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Transparenzgebot: In eigener Sache
Montag 14. September 2015, von
Aufmerksame Leserinnen und Leser wissen, dass gestern noch die IBC in Amsterdam angesagt war:
Am Abend gab es den Beitrag in der Abendschau des rbb über den Vorsitzenden des Vorstandes des DJV-Berlin:
Noch am gleichen Abend wurde dann - erstaunlich schnell - eine Stellungnahme des derzeit noch amtierenden Vorsitzenden des Bundesverbandes des DJV veröffentlicht:
Es folgte ein reges Hin und Her der zum Teil gegensätzlichsten Meinungen und Ansichten: auch im Widerspruch zum Vorgehen des rbb und der zuständigen Redakteurin, Frau Gabi Probst [2].
Im Verlauf des Montags wurde dann diese Erklärung des Gesamtvorstandes des DJV nachgereicht:
In der Zwischenzeit - zurück in Berlin - war bereits aus eigenem Antrieb ein Antrag auf Auskunft an den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) eingereicht, sprich an die Fax-Nummer dieser Behörde geschickt worden:
Wie sagt Roland Jahn, Chef der BSTU und selber Journalist, am Ende des am 13. September 2015 im rbb gesendeten Interviews in dessen Behörde:
Das Ganz dann nochmals ausführlicher in einer Stellungnahme gegenüber Deutschlandradio Kultur in der Sendung Fazit am Abend des 14. September 2015:
Hier ist die Empfangsbestätigung des Bundesamtes vom 17. August 2015:
In der Mail-Aussendung des DJV-Bundesvorstandes vom Freitag, den 18. September 2015 12:09 Uhr, wird in der Inhaltsangabe als zweiter Punkt der hier in voller Länge wiedergegebene Text präsentiert:
DJV für Stasi-Überprüfung
Der DJV-Gesamtvorstand hat sich am 14. September in Kassel einstimmig für eine Stasi-Überprüfung aller Funktionsträger im DJV ausgesprochen. Anlass sind aktuelle Veröffentlichungen über Stasi-Verflechtungen einzelner DJV-Vorstandsmitglieder in Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Verantwortlichen auf allen Ebenen im DJV sollten sich an die Stasi-Unterlagenbehörde wenden und Auskunft über möglicherweise vorhandene Akten verlangen. Der DJV-Gesamtvorstand legt Wert darauf, dass alle DJV-Repräsentanten, also auch in Westdeutschland, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stasi-Unterlagenbehörde vorweisen können.
Kontakt: Kajo Döhring, doe@djv.de
Der Gesamtvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands hat sich am heutigen Montag in Kassel einstimmig für eine Stasi-Überprüfung aller Funktionsträger im DJV ausgesprochen.
Anlass sind aktuelle Veröffentlichungen über Stasi-Verflechtungen einzelner DJV-Funktionsträger in Sachsen-Anhalt und Berlin. Die Verantwortlichen auf allen Ebenen im DJV sollten sich an die Stasi-Unterlagenbehörde wenden und Auskunft über möglicherweise vorhandene Akten verlangen. Der DJV-Gesamtvorstand legt Wert darauf, dass alle DJV-Repräsentanten, also auch in Westdeutschland, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Stasi-Unterlagenbehörde vorweisen können.
„Der DJV steht wie kaum eine andere Organisation für die journalistischen Grundwerte Transparenz und Glaubwürdigkeit“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Wer Verantwortung im DJV wahrnimmt, muss diese Grundwerte leben.“ Zwar seien die Stasi-Vorwürfe gegen einzelne DJV-Repräsentanten noch nicht aufgeklärt, aber mögliche Verflechtungen Einzelner mit der DDR-Staatssicherheit schadeten dem Ansehen des gesamten DJV. Das müsse sich ändern.
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner
Bei Rückfragen: Tel. 030/72 62 79 20, Fax 030/726 27 92 13
Hier ist das Folgeschreiben an das Bundesamt vom 29. Januar 2016:
Hier ist das Antwortschreiben des Bundesamtes vom 18. Februar 2016:
[1] Dieser Link auf diese Sendung steht nicht mehr zur Verfügung. WS.
[2] Im Gegensatz zu diesem LinkedIn-Profil ist auch dieser aufschlussreiche Link zwischenzeitlich ’depubliziert" worden...