No Show: Cloud out of the Box

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 30. November 2012 um 18 Uhr 01 Minuten

 

0.

Sehr geehrter Herr Siegert,
wir laden Sie herzlich ein zu unserem Pressetag Cloud Computing am
Freitag, 30. November 2012 von 10:00 bis 14:00 Uhr
Deutsche Telekom AG
Landgrabenweg 151, Forum
53227 Bonn
Unter dem Motto „Cloud für alle“ - Privatkunden, Mittelständler und Großkunden - haben wir Ihnen auf der CeBIT 2012 die Relevanz von Cloud Diensten für die Telekom vorgestellt. Welche Cloud-Lösungen wir heute schon im Angebote haben und warum die Telekom auch zukünftig stark auf die Cloud setzt, wird Ihnen Dirk Backofen, verantwortlich für das Cloud-Geschäft bei der Deutschen Telekom, erläutern. Als Gast aus dem Silicon Valley begrüßen wir Dan Levin, Chief Operating Officer des erfolgreichen Start-ups Box.
Die Entwicklung des Business Marketplace für den Mittelstand, neue Partner für Cloud-Angebote, wie man Server-Kapazitäten per Knopfdruck bucht oder sich mit Hilfe des elektronischen Personalausweises sicher in der Cloud bewegt, oder das geplante “Cloudbook“ werden das Leben und Arbeiten verändern. Erleben Sie diese Lösungen live und diskutieren Sie mit unseren Cloud-Experten: Frank Strecker, Leiter Cloud Computing bei T-Systems, Phil Zamani, Leiter Cloud Services der Digital Business Unit und Ingo Hofacker, Leiter Marketing Privatkunden.

1.

Dass diese Veranstaltung schon für 10 Uhr in Bonn angesetzt ist, ist allerdings eine Herausforderung. Wer aus Berlin kommend an diesem Tag pünktlich dabei sein will, darf sich bereits um 4 Uhr in den Zug setzen.

Allerdings wird es spannend sein zu erfahren, wie die unterschiedlichen US-Rahmenbedingungen und die jetzt von der Telekom in Deutschland vorbereiteten Angebote zusammenkommen werden. [1]

2.

Das dieses nicht ganz unproblematisch ist, hat am 9. November 2012 der CeBIT-Blogger Bernd Nussbaum in seinem Artikel - pardon: Beitrag - Mit Sicherheit durch Cloud und Social Media einmal mehr aufgezeigt und auf die hilfreichen Publikationen des BITKOM

Leitfaden Social Media, 2. Auflage

 [2], vor allem aber des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie des Vereins Initiative iRights hingewiesen, deren - Cloud - Link auch an dieser Stelle nochmals vorgestellt werden soll: http://cloud.irights.info/.

Gut ist, dass sich das Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie dieses Themas des Trusted Cloud seit 2010 angenommen hat: ausgewählte Projekte wurden schon auf der CeBIT 2011 vorgestellt. Und am 8. und 9. November wurde dieses Thema im Rahmen des Jahreskongresses Trusted Cloud 2012 fortgeschrieben. [3]

3.

Gut ist, dass die CeBIT den einmal mit dem Thema "Managing Trust" aufgewiesenen Pfad der Tugend nicht verlässt, sondern auch schon in der vorläufigen Agenda für das Jahr 2013 sichtbar wird, dass das Cloud-Thema nach wie vor von einer dominierenden Bedeutung sein - und bleiben wird. Keinem anderen Thema wird voraussichtlich auch in 2013 wohl so viel Zeit-Raum zur Verfügung gestellt werden.

Erfreulich im Zusammenhang mit diesen Ankündigungen auch, dass das Thema der CeBIT-Interviews aus den Jahre 2010
- Interviews (Deutsch)
- Interviews (English)
und 2011
- Après CeBIT Interviews (Deutsch)
- Après CeBIT: Interviews (English)
inzwischen nicht nur 2012 bei
- Thomas Pigor
sondern 2013 auch in dem Agenda-Themen-Titel "Beyond Digital" seinen Niederschlag gefunden haben wird. [4] [5]

Und gut ist schliesslich, das in diesem Zusammenhang nicht nur die Kontakte in die USA weiter gepflegt und ausgebaut werden, sondern auch in die Volksrepublik China.

