Besser Online: Previews & Reviews

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 30. Dezember 2014 um 21 Uhr 25 Minuten

 

1. Preview: Eintrag vom 22. Mai 2014:

Verschoben vom 13. September auf den 18. Oktober 2014

Das ist zu sehen, wenn anstatt der URL: www.besser-online.info die Adresse www.besseronline.de angegeben wird:

Vielleicht sollte man mal mit diesem "karsten mueller" reden?


2. Preview: Eintrag vom 27. August 2014:

Ja, auch Online besser zu werden, das kann man den engagierten KollegInnen nur wünschen: weniger als zwei Monte vor Beginn der Veranstaltung, die ursprünglich für Mitte September angesetzt war, findet sich auf der URL: http://www.besser-online.info/ immer noch keine Anmeldemöglichkeit sondern stattdessen der folgenden Text:

Publiziert am 02.06.2014 von Redaktion
Besser Online am 18. Oktober 2014 in Berlin

Der DJV-Fachkongress Besser Online kommt in diesem Jahr in die Hauptstadt: Der Termin ist Samstag, 18. Oktober, in der Kalkscheune in Berlin (Mitte, Johannisstraße 2). Natürlich laufen die Planungen schon auf Hochtouren: Radio 2020, Fachblogs, Workshops mit Nutzwert - Besser Online 2014 wird wieder aktuelle Themen der Branche aufgreifen und Onlinejournalisten, Wissenschaftlern, Bloggern, Technikfreaks und allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich auszutauschen, Perspektiven zu erweitern und neue Trends aufzuspüren. Die neuesten Infos gibt es natürlich immer hier auf dieser Seite.

Bleibt also "nur" der Rückblick auf die Dokumentation der Begegnung vom vergangenen September in Mainz, die sowohl vor Ort als e-Book dokumentiert wurde, als auch in Ton- und Bewegt-Bild-Dokumenten festgehalten.

Auf YouTube beginnt dieses Dokument mit einem Einblick in die Eröffnungsveranstaltung, in der Jochen Wegner darüber sprechen will, "wie das Netz den Journalismus nach vorne bringt" und wie er seine "noch ein bisschen vorläufigen Antwort" damit einleitet, in dem er behauptet: "Ich weiss nicht, wie das Netz den Journalismus voranbringt". [Lacher. Im Off: "Vielen Dank"]. "Ich weiss nicht, wie das Netz Ihren Journalismus voranbringt".


3. Preview: Entre-Temps steht das Programm zum Download bereit:

"Timetable"

Folgende Partnerschaften wurden vereinbart, mit:

bpb, Bundeszentrale für politische Bildung

DKV, Deutsche Krankenversicherung

Google - mit 5 ReferentInnen auf 5 Podien vertreten.

Der ursprünglich mal gesetzte Themenschwerpunkt der "Start-ups" ist damit - na gut, vielleicht nicht gleich "vom Tisch" - aber nicht mehr das dominierende Element, der rote Faden dieser Veranstaltung.

Wer sich dazu informieren will, sollte - und sei es den Tag zur - einen Besuch auf dem Hangar 2 am ehemaligen Flughafen in Tempelhof einplanen, bei den 30. -Ja: dreissigsten! - Deutschen Gründer- und Unternehmertagen.
Und die haben etwas geschafft, was wirklich exemplarisch sein sollte für die Vorbereitung eines solchen Kongresses: Sie haben wichtige Protanonisten der Veranstaltung zuvor in eigens hergestellten Beiträgen portraitiert.


4. Preview: Berlin, den 17. Oktober 2014:

Die Eröffnungsveranstaltung dieses Jahres ist für den heutigen Tag ab 10:30 anberaumt. Das Thema ist zugleich das Motto dieses ganzen Tages. Es lautet:

Das "Netz in die Hand nehmen"

Frage der Veranstalter: "Ist das wirklich die Losung der Zeit? Wolfgang Blau vom britischen Guardian wird sich weniger mit den letzten zehn Jahren Onlinejournalismus als vielmehr mit dessen Gegenwart und Zukunft befassen - und der Konferenz so den nötigen Impuls geben." [1]

"Als ich nach London ging, hat man mich behandelt, als ob ich die ’Mayflower’ bestiegen hätte".

