17,98 + 5,99

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 13. Januar 2013 um 11 Uhr 06 Minuten

 

Was kostet der ab dem 1. 1. 2013 fällige neue Rundfunkbeitrag anstelle der bisher bezahlten Rundfunkgebühren?

Für die Wohnung:

Ein Beitrag für alle

Ab 2013 löst der Rundfunkbeitrag die Rundfunkgebühr ab. Das neue Finanzierungsmodell bringt folgende Veränderungen für Bürgerinnen und Bürger:
Einfache Regel: Pro Wohnung ist ein Beitrag zu zahlen – egal wie viele Menschen dort leben und welche Rundfunkgeräte sie haben.

Zeitgemäßes Modell: Der neue Beitrag deckt alle Angebote auf allen Verbreitungswegen ab. Es wird nicht mehr zwischen Radio, Fernseher und Computer unterschieden.

Stabiler Beitrag: Mit 17,98 Euro monatlich bleibt der Rundfunkbeitrag stabil.

Für den PKW:

Zahl der Kraftfahrzeuge:

Auch für betrieblich genutzte Kraftfahrzeuge ist Rundfunkbeitrag zu zahlen. Pro beitragspflichtiger Betriebsstätte ist jedoch ein Fahrzeug frei – unabhängig davon, wo es zugelassen ist.

Für das Büro:

Beschäftige pro Betriebsstätte

Für die Berechnung des Rundfunkbeitrags ist zunächst die Zahl der Betriebsstätten relevant. [...] Ein kleiner Handwerksbetrieb mit nur einer Betriebsstätte und drei Mitarbeitern zum Beispiel gehört in Beitragsstaffel 1 – und zahlt nur ein Drittel des Rundfunkbeitrags: 5,99 Euro pro Monat.

Erfasst werden die sozialversicherungspflichtigen Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie Bedienstete in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis. Nicht mitgerechnet werden: Inhaberin oder Inhaber, Auszubildende und geringfügig Beschäftigte, sogenannte Minijobber. Leiharbeiter sind dem Unternehmen zuzuordnen, das das Personal verleiht. [1]

Summa summarum:

€ 17,98
€ 05,99

€ 23,97


Nachtrag zum Thema Rundfunkbeitrag.

Dieser Artikel wurde noch vor Ende des Jahres 2012 verfasst, an dieser Stelle frühzeitig eingestellt und freigeschaltet.

Aus redaktioneller Sicht war klar, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dieses Thema erst nach dem Beginn des neuen Jahres so richtig hochkochen würde.

Dass dieses dann mit solcher Wucht geschehen würde, haben die ARD-Anstalten und ihre VertreterInnen offensichtlich so nicht erwartet, da sich ihrer Meinung nach sich ja "im Grunde nichts ändern" würde.

Inzwischen aber ist klar, dass diese Rechnung wahrlich ohne den Wirt gemacht wurde.

Hier als Beispiel die - möglicherweise nicht vollständige - Wiedergabe von Links, die auf FOCUS-Online-Publikationen [2] vom letzten bis diesen Samstag verweisen.

Samstag, den 5. Januar 2013 ab 12:04 Uhr:

Widerstand gegen Zwangsabgabe:
So tricksen Sie die Gebühren-Haie von ARD und ZDF aus
 [3]

Samstag, den 5. Januar 2013 ab 14:16 Uhr:
Streit um Zwangsabgabe
Fast Blinde blechen – SWR plant Hörfilme und Untertitel
 [4]

Montag, den 7. Januar 2013 ab 4:05 Uhr:
Faktencheck Zwangsabgabe
Diese Streitpunkte verschweigen ARD und ZDF öffentlich

Donnerstag, den 10. Januar 2013 ab 13:49 Uhr:
500 Prozent Steigerung durch Rundfunkbeitrag
Drogeriekette Rossmann klagt gegen höhere Zwangsabgabe

Donnerstag, den 10. Januar 2013, 18:01 Uhr:
Rundfunkbeitrag in der Kritik
System GEZ: So kommt die Gebühren-Krake an Ihr Geld
 [5]

Donnerstag, den 10. Januar 2013, ab 15:06:
Kalkofe über die neue Zwangsabgabe
„Absolute Unverschämtheit“ von ARD und ZDF

Freitag, den 11. Januar 2013 ab 13:46 Uhr:
Rebellion der Zwangszahler
GEZ-Verweigerer: „Sollen mich ARD und ZDF doch verklagen“

Samstag, den 12. Januar 2013 ab 11:25 Uhr:
„Zwangsabgabe ist rechtswidrig“
FDP: Fußball kann man auch ohne ARD und ZDF sehen

Samstag, 12. Januar 2013, ab 13:47 Uhr:
Wut über umstrittene Zwangsabgabe wächst
„Beim Geld Eintreiben sitzen ARD und ZDF immer in der ersten Reihe“
 [6]

Die Redaktion hat auch einen "Follow-Me"-Anzeiger eingestellt, der auf der Rubrik "Meine Themen" einen Thema-Verfolgungs-Dienst zu den folgenden Stichworten eingerichtet hat: GEZ | Rundfunkbeitrag | Zwangsabgabe.

