Bahn-Beamte ruhen - und wir sprinten

ZUM Montag Letzte Bearbeitung: 28. April 2004 um 09 Uhr 52 Minuten

 

Reise mit dem Zug von Bremen über Hannover nach Cottbus am Sonnabend, den 24. April 2004 [Auszug aus einem Wochenendprotokoll - WS.]

11:55: der Zug bleibt in Neustadt am Rübenberge stehen. Es ist ein sogenannter "ausserplanmässiger Halt". Das Personal müsse ausgetauscht werden. Das erklärt mit der "Zugchef" auf Anfrage: man müsse das Personal auswechseln. da es schon zu lange im Dienst seien. Es sei ihm aus arbeitsrechtlichen Grüngen nicht gestattet, das Team noch weiter fahren zu lassen.

Dass ist auf dieser Reise leider nicht das einzige Problem: Der gedruckte Reisezugführer mit den Anschlussverbindungen liegt nicht aus (sondern soll laut Ansage erst in Hannover in den Zug gebracht werden). Und die Reservierungsanzeigen sind auch alle deaktiviert und durch die Meldung „GGF.RESERVIERT“ ersetzt (angeblich, so die Durchsage, sei die Diskette zum Einspielen der Daten defekt gewesen und würde in Hannover durch eine neue ersetzt).

12:04: inzwischen ist auf der Gegenrichtung auch ein ICE zum Halten gekommen. Und so stehen die Züge nun beide da, Fenster an Fenster.
Immerhin gibt es noch Strom auf der Strecke und ich kann weiter schreiben und den Rechner laden.

12:07: ein neuer Mann geht durch den Zug und kommuniziert an der „Sprechstelle“
Auf dem Gleis rechts neben mir kommt in Gegenrichtung ein roter Regionalzug an dem unseren Vorbei.

12:10 unser Zug setzt sich wieder in Bewegung. Der neue Mann kommt von seiner Sprechstelle zurück und meint, dass wir den Umstieg nach Berlin noch schaffen werden.

Im Zug ICE 857 nach Berlin-Ostbahnhof

Auf die Fahrgäste aus Bremen warten? Keine Spur.
Mit einer Übergangszeit von weniger als 5 Minuten ist der Sprint angesagt. Den Bahnsteig Nummer 4 entlang, die Treppen auf die Passage hinunter. Dort vor bis zum Bahnsteig 9/10, die Treppen wieder hinauf, gerade noch hinein in die sich nochmals öffnende Tür... und huiiiii geht’s los: mit 250 Sachen Richtung Berlin.