CinExpo (II)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 15. Juli 2007 um 19 Uhr 33 Minuten

 

CINEMA EXPO INTERNATIONAL 2007
SCHEDULE OF EVENTS

07.30-08.00 Continental Breakfast (Forum Lounge)
Sponsor: Sony Professional Solutions Europe
Your Hosts: Mark Clowes, Marketing Manager
Eric Siereveld, Director, Digital Cinema

08.00-09.00 Special Presentation & Demonstration (Forum Room)
“Cine Alta 4K - Redefining The Digital Cinema Experience”
Presented by: Sony Professional Solutions Europe

09.15-10.30 The Coca-Cola Cinema Business
Development Seminar (Forum Room)
“Staff Turnover - What is the Real Cost?”
Presented by: Barry Jones, Director, Int’l Cinema, Global Customer &
Commercial Leadership, Europe, The Coca-Cola
Company
Sarah Girling, Director, The Blue Stocking
Partnership Ltd.

10.45-12.30 Screening (RAI Auditorium)
Sony Pictures Releasing International’s
“Surf’s Up”
(A Digital Cinema Presentation using Sony Professional
Solutions Europe Cine Alta 4K Projection Technology)

12.30-14.00 Tuesday Luncheon (RAI Beach and Terrace Area)
Sponsors: IMAX Corporation;
Deluxe Europe
Your Hosts: Brad Wechsler, Co-Chairman & Co-CEO, IMAX Corp.
Greg Foster, President & Chairman, Filmed
Entertainment, IMAX Corp.
Larry O’Reilly, EVP, Theatre Development, IMAX Corp.
Ken Biggins, Managing Director, Deluxe Europe
Maurizia Graziosi, Managing Director, Deluxe Italia
Steve Bergman, EVP & General Manager, Deluxe
Digital Media

14.00 - 17.30 Cinema Expo Trade Show (Hollandhal #11)

17.30 Twentieth Century Fox International Invites
You to an Evening of Film and Fun
Your Hosts: Paul Hanneman, Co-President
Tomas Jegeus, Co-President
Christian Grass, EVP, EMEA

17.30 Fox Product Presentation (RAI Auditorium)

19.00 The Simpsons Springfield Schmooze-a-rama (Westhal #3)

Join us at Moe’s Tavern for a Duff Beer,
or Grab a Bite at Krusty Burger

21.00 Screening
Twentieth Century Fox International’s
“Die Hard 4.0”
(A Digital Cinema Presentation using DLP Cinema®
Projection Technology Manufactured by Barco with a
server provided by Doremi)


„Filmreif“

Auch wenn wir uns alle miteinander verpflichtet haben, nichts vorzeitig über die hier als Preview gezeigten Filme zu veröffentlichen, so wird doch kein Staatsgeheimnis verraten, dass am Abend dieses Tages ein Film zu sehen war, in dem – einmal mehr – die Zunft der US-amerikanischen Nation auf dem Spiele steht.

In „Die Hard 4.0“ – wahrlich ein Titel der Achtziger Jahre [1] – muss Bruce Willis herhalten, um sich jenen Bösewichtern zur Wehr zu setzen, die das Land zum Zusammenbruch bringen und ausrauben wollen: mittels gezielter Computer-Attacken. Auf die Wiedergabe der Details der Handlung kann getrost verzichtet werden – es gibt sie nicht. [2] Auch dass er nicht in der Lage ist, im Kampf der Geschlechter zu obsiegen – weder seiner geschiedenen Frau, deren gemeinsame Tochter sich wieder den Mädchennamen ihrer Mutter – Gennaro – angeeignet hat, noch seiner Gegnerin Mai Linh, die rechte Hand und Geliebte des Bösewichtes – macht den Kohl auch nicht fett. Und dass die Crew der Bösen unter der Führung eines gewissen Thomas Gabriel nicht nur brutal sind, sondern auch intelligent und französisch sprechen – anstatt arabisch oder russisch – auch nicht.

