Software (er)schlägt Hardware

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 5. Mai 2013 um 16 Uhr 46 Minuten

 

Es geht um etwas eigentlich banales: Das Einrichten eines neuen Windows 7 Pro 64 bit Clients.

In diesem Zusammenhang ist es zunächst positiv und als solches bemerkenswert, dass es in vielen Fällen heute gelingt, die Treber für extern angeschlossene Geräte automatisch zu finden:
Wie zum Beispiel für einen Fritz_WLAN_USB-Dongle...
... oder hier diesen LG GSA 5169D DVD Brenner.

Aber wehe, das System findet Nichts automatisch.

Dann bedeutet dieses zumeist, dass sich auch per Hand nichts finden lässt.

Wie hier die Treiber für eines der teuersten Plantronics Headsets, das DSP 400:

Aber die Firma bietet immerhin Werktags ab 9:00 Uhr einen kostenfreien technischen Service an. Und man kann zu Beginn des Gesprächs ansagen, ob man einer Aufzeichnung des Gesprächs zustimmt oder nicht.

Dort angerufen ist die Antwort eindeutig. Das hier in Frage stehende Gerät gehöre schon zu der älteren Version aus der DSP 400er Serie. Und dafür gäbe es für das hier zum Einsatz gebrachte Betriebssystem keine entsprechenden USB-Treiber mehr. [1]

PS.

Hier gleich noch ein weiteres jener Gerät, das weder unter Windows 7 noch mit 64bit Betriebssystemen läuft: die NOVA-USB-t-Box von Hauppauge:

"Eine Verwendung unter Windows Vista, Windows 7, Windows 8 oder mit 64-Bit Betriebssystemen ist nicht möglich."

End-of-Life: Software (er)schlägt Hardware. [2]

PS.

Damit ist die Diskussion um die ewig brennende Glühbirne endgültig obsolet. Erfunden von Adolphe Chaillet wurde sie ab dem 1895 von der Firma Shelby Electric mit dem Attribut: "Longest Life" auch wirklich auf den Markt gebracht.
Angeblich soll eine von diesen Birnen in einer Feuerwache in der Nähe von San Francisco noch bis heute ihren Dienst tun und als das "ewige Licht" im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet worden sein.
Inzwischen gut dokumentiert ist ein Kartell von Glühbirnenherstellern aus dem Jahre 1924. Die Beteiligten gaben sich den Namen Phoebus, der Leuchtende. Dort ging man soweit, Strafen an jene Mitglieder zu verhängen, deren verkaufte Lampen länger glühten. Das waren damals im Schnitt um die 2.000 Stunden. Die neue Norm dagegen war eine maximale Laufzeit von 1.000 Stunden.
Zu diesen Kartellmitgliedern gehört auch der US-Konzern General Electric, der schliesslich Shelby Electric kauft und in der Folge dafür sorgen kann, dass deren Produkt mit einem so langlebigen Glühfaden nicht mehr länger auf dem Markt bleibt.
im Jahr 1942 kommt es dann zu einer sosgenannte Obsoleszenz-Klage der US-Regierung gegen General Electric.

Heute kann dieses Problem auf auf Initiative jeder Einzelfirma gelöst werden: In dem man die Laufzeit der Geräte an die Laufzeit der Version eines Betriebssystems bindet.

Anmerkungen

[1PS.: Mit einigem Geschick kann man allerdings dafür sorgen, dass dieses Headset dann dennoch seinen Dienst mit den Windows-eigenen USB-Treibern tut - wenngleich auch mit deutlich eingeschränkten Funktionsumfang. WS.

[2Diese Foto ist ein Zitat von der Phonearena-Seite mit der Nachricht über das funktionale Ende des Samsung-Epic und des HTC-Evo-Headphones.


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