"Gehen sie auf jeden Fall ins Ausland, wenn Sie können, und das muss auf keinen Fall immer nur die USA sein, gerade in kleineren Ländern haben die Online-Redaktionen oft einen sehr grossen Einfluss. Und bei Bedarf hilft auch jeden Fall auch ’The Editors’ Network’."

"Die Zeit der ’Wald-und-Wiesen-Journalisten’ wird schon alsbald wieder obsolet sein." Blau redet einer neuen Form der Spezialisierung des Wort, die sich nach und nach auch in der Online-Welt immer stärker durchsetzen wird."

"Die Wiederentdeckung beim Guardian war die, wie schön Print auch sein kann." "Es geht nicht um die Frage ob Papier oder nicht Papier". "Der Guardian ist auch im Verkauf der Zeitungsexemplare erstaunlich stabil." "Und wir werden ihn nicht nur täglich, Sie werden ihn vor allem auch am Wochenende geniessen."

"Die Redaktionen brauchen neue Projekte, an denen sie sich begeistern können. Auch wenn dieses sich nicht direkt rechnen, aber sie sind ein guter Grund für viele, die bei uns arbeiten wollen, obwohl sie bei Google und anderen noch weit mehr verdienen würden."

"Es braucht einer Reihe dieser ’ehrwürdigen Institutionen’, um solche Geschichten wie die vom Snowden überhaupt machen und vor allem dann auch glaubhaft vertreten zu können. "

Das Erstaunlichste an dieser Arbeit in London bleibt eigentlich im Verborgenen. Nämlich, dass der Guardian aus seiner englischen Startposition heraus sich immer mehr internationalisiert. Und dabei geht es nicht nur darum, dass das britische Englisch für die Amerikaner eine der grössten Sprachbarrieren sein könnte, die Anlass gibt für eine Reihe von Missverständnissen. Es geht in den nächsten Monaten darum, global erneut und dieses Mal erfolgreich jenes Ziel ansteuern zu können, was vor Jahren schon mit dem Murdoch-Projekt The Daily versucht wurde.

5. Live Reviews: 18. Oktober 2014

Hier die weiteren vorab ausgesuchten Veranstaltungen dieses Tages.
Wobei eine Anwesenheit auf all diesen nicht garantiert werden kann, da eine Reihe weiterer formeller Verpflichtungen als DJV-Berlin-Vorstand als auch informeller Gespräche für diesen Tag angesagt sind.

Einen sehr viel umfassenderen Überblick wird es sicherlich einer der DJV-Online-Seiten geben. [2]

Stiefkind Online oder Warum Printstrukturen bei Zeitungen noch immer Priorität haben [3]

— Andreas Grieß, YOUdaz.com
— Stefan Plöchinger, Süddeutsche.de

Schreiben fürs Netz: SEO – Kür oder Pflicht [4]

— Jana Lavrov, zeit.de

Das Ziel ist es, vor allem für die Google-News eine optimale Optimierung zu erreichen. Dafür müssen im Titel und in der URL die richtigen URL’s auftauchen - keywordstuffing taugt heute nicht mehr. Es reicht nicht, die Ersten zu sein, man muss etwas relevantes Neues erzählen können. Wichtig sind dann aber auch die Klickrate und die Absprungrate. Je mehr und desto länger die LeserInnen auf der Seite bleiben, desto höher ist die Wertigkeit, die im Ranking berücksichtigt wird.

Da Google in Deutschland über 90% der Marktabdeckung hat, ist diese auch die entscheidende Referenz für die eigene Arbeit. Die Facebook-Posts werden ganz anders aufgebaut und als eigenständige Quelle genutzt, aber nicht unbedingt für’s Ranking.

Bilder werden von Google "als solche" noch nicht erkannt. Sie müssen möglichst gut beschriftet und betextet werden, und sie werden nur darüber erkannt.

Man kann trotz all dieser Einflüsse nicht darauf drängen, wie die Redaktion jetzt ihre Texte titelt und inhaltlich bestückt. Aber man sitzt nebeneinander am NewsDesk und die einzelnen Themen-Inseln werden im persönlichen Gespräch immer wieder unterrichtet. Die Redakteure sind inzwischen auf das SEO-Thema geschult.

