Oldies ohne Updates

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 8. September 2013 um 12 Uhr 10 Minuten

 

Nachdem kein Jahr vergeht, in dem nicht ein neues Mobiltelefon "angesagt" ist - die iPhone’s und Galaxy’s mit immer neuen Endnummern eskalieren - hier die öffentlich gemachte Entscheidung, zunächst mit zwei Mobiltelefonen weiterzuarbeiten, deren Betriebssysteme beide nicht mehr am Markt sind.

Und die möglicherweise gerade deshalb den grossen Vorteil haben, nicht mehr von der Jagd nach persönlichen wie professionellen Nutzerdaten betroffen zu sein. [1]

Zum Vergleich dazu, die auf ZEIT-online veranschaulichten Bewegungsprofile von Malte Spitz [2].

Und die dennoch in ihrer Art und mit ihren Möglichkeiten überzeugen.
Auch heute noch. Retro? Ja. Und zwar vom Feinsten! [3]


Das Palm-Pré 2

Modell: P102UEU
Betriebssystem: HP webOS 2.2.4

Hier einige Zitate von Amazon-Kunden zum "palm pre 2".
Die insgesamt 12 Rezensionen ergaben einen Schnitt von 4,8 von 5 Sternen:

Von P. Klein, 4. Dezember 2010
Das am meisten unterschätzte Smartphone

Das Palm Pre Plus bzw. Palm Pre 2 ist das wohl am meiste unterschätzte Smartphone der letzten Jahre. Ich war aufgrund einer intuitiven Bedienung lange Zeit ein Apple-Fan (iPhone, iPod Touch) und dachte, viel besser als iOS geht es eigentlich nicht. Nachdem ich dann WebOS von Palm unter den Fingern hatte, musste ich meine Einschätzung sehr schnell revidieren. Alleine die Verwaltung der verschiedenen Apps per sortierbarer Karten-Ansicht im Multitasking ist so schnell, elegant und effektiv, dass die unter iOS 4.x eingeführte Bedienung uralt aussieht. Insgesamt ist HP/Palm damit seinen Konkurrenten um Jahre voraus. Bei der Hardware gibt es sicher bessere Handys, beispielsweise von HTC. Allerdings wiegt die Bedienung wesentlich schwerer, als die allerneuesten technischen Gimmicks. Schließlich muss ich mit dem Smartphone täglich ein paar Stunden arbeiten. Ach ja: Dadurch, dass das Palm Pre eben kein "Closed Garden"-Prinzip wie Apple verfolgt und deshalb vollkommen offen steht, fällt ein großer Teil des Ärgerns über irgendwelche dümmlichen, verbraucherfeindlichen Restriktionen komplett weg. Mein Fazit: Nach Palm Pre Plus kommt das Palm Pre 2 - und sonst nichts.

Von nexed, 13. Februar 2011
So wie Pre nur viel besser...

Ich gehöre zu den WebOS Nutzern der ersten Stunde mit meinem "uralt" Pre. Wer das Pre kennt weiß was ich meine wen ich sage es wahr das beste Smartphone das es gibt und das mit den meisten Fehlern. Irgendwie Linux halt ;) Das Pre2 hat sehr viele Ähnlichkeiten, unterscheidet sich Optisch nur durch die plane Front. Selbst die Abdeckung hinten ist die selbe, auch für den Akku gilt das. Das Gewicht ist definitiv höher als das des Pre und die Tastatur hat keine orangen Ziffern mehr, sonder nur noch graue, was mir nicht so gefällt. Das Display ist durch die Verglasung jetzt im Winter, immer deutlich kühler, was beim telefonieren im ersten Moment doch auffällt. Der "Lautsprecher" vorne(also das ding wo die Stimme beim telefonieren raus kommt, ihr wisst schon) ist nicht mehr durch einen abstehenden Steg geschützt, sonder nur noch vertieft - deutlich angenehmer bei längeren Gesprächen. beim Slider Mechanismus hat sich einiges getan: rein subjektiv scheint der nun mehr zu "schweben", die untere und die obere hälfte scheinen deutlich weniger Kontakt zu haben. Was dazu führt das es nicht mehr wie an einer starken Feder auf "fliegt", sonder sich mehr kontrollieren lässt und dem Finger folgt - ich hätte mir ein Mischung aus beidem gewünscht. Der Windmühlen-Effekt der insbesondere beim Pre sehr auffiel (gerade im geschlossenen Zustand ließen sich Ober- und Unterhälfte mehre Millimeter gegeneinander verdrehen)ist beim Pre2 zwar noch zu spüren aber nur noch so schwach das er eigentlich nicht auffällt, wenn man nicht danach sucht. Was die Software angeht: das Pre2 braucht zwar für seine Gattung immer noch Außergewöhnlichkeit lange zum "Hochfahren" (ja dieser Ausdruck erscheint hier wirklich angebracht), aber im Vergleich zum Pre hat es sich doch deutlich verbessert (subjektiv würde ich etwa 50% schätzen). Was mich an WebOS 2.0 ein wenig stört ist das noch mehr als 1.x auf extra gut lesbar getrimmt wurde - ziemliche Platzverschwendung. Andere Sachen wie die automatische Rechtschreibkorrektur oder "just type" sowie das out of the box mögliche anlegen von weiteren Menü Seiten gefallen mir hingegen sehr gut. Die höhere Rechenleistung sowie der größere RAM machen sich an vielen stellen sehr positiv bemerkbar. Auch die Akkulaufzeit hat sich verbessert - nicht überragend, aber wenigsten kommt man jetzt gut durch den ganzen Tag. Alles in anderem wurden doch so einige Hausaufgaben gemacht und mitgedacht, ohne aber das überregende Feeling zu zerstören - 1+. Ich bereue die Anschaffung an diesen Punkten orientiert also in keinster weise. In Wirklichkeit hab ich mich aber in die WebOS-Plattform und seine Geräte längst hoffnungslos verliebt :) Und keine zehn Pferde könnten mich noch zu einem Umstieg bringen.

