick Adenauer, Geschäftsführer Bauwens GmbH & Co. KG und Präsident Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU)

- Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident Fraunhofer Gesellschaft

- Prof. Dr. Peter Gruss, Präsident Max-Planck-Gesellschaft

- Prof. Henning Kagermann, Sprecher des Vorstandes SAP AG

- Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Präsident acatech - Konvent für Technik und Wissenschaft und Vorsitzender des Aufsichtsrats der BMW AG

- Dr. Otto-Michael Militzer, Vorstandsvorsitzender Mitec AG

- Prof. Dr. Paul Nolte, Inhaber des Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der FU Berlin

- Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Vorstandsvorsitzender IDS Scheer AG

- Prof. Dr. Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp AG

- Prof. Dr. Heinrich v. Pierer, Vorsitzender des Aufsichtsrates Siemens AG

- Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender Bayer AG

- Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender DaimlerChrysler AG

Dazu Frau Dr. Merkel in ihrem am 25. Mai veröffentlichten
Pressestatemant im Rahmen einer "Pressebegegnung" vom 24. Mai 2006:

"Es geht um die Frage: Wo sind Forschungs- und Innovationsentwicklungen, die wir bei dem, was wir politisch entscheiden, beachten müssen?"

Und, Herr von Pierer:

"Ganz wichtig war heute, dass wir sehr viel über die Umsetzung gesprochen haben. In unserem Land gibt es in den Unternehmen, an den Universitäten, in den hervorragenden deutschen Forschungsstätten wirklich viele Ideen und viele hervorragende Forschungsergebnisse.

Aber wir schaffen es nicht immer so schnell, das Ganze in Produkte umzuwandeln, in Produkte, die am Markt verkaufbar sind und die dann Jobs schaffen. Der entscheidende Punkt ist, dass wir damit mehr Arbeitsplätze in unserem Land erreichen."

In einem Gespräch mit der dpa wird Herr von Pierer an diesem Punkt noch eindeutiger: "Wir müssen von einem Land der Ideen zu einem Land der Taten werden." [3]

Nun: Dann wollen wir mal sehen, wer von diesen 12+1 Aposteln der Innovation am 14. Juni 2006 mit von der Partie sein wird, wenn sich die deutsche Forschung vor einem internationalen Publikum mit zwei Spitzenprodukten präsentieren wird, die aus einem Bereich kommen, der in diesem Rat dem ersten Anschein nach kaum repräsentiert ist: den der digitalen und zunehmend mobilen Medien.