Was die SEO-Plug-ins betrifft, wird vor allem Yoast empfohlen. Das sei super-einfach auch für jene, die noch keine grosse Erfahrung mit diesem Thema haben.

Der aktuelle Aufmacher wird mit Metrics ausgewertet. Die langfristigen Auswertungen werden vor allem mit Webtrack untersucht.

Das Do-it-yourself-TV auf dem Prüfstand [5]

— Thomas Leidel, n-tv / DJV Berlin

— Frank Sonnenberg, Freier Crossmedia-Journalist

— Kai Rüsberg, WDR u.a.

— Prof. Dr. Verena Renneberg, Moderation

Recherchefreiheit vs. Recht auf Vergessen – die Entscheidung des EuGH
 [6]

— Lorena Jaume-Palasí, Ludwig-Maximilians-Universität München
Die Entscheidung des Gerichts hat nicht berücksichtigt, wie die digitale Öffentlichkeit funktioniert. Das ist die Entscheidung eines ’digital Immigrant’. Heute lässt sich die Trennung von Offline und Online nicht mehr herstellen.
Auch im Bereich des Öffentlichen gibt es Bereiche, die "moralisch" sind. Und der Versuch, diese zu regulieren, ist fragwürdig.
Wer darf entscheiden, was vergessen werden wird? These: es gibt keine globale Öffentlichkeit. Auch nicht durch das Internet. Sondern stattdessen "Öffentlichkeiten". Und diese sind Online oft nicht grösser als in der analogen Welt.
Was kommt nach dem "tugendhaften Bürger"? Das Private verlangt heute nicht Tugendhaftigkeit sondern die Trennung von dem was öffentlich ist und was nicht.
In den Friedensverträgen ist erstmals das "Recht auf Vergessenwerden" verankert worden.
"Es gibt kein Recht auf Vergessen werden, sondern eine Pflicht sich zu erinnern."

— Dr. Thilo Weichert, Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz (ULD)
Die Kritik an Google ist nicht neu, aber wir sind nicht der Feind von Google, sondern der Datenschutzverstösse. Aber die freiwillige Nutzung von Google ist ein Problem. Aber das, was im Hintergrund läuft, nimmt man in Kauf.
Die Vermutung, dass eine Öffentlichkeit nicht durch Gesetze, sondern durch Moral reguliert wird, ist falsch.
Letztendlich muss Google entscheiden, was zu streichen ist und was nicht.
Das Recht, Informationen nachzufragen, wird doch durch das Löschen der Links eingeschränkt?
Die Recherche wird durch ein solches erschwert, aber nicht unmöglich gemacht.

— Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Google Beirat
Google hat mit diesem Urteil so nicht gerechnet. Aber man hat jetzt dieses so umzusetzen. Der Beirat steht nicht auf der Payroll dieses Konzerns. Und der Beirat kann viel dazu beitragen das Auszugestalten, was der EUGH beschlossen hat. Das Recht auf Privatheit - das ist ein Relikt aus dem Mittelalter? - gilt es neu zu definieren. "Und das ist eine Aufgabe, die sich echt lohnt."
Der Beirat besteht aus 9 Experten. Diese machen sieben Anhörungen mit weiteren Experten. Und daraus sollen Leitlinien entwickelt werden.
Dem Einzelnen sollen von Niemandem ein Recht gewährt werden. Er hat diese Rechte von seiner Natur her. Und dazu gehört auch das Recht auf Privatheit. Und dafür ist das Urteil gut.
Wir reden nur über personenbezogene Informationen.

— Dr. Ralf Bremer, google.de
Google verhält sich verantwortungsvoll und hat inzwischen den Expertenbeirat einberufen. Man nimmt das Urteil des Gerichtes sehr ernst. Auch wenn es nur wenig Anhaltspunkte gibt, wie diese Fragen zu lösen sind.
Etwas 50% der Anträge wird zum Vorteil des/der Betroffenen entschieden.
Die beiden Gründer haben mit ihren Zielen Standards gesetzt, die über den Profit hinausgehen.
"Der Rat ist deshalb eingerichtet worden, damit man die Empfehlungen des Beirates berücksichtigt." ("berücksichtigt" - sic!)
Er benennt Beispielartikel, die auf Ersuchen der Betroffenen gelöscht wurden - und solche, die nicht gelöscht wurden.
Das Ganze sind schwere ethische und juristische Fragen, die zu klären oft ein komplexes Problem darstellt.
Auf die Frage, ob diese Löschungswünsche bei erfolgreicher Erfüllung auch den Google-Auftritt in den USA betreffen würde, war eindeutige Antwort ein klares und kurzes und lachendes "Nö".

