Nur Lebende erleben den Tod als Sieger

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 22. November 2006 um 10 Uhr 45 Minuten

 

“MASH,” “Nashville,” “The Player,” “Short Cuts” “Gosford Park” - für insgesamt fünf Produktionen wurde Robert Altman für den Academy Award nominiert. Erhalten hat er ihn - zuletzt - und stattdessen - für sein Lebenswerk.

Schon von den Folgen seiner Krebserkrankung gezeichnet und doch ohne Bereitschaft, von sich aus aufhören zu wollen, hat der Achtzigjährige den Film “A Prairie Home Companion” fertigstellen und in diesem Jahr 2006 auf der Berlinale vorführen können.

“Bob’s restless spirit has moved on,” so wird Meryl Streep in der Los Angeles Times zitiert, “I have to say, when I spoke with him last week, he seemed impatient for the future. He still had the generous, optimistic appetite for the next thing, and we planned the next film laughing in anticipation of the laughs we’d have.”

Es ist erschreckend und ermutigend zugleich zu hören und zu erleben, wie das unendlich unbekannte Universum der Zukunft mehr Mut machen kann als die Unbill der Gegenwart. Und doch bleibt der Tod immer ein Sieg über das Leben - für uns zumindest, die noch Lebenden.

Seine gezeigten Filme dagegen werden zu einem Sieg über die Zeit, wenn wir uns die Zeit nehmen, den Tempi der im Kino gezeigten Zeitläuften zuzuhören - und auf der Leinwand mit den eigenen Augen beizuwohnen.

This photo was taken by my colleague Mark Forman,
Mark Forman Productions, Corp. in NYC, NY 10011 in his screening room office after Bob was reviewing his HDCAM Film "The Company" in 2003.

Thank you, Mark, for sharing this memory with us.