Medien-Um-Brüche

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 5. Juni 2006 um 16 Uhr 59 Minuten

 

dpa DARMSTADT: Einen Tag nach der Freigabe der Fusion von T-Online auf den Mutterkonzern Telekom durch den Bundesgerichtshof hat T-Online-Vorstandschef Rainer Beaujean sein Amt niedergelegt. Im gegenseitigen Einvernehmen scheide er mit sofortiger Wirkung aus dem Konzern aus, teilte T-Online mit.
So veröffentlicht in der
Online-Ausgabe des HANDELSBLATTs vom Freitag, den 02. Juni 2006, 10:56 Uhr

BERLINER ZEITUNG: Am 31. Mai 2006 wurde das Fernsehmuseum am Potsdamer Platz eröffnet.
Dazu schreibt der "Leute"-Reporter und Vodafone-Nutzer Andreas Kurtz auf der Seite 28 des Lokalteils unter der Überschrift Sollen Hunde fernsehen?

Das wurde aber auch wirklich Zeit! Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot, hat es endlich ins Museum geschafft. Nicht als Besucher, sondern als Eröffnungsredner am Mittwochabend im neuen Fernsehmuseum im Filmhaus am Potsdamer Platz. Womit gewürdigt wird, was er in seinen von der grünen Couch aus moderierten Sendungen nicht nur behauptet, sondern auch bewiesen hat. Zum Beispiel: "Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen!"

In der Festrede erzählte er, dass das Fernsehgerät in seinem Haus anfangs vor den TV-kritisch eingestellten intellektuellen Radiofreunden des Bekanntenkreises versteckt wurde: "Wir haben den Apparat in das Kasperletheater unserer Kinder eingebaut und den Vorhang nur aufgezogen, wenn wir uns unbeobachtet gefühlt haben." Loriot stellte in seiner Festrede eine Frage, die bisher sträflich vernachlässigt wurde: "Sollen Hunde fernsehen?" Und warnte: "Ein Wilmersdorfer Polizeihund litt nach der Übertragung einer Bundestagsdebatte unter Schwerhörigkeit und Schluckauf." Einen bangen Wunsch teilte Loriot mit vielen im Saal: "Hoffentlich versäumen wir jetzt nichts im Fernsehen!" Neben Loriot waren herausragende Figuren der TV-Geschichte zur Eröffnung gekommen, darunter Helmut Lange ("Salto Mortale") und Alfred Biolek ("Alfredissimo"), der am Rande bekannte: "Ich kucke seit Jahren kein Fernsehen mehr. Die beste Zeit war die vor Erfindung der Fernbedienung."

Und am zuvor - so der gleiche Bericht - habe es
in einem 390 Quadratmeter großen Loft in Wedding einen Blick in die Zukunft des Fernsehens gegeben.
Hier habe der Mobilfunkprovider Debitel mit 200 Gästen den Start des Handy-Fernsehens in Deutschland gefeiert.

Wer mehr über die an diesem Abend anwesenden Stars und Sternchen erfahren will, der möge auf der oben zitierten Zeitungsseite weiterlesen.

Wer sich dagegen für das neue debitel-Angebot interessiert und über einen mit "Flash" ausgestatteten Rechner verfügt, dem sei eine Besuch auf der
debitel.de/tv-microsite anempfohlen.

Wer mehr über diese Europa-Premiere nachlesen will, der schaue auf die Meldung Das echte Mobile Fernsehen startet .

Schon einmal in Berlin, wurde das gleiche Thema sogleich auch im Rahmen der Public Private Partnership Initiative D21 vor- und zur Diskussion gestellt, unter Beteiligung von:
- Dr. Alexander Tettenborn, Referatsleiter Medienwirtschaft, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
- Dr. Hans Hege, Direktor der Landesmedienanstalt Berlin Brandenburg
- Dr. Christian Friege, Chief Customer Officer, debitel AG
- Henrik Rinnert, Geschäftsführer, Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH
- Robert Fahle, Leiter Mobile Media, RTL Interactive
- Jochen Hertle, Director New Business Development, Vodafone Deutschland GmbH
- Kai Fröse, Business Manager Mobile TV, Nokia GmbH

Mindestens ebenso spannend wie diese Vortrags- und Diskussionsveranstaltung aber war natürlich die Verlosung von zwei der oben abgebildeten Empfangsgeräten der Firma Samsung [1], das anschließende Get together und vor allem der "Absacker" in der Paris Bar: Dort lagen gleich zwei betriebsbereite Geräte auf dem Tisch - und machten alsbald die Runde bei den Nachbartischen. Wäre auch der Insolvenzverwalter dieses Etablissements anwesend gewesen, vielleicht hätte man auch ihm eines schenken sollen?!

Womit wir sogleich beim nächsten Thema wären:
Nach der Paris-Bar an der Kantstraße und dem Goya am Nollendorfplatz hat es jetzt einen weiteren prominenten Mitesser am Unterhaltungskuchen der Hauptstadt erwischt: das Imax-Kino bei DaimlerChrysler am Potsdamer Platz. [2]
Wie die hier bereits zitierte BERLINER ZEITUNG unter der Überschrift
Der Nächste, bitte am 27. Mai dieses Jahres vermeldet hatte, schliesst die "Big Screen Cinema GmbH" am 31. Juli 2006 ihr Haus.

Sechstausend Stück sollen in diesem Jahr davon verkauft werden: An diesem Abend hätten in diesem Restaurant schon die ersten Vertragsgeräte einen neuen Eigentümer finden können: bei Casch & Curry.

Anmerkungen

[1Wenngleich auch ohne Chipcarte, so dass den Gewinnern nicht einmal eine "Schnupperstunde" vergönnt war

[2Genau dort, wo wir einst während der Planungen zu diesem Gebäude gerne auch das eigene Büro aufgebaut und dieses mit einem Hubschrauberlandeplatz auf "unserem" Dach finanziert hätten ...


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