Navi Gone

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 13. September 2013 um 10 Uhr 28 Minuten

 

In der Hand ein Samsung Galaxy Tab, das mit einem T-Mobile-Vertrag erworben wurde.

Heute erstmals versucht, das NAIVGON-Seclect-Programm zu laden und in Betrieb zu nehmen.

Nach einigen hilfreichen Support-Hinweisen durch die T-Mobile-Hotline konnte das Programm schliesslich geladen und installiert werden.

Und dann erscheint, zum krönenden Abschluss, die folgende Meldung:

Die Nutzung von ’NAVIGON select’ war 2 Jahre lang kostenfrei. Dieser Zeitraum ist abgelaufen.
Sie können ’NAVIGON select’ wieder aktivieren, indem Sie im NAVIGON select Shop mindestens eines der angebotenen Erweiterungspakete erwerben.

Pustekuchen. Das Programm war noch nie aktiviert worden und sollte heute erstmals gestartet werden. [1]

Was tun?

Zunächst einmal einen Neustart.

Dieses Mal wird der Nutzer automatisch in den Shop geleitet mit folgenden Angeboten:

— Bonus Paket: Gratis
— Panorama View 3D: 19,95 €
— Premium-Paket: 9,95 €
— Sicherheits- Relax-Paket: 9,95 €
— Mobile Alert Live: 2,95 EUR Kaufen
Wird das Kaufangebot angenommen, erscheint die Meldung:
"Hinweis: Im Kaufpreis ist die gesetzliche Mehrwertsteuer erhalten. Die Berechnung erfolgt auf einer der nächsten Rechnungen von Telekom Deutschland.
Achtung! Dieses Produkt ist von Rückgabe und Umtausch ausgeschlossen
."

Da die Meldung lautete, dass in dem Shop "mindestens eines der angebotenen Erweiterungspakete" erworben werden müsse, wird hier das letztgenannte per "OK" erworben.

Der Versuch, zuvor die zu akzeptierenden AGB’s aufzurufen, scheitert an der nicht enden wollenden und von einer dieser Ajax-Animationen begleiteten Meldung "Bitte warten..." [2]

Den ebenfalls zu bestätigenden Inhalt der Seite "Datenschutz und Sicherheit" konnte in Null-komma-Nichts aufgerufen werden. Als Verfasser der Textes firmiert die "SharpMind, Kennedyallee 34, D-60596 Frankfurt".

Später wird ein weiterer Versuch unternommen, und dieses Mal können die AGB’s der NAVIGON AG eingesehen und die Anschrift der Firma notiert werden:
Kundendienststelle Würzburg, Berliner Platz 11, 97080 Würzburg.

Nachdem beide Kästchen aktiviert wurden, kommt der Dienst: "Mobile Alert Live" nochmals ins Blickfenster, zusammen mit der Aufforderung, den Kauf in Höhe des Betrages von "2.95€" zu bestätigen, was mit dem Drücken des Buttons "Kaufen" getan wird.

Aber jetzt kommt die nächste Stufe der Verwirrung mit der Aufforung, "das Mobiltelefon über USB mit dem PC" zu verbinden. Und, mehr noch, dafür auf dem PC die Anwendung "NAVIGON Fresh" zu installieren, nachdem diese von der Seite www.navigon.com/fresh geladen worden sei.

Auch das noch! [3]

Während der Rechner hochgefahren wird, ist genug Zeit, sich eine weitere Datenschutzerklärung anzusehen, der es ebenfalls zuzustimmen gilt. Sie ist in der jeweils aktuellsten Fassung einzusehen unter der URL:

http://www.navigon.com/portal/common/images/mobile_shops/privacypolicy_android.pdf

und hat einen Umfang von 38 (sic: achtunddreissig!) Seiten.

Inzwischen aber haben sich zwei Shop-Buttons am unteren Rand installiert: einer heisst "Telekom Shop" und der andere "Shop" - und dieser blinkt in roter Farbe auf grauem Grund.

Angekündigt wird in diesem Shop die Nutzung eines "Gratis-Paketes". Die Voraussetzung dafür ist die Bekanntgabe des Namens und der Mailadresse sowie die Zustimmung zu einer Einverständniserklärung "von Garmin Würzburg gelegentlich Produktinformationen per E-Mail zu erhalten".

Wird dieser Bonus nicht eingelöst, wird damit auf die Nutzung der folgenden beiden Dienste verzichtet [4]
— "Greifen Sie bei der Adresseingabe direkt auf ihr Telefon- und Google-Konto zu!"
— "Mit dem ’Reality Scanner’ erkunden Sie Ihr Umfeld virtuell nach interessanten Orten, Plätzen und Personen - kinderleicht!"

Wird dieser Bonus aber auch nach einem Neustart immer noch nicht eingelöst, macht das System darauf deutlich aufmerksam, indem der Einkaufswagen im "Shop"-Symbol permanent weiterblinkt.

[Wird fortgesetzt] [5]

Anmerkungen

[1Die Kollegen von der Hotline meinen, dass das daran liegen könne, dass wohl automatisch mit der Auslieferung des Gerätes die Nutzungszeit erfasst und dann automatisch nach zwei Jahren - und das ist hier der Fall - zu einer Sperre führen könnte - egal ob das Programm in diesem Zeitraum überhaupt zur Anwendung gekommen sei oder nicht.

[2 Nach einer Wartezeit von mehr als 5 (fünf!) Minuten wurde der Suchvorgang abgebrochen.

[3Was echt nervt, ist der ungeheure Zeitaufwand, der da dem Kunden abverlangt wird. Dennoch werden wir jetzt diesen Versuch nicht abbrechen sondern bis zu Ende - und hoffentlich nicht bis zu einem bitteren Ende - durchführen.

[4Als Default-Installationen stehen auf Wunsch zur Verfügung:
— Foursquare
— Glympse.

[5Oder auch nicht, je nachdem, was nun die Garmin-Fresh-Anwendung noch wieder alles von einem will. Oder es findet sich ein "workaround" um auch auf anderen Wegen zum Ziel zu gelangen.


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