4.

Wie aus den Beiträgen der zwei vorausgegangenen Tage [6] zu erfahren war, war eine persönliche Teilnahme trotz aller Vorbereitungen nicht möglich.
Dieses dem Veranstalter mitgeteilt, führte aber nicht dazu, per Streaming oder Konferenzschalte teilnehmen zu können oder noch einen Slot für ein Interview zu erhalten [7].

5.

So bleibt zum Ende dieses Textes nichts anderes übrig, als eine zweite Presseerklärung zu zitieren - wohl oder übel:

Mit neuen Partnerschaften baut die Telekom ihre Cloud-Dienste für Konzerne, Mittelstand und Privatkunden weiter aus. Wichtiger Baustein ist die Zusammenarbeit mit Partnern wie Box und Microsoft. Die Telekom bietet über ihren Marktplatz für den Mittelstand Box Business an, die führende Lösung für Zusammenarbeit in Teams, und ab sofort auch Microsoft Office 365. Damit arbeiten Mitarbeiter einfach und sicher über verschiedene Geräte wie PC und Smartphone zusammen. Sie speichern ihre Daten in der Cloud und haben so von überall aus und jederzeit Zugang zu E-Mails, Dokumenten, Kalendern und können Webkonferenzen per Mausklick starten. „Sichere Cloud-Lösungen sind wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie für mehr Wachstum“, so Dirk Backofen, bei der Telekom für das Cloud-Geschäft verantwortlich. „In Sachen Cloud ist die Tendenz klar: Nach dem reinen Speichern von Daten in der Cloud geht der Trend nun in Richtung Zusammenarbeit. Die Cloud verbindet Menschen.“ Vorteil für die Kunden ist, dass die Telekom die volle Ende-zu-Ende Verantwortung für Cloud-Dienste anbietet und alles aus einer Hand mitbringt: Bandbreite, Speicherplatz und Rechenleistung, Anwendungen, Partnerexpertise, Unabhängigkeit von Betriebssystemen und hohe Sicherheit. Cloud-Dienste sind für die Telekom ein wichtiger Baustein, um in den kommenden Jahren Umsätze in neuen Bereichen zu erwirtschaften.

Business Marketplace
Seit Mitte des Jahres profitieren kleine und mittelständische Unternehmen vom Business Marketplace. Bereits 7.500 Kunden haben sich auf der Plattform der Telekom registriert. Hier können sie einfach, preiswert und ohne zusätzliche IT-Ressourcen Cloud-Services abrufen, zum Beispiel Buchhaltung, Speicherplatz oder Videokonferenzen. Insgesamt stehen bereits über 20 Lösungen zur Verfügung. „Bis zur CeBIT planen wir 40 Angebote für den Mittelstand zu haben. Dabei geht es uns darum, den Kunden ein wirklich qualifiziertes und vorab getestetes Angebot zu machen“, erklärt Backofen. „Erfolgreichstes Produkt bisher ist iMeet, der Online-Meetingraum aus der Cloud. Hier können sich bis zu 15 Mitarbeiter virtuell treffen und so arbeiten, als säßen sie im selben Büro.“ Die Telekom plant, den Marktplatz auch in weiteren Märkten zu starten.

Erfolgreiches Partner Konzept
Die Zusammenarbeit mit Partnern steht auch bei den Cloud-Services für den Marktplatz im Fokus. Über Partnerschaften - sowohl mit globalen Konzernen als auch mit Startups – bietet die Telekom ihren Kunden innovative Lösungen an. Die Business-Lösung von Box stellt besonders kleinen und mittleren Unternehmen eine Cloud-Anwendung für sichere Zusammenarbeit und das Teilen von Dokumenten zur Verfügung. Weltweit nutzen mehr als 14 Millionen Mitarbeiter in 140.000 Unternehmen die Lösung von Box, darunter 92 Prozent der Fortune-500-Unternehmen.

