Bericht aus dem Konsulat

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 25. Februar 2007 um 22 Uhr 11 Minuten

 

Dieser Beitrag entsteht im Warteraum des US-Konsulates in Berlin. [1]

Und es geht, wie immer, um das wichtigste Ereignis dieses Tages. Und das ist - zweifelsohne - die Neuausstellung des Journalistenvisums fuer die naechsten 5 Jahre.

Viele der KollegInnen sind der Meinung, dass es genuegen wuerde, mit einem Touristenvisum im Rahmen des Visa Waiver Programs in die USA zu fliegen und dann dort vor Ort ihren Job zu machen. Schliesslich, so sagen sie, wuerden sie ja nicht von einer US-Firma bezahlt.

So weit, so gut? Ihnen sei dringend empfohlen, sich die Einreisebedingungen und Kriterien fuer die Erteilung eines I-Visums nochmal genauer anzusehen und dann selber zu entscheiden.

Dass eine solches Ansuchen nur auf Termin erst nach sorgfaeltiger Zusammenstellung aller Unterlagen moeglich ist, muss dabei in Kauf genommen werden. Aber dass der Visa Information Live Service unter der Rufnummer 0900 1-850055 mit einem Betrag von EUR 1.86/min zu Buche schlaegt, das ist heftig. [2]

Der Vorteil, dass diese Nummer europaweit Geltung habe, ist aus Sicht der Ratsuchenden kaum als ökonomisch relevantes Argument nachzuvollziehen. Aber - wie aus "gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen" zu hören war - es könne noch im Verlauf diesen Jahres mit einer Veränderung an diesem Punkte gerechnet werden.

We’ll wait’n see: seeing is believing.


Nachtrag vom 22. Februar 2007:
Für diesen Tag ist ein Beitrag in der Sendung Panorama vom Norddeutschen Rundfunk vorgesehen. Mehr dazu auf der Webseite von "Das Erste" unter dem folgenden Titel:
Urlaub in der Einzelzelle - Wie US-Behörden deutsche Touristen schikanieren.

Anmerkungen

[1Thanks to OpenNet+ DEPARTMENT OF STATE

[2Aber selbst diese Kosten - und das ist keine Entschuldigung fuer diese zu hohe Gebuehr - sind immer noch geringer als jene die anfallen wuerden, wenn man bei der Einreise abgewiesen und gezwungen werden wuerde, mit dem naechsten Flieger wieder die Heimreise antreten zu muessen.