Das ganze Szenario besteht aus einem mehrstufigen Angriffs- und Vernichtungsmodell: mittels EDV-Hacker-Eingriffe in die Steuersysteme können die Bösen die Börse lahm und ganze Verkehrssysteme ausser Kraft setzen. Und dann werden die Guten – Willis wurde für diesen Film der Hobby-Hacker Matt Farrell zur Seite gestellt, der ihm am Schluss sogar das Leben rettet – in der Mitte eines Verkehrstunnels dadurch in Lebensgefahr gebracht, dass man die Verkehrsströme aus den beiden entgegengesetzten Seiten der Tunnelröhre auf sie zurasen lässt.

Schlussendlich bedarf es aber dann doch nach all den EDV-Hacks des direkten persönlichen Eingriffs der Bösen, um – als FBI-Agenten verkleidet – eine der grössten Stromversorgungseinrichtungen unter die eigene Gewalt zu bringen um so auch die US-amerikanischen Strom-Netze im Osten des Landes nach Belieben abschalten zu können. – Und das den Film beschliessende Glück unseres – ja einst in Deutschland geborenen - Helden besteht darin, dass seine von ihm gerettete Tochter Lucy letztendlich doch wieder mit seinem Nachnamen weiterzuleben gedenkt.

Gegenstand dieses Eintrags ist denn auch nicht so sehr die Geschichte dieses Film selber – hierzu wird es alsbald an allen Orten genügend zu lesen und um die Ohren geben – sondern die Erzählung dessen, was danach geschah.

Zurückgekehrt in die zu diesem Zeitpunkt leer stehende Wohnung war es der feste Vorsatz, das Erlebte sogleich dennoch schriftlich festhalten und für eine spätere Publikation kommentieren zu wollen. In diesem Neubau-Haus im Osten Amsterdams gab es nicht nur Strom, sondern auch einen „Airport“ Internetzugang. So wurde nach der Rückkehr der Rechner zunächst dafür eingesetzt, um auf dem Gerät die Texte niederzuschreiben. Und dann, so das Ziel, sollten diese auch sogleich Online gestellt werden. Das sich das MAC-W-Lan-Netz aber nicht so einfach für einen Windows-Rechner nutzen lies, wurde stattdessen ein Kat-5-Kabel gesucht um den Rechner auf diese Weise ans Netz zu hängen, und gefunden.

Gedacht, Getan. Mit dem Ergebnis, dass in dem Moment, als eine Verbindung zustande kam, sich das Stromnetz des gesamten Hauses verabschiedete, es einen Knall tat und das Ganze Haus im Dunkel lag: Plötzlich erleuchtete nur noch der Bildschirm des eigenen die in vollständiges Dunkel getauchte Szenerie.

Was auch immer diesen Zustand ausgelöst haben mochte und trotzt der Verlustes des aktuell verfassten Textes … wurde dieses durchaus schreckenerregende Ereignis doch von einem gewissen hintergründigen Gelächter über eine solche Koinzidenz von Film-Welt und Wirklichkeit irgendwie aufgehellt: in der Wirklichkeit des eigenen Erlebens wurde plötzlich der im Film spannungsgeladene Zusammenhang zwischen der Nutzung eines mobilen Computers und der daraus resultieren Abschaltung des Stromes auf eine ganz und gar nicht vorhersehbare Weise Wirklichkeit… Sache gibt’s – die gibt’s gar nicht. Und dann erlebt man den Abklatsch des Film-Erlebnisses doch ganz real nach.

PS. Bleibt noch nachzutragen, dass am Folgetag, drei neue Netzgeräte ihren Dienst an diesem Rechner versagten, eine vorzeitige Rückreise nach Deutschland angesagt war und dort, direkt gegenüber dem Büro, in einem Laptop-Spezial-Geschäft zwei andere Netzteile angehängt wurden – die beide auf Anhieb funktionierten. Verstehe das - wer Willis.

Anmerkungen

[1Der erste Film wurde – wenn die Infos so korrekt sind, am 10. November 1988 in Deutschland gestartet, also vor fast 20 Jahren…

[2Wer sie dennoch gerne nachlesen will, HIER - bitteschön.


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