Michel REILHAC about the post-COVID19 VR future

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 8. Juli 2020 um 15 Uhr 17 Minutenzum Post-Scriptum

 

Die Ankündigung

Webcast with Michel Reilhac

Dear all,

For the last episode of our Webcast ▶▶FAST FORWARD before the summer break, we are delighted to welcome Michel Reilhac. A narrative architect and transmedia pioneer, Michel will be sharing a critical perspective on the post-COVID19 future of VR.

Michel will go beyond the discussion on how the pandemic is VR’s big chance and accelerator to discuss how our reality will now become a multiple fold with one base layer made of our physical world, and multiple layers made of the fantasy or surrogate worlds we will be exploring, also under made up identities… Don’t miss this!!!!

Michel is the Head of Studies at the Venice Biennale College and the VR competition curator for theVenice Biennale International Film Festival since its inaugural competition in 2017. From 2002-2012, Michel was Head of Cinema & Film Acquisitions at Arte France and executive director of Arte France Cinema, co-producing around 30 international independent feature films each year, including Lars Von Trier’s Antichrist and Melancholia.

RSVP here: https://www.catalysts.agency/webcast

Vortrags-Notate

Nachfolgend zunächst einige snippets, einige Stichworte, die im Verlauf Vortrages notiert wurden:

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"VR is the next best thing.." und in der Lage, jene "Realität" herzustellen, die wir (derzeit) nicht selber erleben können.

"VR is better than ZOOM..." da dreidimensional, da "social", ...

Aber: es muss leicht zugänglich sein für jene, die einen neuen Zugang suchen. Und es muss höchste Qualitätsansprüche erfüllen.

Die Trends:

- "Explosion of social VR" als eine bessere Alternative
- es gibt viele neue Konzepte und Plattformangebote
- es gibt nicht DIE Plattform für alle Bedürfnisse
- die bisher schon bestehenden Angebote müssten sich den aktuellen Anforderungen anpassen
- es gibt ein Einverständnis darüber, dass "Social VR" eine der nächsten "Killer-Apps" werden könne
- Facebook und Oculus werden jetzt - nach 6 Jahren - durchstarten mit "Facebook Horizon"

- "Sociclal VR" ist ein "collective tool" in dem neue Räume gebildet und eröffnet werden
- das gilt nicht nur für alte und neue Spiel-Szenarios, sondern auch dafür, berufliche Herausforderungen anders zu meistern
- es wird eine neue Art von virtuellen "coworking-spaces" geben
- jetzt werde es sogar möglich sein, sich sein eigenes "Traumhaus" zu bauen

- "Digital Twinning" mit "Volumetric Capturing"
- Avatare bieten neue Möglichkeiten des Prototyping

- "Cross Platform consistency"
- Diese Avatare soll(t)en die Möglichkeit haben, in verschiedenen Plattformen als eine und die gleiche ’Persönlichkeit’ aufzutauchen, also zwischen diesen migrieren können...

Die Krise hat die Aufmerksamkeit für dieses VR-Thema auf jeden Fall beflügelt. In wenigen Monaten haben wir den Fortschritt von einem Jahrzehnt gemacht...

Q’n A’s

Es folgt eine Reihe von Fragen und Antworten:

Auf dem Festival wird es ein Venice VR Expanded Satelliten-Projekt geben... mit mehr als 20 Orten weltweit

"Facebook Horizon" wird nur einen Effekt haben, wenn es stark beworben sein wird. Auch die Apple-Projekte haben eine Chance, aber bis heute noch keinen impact.

"Können wir einem Avatar vertrauen..."? Die Frage nach der Identität ist von höchster Bedeutung. Wie definiert sich eine "fantasy identity"?

"We need physical interaction..", das hat uns die Krise gelehrt. VR "is the next best thing, but not the best..."

"Augmented Reality"? Das ist etwas ganz anderes, es ist ein "add-on" zur Realität. Und wird die Leute letztendlich in die VR-Welt (ver-)führen.

Wie kann man "motion-sickness" beim VR-betrachten vermeiden? Warum sind Frauen mehr von diesem Phänomen betroffen als Männer [1]?

Es gäbe jetzt ganze ’Landschaften’ mit unterschiedlichen Anwender-Gruppen. Es folgen eine Reihe von Verweisen auf WhatsApp Communities - und die eigenen Projekte anno 2019 Venice Virtual Reality samt SUBMARINE CHANNEL, sowie auf so viele weitere Anwendungsfelder: Von der Aus- und Fortbildung bis zu Modeschauen, vom Real-Estate-Business bis hin zum Tourismus.

Let’s chat...

In einer dritten Abteilung wird der Rekorder abgeschaltet und die Live-Video-Portraits werden eingeschaltet. Nun kann man sich frohgemut unterhalten und die Meinung sagen. Und auch schon Dinge berichten, die noch streng vertraulich sind - und gerade daher neugierig machen auf die Voraussetzungen der Veranstaltungen in der Zeit vom 2. bis 12. September 2020.

Einsichten und Aussichten

Die Eingangsfrage lautete: "Warum hat sich das Thema 3D scheinbar wieder in Luft aufgelöst"? Und sie deutet nur an, welchen Herausforderungen sich auch das VR-Thema noch in Zukunft wird stellen müssen - und können.

In dem Vortrag wurde deutlich (gemacht), dass mit diesem Ausschluss der Öffentlichkeit aus der Öffentlichkeit das Thema der Virtuellen Realität zwangsläufig an Bedeutung gewinnt - und noch weiter gewinnen wird.

Als alternatives Surrogat für Öffentlichkeit? Als Erlebnisraum, der sich als ein Ersatz für das Erleben der Realität anbietet?

Dieses ist eine grosse Diskussion, die sich an diesem Punkte anschliessen könnte, aber an dieser Stelle nicht hätte geführt werden können.

Denn die an dieser Stelle formulierte Position würde lauten: Die persönliche - in der Zukunft auch kollektive - Erfahrung von digital generierter "Realität" ist mehr, als nur deren Ersatz: Sondern diese Technologien sind eine Art Antidote, sind Gegen-Hilfs-Mittel, mit denen versucht wird, der Auflösung von Zeit und Raum, von Kontinuität und Linearität, etwas entgegenzusetzen.

"VR als mentaler Muckefuck für die Unfähigkeit zu Träumen."

Unter dieser Headline würde jetzt ein ganz neuer Diskus beginnen, der den Einsatz all dieser neuen Technologien im Umfeld der scheinbar unmöglich gewordenen Begegnungen mit uns selbst reflektiert.

Aber taugt ein solcher historisch-philosophischer Ansatz als "Killer-App"? Was gilt es zu zerstören, um dem Neuen eine Zukunft zu geben? Und was gilt es zu bewahren - oder im Digitalen neu zu erfinden (sic!) - um sich in der Zeitenwende des Kontinuums von Zeit und Raum wieder neu zu vergewissern?

P.S.

As a reference you may enjoy the "DaybyDay"-editors’ keynote about "Your Future in VR" at the first AWE Europe 2016 in Berlin, October 18th, at the Berlin Congress Center BCC:

Anmerkungen

[1Und warum trauen sich Männer oft nicht, davon zu berichten, dass es ihnen genauso geht? WS.


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