Ab sofort ist auch Office 365 von Microsoft über den Business Marketplace buchbar. Office 365 bietet aus der Cloud SharePoint Online, Exchange Online und Lync Online. Hinzukommen die Web-Varianten von Word, PowerPoint, Excel und OneNote. Alle Lösungen sind einfach und sicher zu verwalten. Jeder Nutzer kann die Lösungen auf all seinen Geräten, egal ob Notebook, Tablet oder Smartphone nutzen – und das unabhängig von Hersteller und Betriebssystem. Die Cloud-Dienste werden je nach Paket ab 3,25 Euro pro Monat und Mitarbeiter angeboten. Der Vorteil für den Kunden liegt, wie bei allen Cloud-Lösungen des Telekom-Marktplatzes, in den klar vorhersehbaren monatlichen Ausgaben, ohne dass eigene Infrastrukturkosten anfallen. „Die Telekom und Microsoft haben eine globale Vereinbarung über die Vermarktung von Cloud-Lösungen für den Mittelstand getroffen“, so Dirk Backofen. „Der Marktstart in Deutschland ist erst der Anfang, wir werden ab 2013 in weiteren Märkten zusammen arbeiten.“ „Die Erweiterung unserer gemeinsamen Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom ist ein wichtiger Schritt, den Erfolg von Office 365 weiter auszubauen“, erklärt Arnd Hungerberg, Client Director bei Microsoft und verantwortlich für das weltweite Partner-Geschäft mit der Deutschen Telekom. „Die Kunden haben nun die besten Office Dienste in einem Paket, das über die Telekom erhältlich ist und können das Angebot kostenlos testen. Zudem erfolgt die Abrechnung von Office 365 über die Rechnung der Telekom. Das verbessert so die Übersicht über die monatlichen Aufwendungen und bringt bessere Planungssicherheit für den Geschäftskunden.“

Großkunden setzen auf Collaboration aus der Cloud
Wenn es um hoch gesicherte Cloud-Lösungen für Großunternehmen geht, ist die Telekom inzwischen der größte Anbieter weltweit für Zusammenarbeit (Collaboration) aus der so genannten Private Cloud. Rund 300.000 Nutzer tauschen sich bereits über Microsoft Exchange, Sharepoint und Lync in der Wolke aus und bearbeiten gemeinsam Dokumente. Beim Energiekonzern BP etwa können über 83.000 BP-Mitarbeiter rund um den Globus mit mobilen Geräten oder per Festnetz jederzeit und überall auf ihre gewohnten Kommunikationsdienste zugreifen.

Darüber hinaus verzeichnet T-Systems, die Großkundensparte der Telekom, ein anhaltende Nachfrage nach SAP-Lösungen aus der Cloud. Den Trend bestätigt eine Umfrage des Branchenverbands BITKOM, wonach 66 Prozent der befragten Firmen Cloud Computing als wichtigste Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik nannten. Um die steigende Nachfrage nach Cloud-Lösungen bedienen zu können, baut die Telekom in Biere (Sachsen-Anhalt) das größte deutsche Rechenzentrum, für das vor einem Monat der Grundstein gelegt wurde. Biere ist als Hochsicherheits-Rechenzentrum konzipiert und wird das weltweit 90. Rechenzentrum der Telekom.

Das sichere Zuhause für alle persönlichen Daten
Auch das Cloud-Angebot für Privatkunden hat die Telekom 2012 umfassend erneuert und erweitert. Alle Kunden der Telekom können mit „Mail & Cloud“ verschiedene Cloud-Optionen ganz nach ihrem persönlichen Bedarf auswählen. 25 GB stehen nach wie vor jedem Nutzer des Mediencenters kostenlos zur Verfügung. Mehr Leistung mit 50 GB oder sogar 100 GB Speicher sind über Optionen zubuchbar. Die automatische Smartphone-Synchronisation sorgt dafür, dass alle Daten sicher und professionell auf allen Geräten verfügbar sind. Und die neuen Smartphone- und Tablet-optimierten Apps für IOS und Android sorgen für den sicheren Zugriff auf die Daten auch bei der mobilen Nutzung.

