Wer suchet, der findet - was Anderes

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 4. Dezember 2006 um 12 Uhr 51 Minuten

 

Von wegen: Recherche.

Heute soll einem aktuellen Beitrag aus der FAZ über ein Projekt eines Max Planck Institutes in Berlin auf die Spur gekommen werden - was letztendlich erst nach mancherlei hier dokumentierten Umwegen gelingt.

Zunächst nämlich werden - nach und nach - die folgenden Seiten aufgerufen und aus der "Recherche" wird ein fröhlich assoziierendes Abschweifen, was hier einmal mit einigen ausgewählten "Ergebnissen" vorgeführt wird.

Ob allerdings damit auch solche Umwege wirklich zielführend sind, soll dabei durchaus offen gelassen werden. Vielleicht ist es nur eine kursorische Illustration des Satzes, der Weg sei das Ziel...

Altersforschung an der Universität Frankfurt / Main

Forscher aus aller Welt werden nach Sigapur abgeworben.

Unter die Decke gegangen - Kunst obsiegt der Kohle.

Denken ist Glücksache - Prgrammieren auch? Kramnik gegen Deep Fritz.

Denken hilft: "Wer viel unternimmt, soziale Kontakte pflegt und seinen Geist fordert, baut nicht so schnell ab wie andere."

Und: Gefunden: Personen mit einem höheren Maß an sozialer Teilhabe zeigten im Laufe der acht Jahre einen geringeren Verlust an kognitiver Leistungsfähigkeit als Personen mit einem niedrigeren Ausmaß an sozialer Teilhabe. [...] Die schützende Funktion hoher sozialer Teilhabe besteht vermutlich in ihrer stimulierenden Wirkung auf Gehirn und Verhalten. Sehr niedrige soziale Teilhabe könnte hingegen mit Stress und Depressivität assoziiert sein.

Und als besonders überraschendes Plus in Sachen Auffälligkeit (wir haben es ja schon immer gewusst...): Schüler, die in Klasse 7 häufig den Unterricht störten, nahmen drei Jahre eine stärkere Akzeptanz bei den Klassenkameraden wahr. Die Befunde deuten an, dass sich Problemverhalten positiv auf Selbstbewertung sowie den Status in der Klassengemeinschaft auswirken kann. "In der Subkultur der Jugendlichen steigert die Missachtung des Lehrers oder das Stören eines langweiligen Unterrichtes das Prestige" [...].

Dieses Statement wiederum verweist auf einen anderen Aspekt des Selbst-Mörders an der Schule von Emsdetten: seine Tat mag für viele unbegreiflich bleiben. Nicht mehr auszulöschen sind dagegen die Spuren seines Wirkens im Netz.


Nachtrag: Zu guter Letzt: stellt sich dann heraus, dass der gesuchte Beitrag "Härtetest für Ältere" auf der Seite 44 der FAZ vom 29. November zu finden ist - aber nicht online, nicht einmal gegen Gebühr.

Wie gut, dass der "Trigger-Text" dazu zumindest schon auf der
Seite 1 abgedruckt und damit abgebildet worden ist.

Notwendiger Nachtrag zum "Nachtrag":

Abends doch tatsächlich nochmals aus dem Buero gegangen und die FAZ dieses Tages gekauft. Und dann die Seite 44 aufgesucht, aufgeschlagen und - siehe da: der hier abgebildete Beitrag über den Holzmichel ist der Gesuchte.

Bittere - und selbstkritische Frage - warum der Bezug zwischen dem Trigger-Text auf Seite 1 und dem ordentlich verlinkten Text auf Seite 44 nicht erkannt worden ist:
Fehlte es an der "konnotativen Referenz" oder lag es an dem schon fortgeschrittenen Alter des Recherchierenden?


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