Fragen: Zum Schluss

Wie will man dieses komplexe Thema nur durchdringen?
Hier als pars pro toto der Hinweis auf den Text von Alan Posener vom 20. Mai 2014 - 06:41, der unter der Unterschrift 1984 contra Google nachzulesen ist. Im Mittelpunkt stehen dabei die Rolle des "Zensors" Winston Smith und derjenigen Personen, die ihm zugearbeitet haben.

Und das ist der Schlusssatz des alles andere als moderaten Moderators Alexander Fritsch:
"Wenn es Ihnen gefallen hat, sagen Sie es weiter, wenn es Ihnen nicht gefallen hat, behalten Sie es für sich."
Und dann war auch diese Runde beendet - und damit die ganze Veranstaltung.

Und an der Tür standen schon die Servicekräfte, um den Veranstaltungsraum endlich wieder in Besitz zu nehmen und für eine Abendveranstaltung umzubauen.

Auf die Idee, sich vielleicht mit einem etwas gescheiteren Wort vom Publikum zu verabschieden, sich bei den Mitwirkenden und Helfern zu bedanken, vielleicht sogar aus Anlass der nun abgeschlossenen zehnten Veranstaltung zu einem Umtrunk einzuladen ... ist keiner gekommen.

In Ermangelung finanzieller Mittel oder eines dafür notwendigen geistigen Vorstellungsvermögens? So endete dieser sicherlich ambitioniert angegangene Tag letztendlich sang und klanglos.

Dabei sind eine Reihe von Regie- und Dramaturgiefehler verzeihbar, und der Streik der Eisenbahner hat das Seinige dazu beigetragen, dass der Ablauf noch grössere Belastungen auszuhalten hatte.

Eines aber darf n i e w i e d e r passieren: dass es nur auf der Bühne Mikros gibt und keine fürs Publikum, auch dann nicht, als von den ModeratorInnen eben dieses explizit angesprochen wurde.

WS.

Anmerkungen

[1Wolfgang Blau ist Director of Digital Strategy der britischen Nachrichtenorganisation ’The Guardian’ und Mitglied des Vorstands von Guardian News & Media. Er berichtet an den Chefredakteur Alan Rusbridger, sowie an CEO Andrew Miller. Seit Juni letzten Jahres ist er auch redaktioneller Koordinator für den Relaunch der Guardian Websites und Apps in den drei wichtigsten Märkten USA, Grossbritannien und Australien. Von März 2008 bis März 2013 war Blau Chefredakteur von Zeit Online. In dieser Zeit haben sich die Unique Visits auf Zeit Online mehr als vervierfacht, Zeit Online gewann einen Grimme Online Award, zwei Lead Awards in Gold und als erster deutscher Newsroom auch den amerikanischen ONA Award. Blau selbst wurde 2011 - als erster deutscher Chefredakteur eines digitalen Newsrooms - von der Jury des Medium Magazins zum Chefredakteur des Jahres gewählt. Von 1999 bis 2007 arbeitete Blau als freier Reporter und Kolumnist für deutsche Tageszeitungen und das ZDF im Silicon Valley und schrieb über Technologie, Medien und Politik. Gemeinsam mit seiner Partnerin Alysa Selene veröffentlichte er 2007 bei dtv das Buch ’German Dream’, eine Suche nach positiven gesellschaftlichen Zukunftsvisionen für Deutschland, und diskutierte das Buch auf einer ’Küchentisch-Tournee’ durch 25 deutsche Städte. Blau ist Vice President des Global Editors Network mit Sitz in Paris, einem Netzwerk von etwa 1.000 Chefredakteuren aus 80 Ländern, die sich auf die digitale Zukunft des Journalismus konzentrieren.