Auch Musikdienste aus der Wolke hat die Telekom seit Oktober in ihr Angebot für Privatkunden integriert. Ergebnis der Partnerschaft mit Spotify ist der erste Mobilfunktarif mit der integrierten Spotify Premium Musicflat, die Zugriff auf mehr als 18 Millionen Musiktitel bietet. Ab kommender Woche können Telekom Kunden außerdem die Option Music Streaming für 9,95 Euro zu vielen bestehenden Mobilfunk- und Festnetztarifen hinzu buchen.

Anmerkungen

[1Einen guten Überblick über die anglo-amerikanische Literatur zu diesem Thema findet sich auf www.cloudbook.net/resources/books/all.

[2In der BITKOM-Studie deutlich auf die Aufgaben der eigenen Berufsgruppe verwiesen, die auf Seite 65 als die der "Spectators" qualifiziert wird.

"Spectators lesen unter anderem Blogs, Beiträge und Tweets
in sozialen Netzwerken, hören sich Podcasts an, schauen
Videos und informieren sich in Online-Foren. Insgesamt
ist ihre Social Media-Nutzung sehr auf das Sammeln
beziehungsweise Recherchieren von Information ausgerichtet,
die sie für ihre Business-Aufgaben verwenden.
"

Zu den drei Untergruppen gehören:

"— Die »Netzwerker« – hier handelt es sich um die
Vorstandsebene (C-Level) und Business-Entscheider
in Unternehmen. Die Netzwerker nutzen die sozialen
Medien vor allem für Networking, sind aber auch in
Gruppen der Business-Netzwerke aktiv.
— Die »Informierten« – Entscheidungsvorbereiter, ITProfessionals
sowie eigene Mitarbeiter, die sich informieren,
Wissenstransfer betreiben und auch Wissen
teilen (Sharing).
— Die »Publizisten« – IT-Consultants, »Digital Natives«,
Journalisten und Analysten, die aktiv Beiträge veröffentlichen,
Posts absetzen und Meldungen teilen.
"

Und weiter:

"Die Publizisten prägen und
beeinflussen die öffentliche Meinung zu wichtigen
Themen. Die Informierten sind offen für neue Trends, Entwicklungen
und überzeugende Argumente, die sie in die
Entscheidungsvorbereitung einfließen lassen. Die reinen
Netzwerker wiederum sind der Schlüssel zu geschäftlichem
Erfolg, denn sie treffen letzten Endes die Entscheidungen
und haben die Hoheit über die ICT-Budgets. Der
Zugang zu dieser Gruppe ist aber sehr schwierig, da sie
nur wenig Zeit für Online-Aktivitäten aufbringen können.
Netzwerker lassen sich oft nur indirekt über die Entscheidungsvorbereiter
erreichen.
"

[3Dazu der Bericht von Jan Rähm in Computer und Kommunikation am 10. November 2012 im Deutschlandfunk über Wolkige Geschäfte:

[4In dem Beitrag CeBIT: Ein Blick zurück - aus der Zukunft aus dem Jahr 2010 war u.a. zu lesen:

"Mehr und mehr Bemühungen werden nicht nur dahin gehen, dass die Schnittstellen nicht nur zwischen der "realen" Welt und der der Nerds und Netze gekennzeichnet und geöffnet werden, sondern es wird auch immer mehr darauf ankommen, wie die in jenen digital generierten Welten entstandenen Einsichten und Erfahrungen dazu geeignet sind, auf die "Wirklichkeit" zurückzuwirken."

[5Wie wichtig dieses Thema von Identität und Kontinuität ist, das zeigt aber auch die vor einigen Jahren runderneuerte CeBIT-Webseite selbst und die Unmöglichkeit, die 2010 im Artikel CeBIT: 1986|2010|2035 zitierten Links heute noch abrufen zu können.

[7"... schaffen wir kurzfristig leider nicht"


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