Ein weiterer Vorteil der Online-Redaktion von FOCUS gegenüber der Print-Ausgabe.

Als Reaktion auf die erste - hier als Link nicht mehr darstellbare - inzwischen veränderte Fassung eines Artikels vom 30. August 2012, der jetzt noch in der Version von 17:43 Uhr unter folgendem Titel einzusehen ist:
GEZ wird zum Rundfunkbeitrag
So verschleudern ARD und ZDF unsere Gebühren

wurde von Seiten der Redaktion folgender Zusatz eingestellt:
"In einer ersten Version des Artikels wurde fälschlicherweise behauptet, dass ARD und ZDF mehr verdienen als die Sender aller anderen Staaten. Zudem beruhten die Angaben zur Altersvorsorge bei ARD und ZDF auf einem veralteten Datenmaterial. Der Wunsch der Erhöhung des Etats um 1,47 Milliarden Euro bezog sich nicht wie zunächst beschrieben auf das Jahr 2013, sondern auf das Jahr 2012. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen."

Noch ärger geht es zu bei Korrekturen, die in Büchern vorgenommen werden müssen.

Hans-Peter Siebenhaar kann einige seiner Aussagen in seinem - dem Titel "Die Unersättlichen: Ein Goldman-Sachs-Banker rechnet ab" nachgeahmten - Buch: "Die Nimmersatten" - Die Wahrheit über das System ARD und ZDF nur dadurch korrigieren, indem der Verlag die entsprechenden Textstellen - insbesonder auf Seite 77 - hat einschwärzen lassen.

Was soll’s: Viel Feind - viel Ehr’. Und da die meisten der ersten 6000 Exemplare bereits verkauft wurden, wird die zweite Auflage halt einige Textstellen weniger zur Lektüre anbieten.

Dennoch bleibt - bei allem ARD&ZDF-Bashing - von Bedeutung, was der Autor im Die Welt-Interview vom 12. Dezember 2012 gesagt hat:

"ARD und ZDF gehören zur DNA der bundesrepublikanischen Gesellschaft. Es gibt in den Reihen der Sender selbstverständlich sehr viele Mitarbeiter, die versuchen, den Rundfunkauftrag sehr ernst zu nehmen.
Doch leider haben die Intendanzen über viele Jahre bürokratische Strukturen geschaffen, die Ideen, Innovation und Effizienz behindern oder gar verhindern. Die Parteien haben über ihre Rundfunk- und Fernsehräte Einfluss auf die Besetzung von Führungspositionen. Deshalb schaffen es nicht immer nur die Besten aufzusteigen.
"

Angeblich soll Geld nicht glücklich machen. Ein gutes Programm... auch nicht?

Anmerkungen

[1Aktiviert man den Beitragsrechner, werden diese Informationen bestätigt:

Ihr Beitrag

Vielen Dank für Ihre Informationen.

Sie haben folgende Angaben gemacht:

Betriebsstätten:1 Beitragspflichtige
Beherbergungseinheiten: Nein
Beitragspflichtige Kfz: 0
Betriebsstätte 1: 0 Beschäftigte ( Staffel 1: 5,99 EUR ).

[2... dessen Print-Mutter, das FOCUS-Magazin in diesen Tagen 20 Jahre alt geworden sein wird

[3Mit Beginn des neuen Jahres, also am 1. Januar 2013 hatte ab 9:03 Uhr die FOCUS-Online-Autorin Lea Hermann wie einen Überblick über die Neuregelung unter der folgenden Überschrift verfasst:
Der neue Rundfunkbeitrag
Zwangsabgabe der GEZ gilt: Was jetzt auf Sie zukommt

Am 4. Januar 2013 ab 5:03 Uhr folgte dann ein Interview mit dem Ernst Elitz:
Ehemaliger Deutschlandradio-Intendant
„ARD und ZDF sollten auf Werbung ganz verzichten“
.

[4Dem geht ein Beitrag vom 19. Dezember 2012 voraus, der ab 1:35 Uhr unter dem folgenden Titel online gestellt wurde:
Heftige Kritik am neuen GEZ-Modell
Auch fast Blinde sollen TV-Gebühr zahlen
.

[5Das ist die aktualisierte Version des Beitrags vom 10. Januar 2013, der ab 6:15 Uhr unter folgendem Titel veröffentlicht worden war:
Debatte um Rundfunkbeitrag:
Abbuchungschaos bei der neuen Zwangsabgabe

[6Auf der Hompage wird dieser Artikel angekündigt mit der Zeile:
Widerstand gegen Zwangsabgabe
Lammert: "Gebührenzahler finanziert Traumgehälter"


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