[3Keine ernstzunehmende Zeitung kommt heute mehr ohne Online-Angebot aus; viele erreichen mittlerweile mehr Leser über das Netz als mit der gedruckten Fassung. Und dennoch: Online-Journalisten scheinen vielerorts noch immer Journalisten zweiter Klasse zu sein: Sie stoßen auf Widerstände bei den Printkollegen, werden im Schnitt schlechter bezahlt und/oder arbeiten unter schlechteren Bedingungen. Warum ist Online noch immer oft ein ungeliebtes Stiefkind? Warum hält sich der Print-first-Gedanke in vielen Verlagen so hartnäckig? Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen der Onliner verbessern, wie ein gutes Verhältnis und eine gute Arbeitsteilung zu den Printkollegen herstellen? Um diese und weitere Fragen geht es im Forum „Stiefkind Online“.

[4Ich google das mal eben“, dieser Satz dürfte vielen von uns schon mal über die Lippen gegangen sein. Der Informations-Dschungel des Netzes ohne Suchmaschinen? Kaum vorstellbar. Doch nicht unbedingt entsprechen die Suchergebnisse oder deren Rangfolge immer dem, was wir wirklich suchen. Mit mehr oder weniger Mühe lässt sich die Positionierung der eigenen Seite in den Suchergebnissen verbessern – oder sollte man sagen: manipulieren? „Search Engine Optimization“, kurz SEO ist ein Stichwort. Viele Content-Marketing-Agenturen sehen „optimierte Technik und starke Empfehlungslinks“ als mindestens ebenso wichtig an wie qualitativ hochwertige Inhalte und werben ganz gezielt mit der entsprechenden Optimierung von Webseiten.
Ist das wirklich nötig? Oder verhindert man damit vielleicht eher die Entwicklung klügerer Algorithmen, die sich wirklich auf die Inhalte richten? Wie funktioniert SEO eigentlich? Welche Konsequenzen hat es für die Inhalte und ihre Qualität, wenn etwa Überschriften, Teaser oder Seitenbeschreibungen immer bestimmte suchmaschinenrelevante Begriffe enthalten müssen? Was ist mit der Waffengleichheit im „free flow of information“, wenn sich einige Kommunikationsangebote auf diese Art in den Vordergrund drängeln? Unsere Expertin Jana Lavrov wird sich im Forum „Schreiben fürs Netz: SEO – Kür oder Pflicht“ kritisch mit dem Thema auseinander setzen.

[5Bei dem diesem Forum handelt es sich gewissermaßen um die Evaluation des Experimentes, das am Morgen mit dem Workshop "Besser Online live im Social TV" begann. Der WDR-Journalist Kai Rüsberg wird mit einigen Teilnehmern der Konferenz per Google Hang-out on air Teile der Konferenz live ins Internet übertragen, Interviews geführt haben usw. In dem Forum „Do-it-yourself-TV auf dem Prüfstand“ wollen wir erörtern, ob das „Fernsehen für jedermann“ taugt und ob und ggf. wie es den Journalismus verändern wird.

[6Der europäische Gerichtshof hat kürzlich entschieden, dass Suchmaschinen bestimmte Suchergebnisse auf Wunsch der Betroffenen entfernen müssen, wenn deren Persönlichkeitsrechte betroffen sind. Noch sind die Folgen des sogenannten Google-Urteils nicht absehbar. Das Unternehmen ist den bisherigen tausenden Löschungsanträgen nur teilweise nachgekommen. Und wer außereuropäische URL’s wie google.com nutzt, findet weiterhin alle Suchergebnisse.

Datenschützer wollen weltweite Löschungen nach europäischem Recht. Aber kann das heißen, dass Russland und China das gleiche Recht erhalten, weltweit Löschungen durchzusetzen? Wo sind die Grenzen? Wer entscheidet? Ist das Google-Urteil eine längst überfällige Entscheidung in Zeiten, in denen jedes noch so private Detail auch Jahre später im Internet auftauchen kann? Oder hat der EuGH hier ein Instrument geschaffen, mit dessen Hilfe freie journalistische Recherche behindert und jegliche unliebsame Berichterstattung willkürlich unterbunden werden kann? Dies diskutieren die Experten auf dem Abschlusspodium von Besser Online 2014.


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