Von Vincent Vega, 1. Dezember 2010
Geniales OS, tolles Gerät !!!

WebOS 2.0 sowie die HW (CPU, Speicher) entsprechen voll und ganz meinen hohen Erwartungen.
Traumhafte Handhabung, sehr schnelle/flüssige und einfache Bedienung
Gute Verarbeitung, gutes Display hinter Glasscheibe
Gerät liegt gut in der Hand.
Schönes dezentes Design (matt schwarz), nicht zu gross, nicht zu klein, nicht zu leicht, nicht zu schwer
Innovatives Ladegerät (Touchstone - laden per Induktion)

Ein tolles Gerät, das viel Freude bereitet, mit etwas Verbesserungspotential (noch wenig Apps und wenig Zubehör)

Von Sascha Kloeckner, 2. Dezember 2010
Palm Pre 2 nach 4 Wochen

Klasse Gerät. Da ich den alten Pre gehabt habe kann ich sicher sagen, dass der neue Pre 2 ein riesen Schritt nach vorne ist. Auch wenn mich das Design am Anfang nicht so richtig angesprochen hat, möchte ich es nicht mehr gegen das Alte eintauschen. Klasse Display mit hochwertigem Glas. Das mattschwarze Gehäuse ist sehr gut verarbeitet. webOS 2.0 ist echt klasse in der Bedieneung. Einige anwendungen speziell bei BT sind um einiges verbessert worden. ich konnte einfach meinen alten Tochstoner weiter verwenden. Abgleich mit Google, Facebook und das wichtigste mit meinem geschäftlichen Exchange Konto funktioniert richtig klasse. Akkulaufzeit ohne weiteres jetzt zwei Tage. Kamera ist ausreichend gut, aber die jetzige Geschwindigkeit des Pre 2 ist einfach klasse. wo der alte manchmal gehakt hat, flitzt der Pre jetzt einfach durch. Einfach die Anwendungen zusammenlegen und die Übersicht ist auch gegeben. Und dann die universal search Funktion. Einfach anfangen einzutippen und er sucht direkt los. Also nicht erst in Kontakte wechseln und dann tippen. Um einiges besser als Android.
Einziges Manko, der kleine App-Shop und nicht alle alten Apps laufen auf webOS 2.0. Ach und das Spiel im Slidermechanismus hätte etwas geringer ausfallen könenn, auch wenn dieser mit einem Schwung slidet. Und was echt klasse ist. Ein Schalter zum Stumm schalten. Ist das nicht genial einfach. Hat sich Apple schon von den alten Palms abgeschaut. Simpel und funktional. Klasse

Resultat vier von fünf Sternen. Eine Empfehlung wert. Hoffentlich kommen bald mehr Geräte mit webOS 2.0 und nicht nur Drucker, bitte.


Das NOKIA X3-02 Touch and Type

Modell: RM-639 (c) Nokia
Betriebssystem S40, V 7.16 (13-01-12)

Im FOCUS-Online-Test vom 7. Februar 2012 heisst es unter der Überschrift
Das Sowohl-als-auch-Handy:

Im Prinzip sieht das Nokia X3-02 aus wie ein ganz normales Mobiltelefon, das man von den Finnen schon zigfach gesehen hat. Von daher hat Nokia gut daran getan, seinem Neuling den Namenszusatz „Touch and Type“ mit auf den Weg zu geben, denn entgegen dem Anschein handelt es sich beim X3-02 um einen Touchscreen-Handy! Die Idee dahinter: Grundsätzlich ist es einfacher, ein Icon direkt auf dem Display anzuklicken als den Cursor mittels einer Navigationstaste auf die gewünschte Position zu führen. Andererseits tun sich viele Zeitgenossen schwer, Telefonnummern oder gar Texte über ein virtuelles Keyboard einzugeben.

Das ist es: Auf den Punkt gebracht.

Und das gilt für beiden Quadband-Geräte: denn auch das Palm pre 2 verfügt über einen Slider, der beim Ausfahren eine komplette "QWERTY"-Tastatur freigibt, mit der man nach wie vor jede virtuelle "Swype"-Schreibmaschine überholt.

Anmerkungen

[1Ein Verdacht, der sich in den Presse-Veröffentlichungen zu Beginn der KW 37 / 2013 - soweit man das sagen kann - "bestätigen" sollte.

[2... dem es damit exemplarisch gelingt, Aufklärung und Wahlwerbung für sich selber und seine Partei im gleichen Aufwasch zu betreiben. WS.

[3Beide Geräte werden heute noch zu Preisen von bis zu € 90.- angeboten. Gebrauchte auch preisgünstiger.


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