Synology DS220+ BETRIEB

VON Dr. Wolf Siegert, Klaus MeierZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 8. August 2020 um 14 Uhr 22 Minutenzum Post-Scriptum

 

Prolog II

Bereits seit dem 10. Juli 2020 steht uns ein Testgerät zur Verfügung. Und wird seitdem - Zug um Zug - eingesetzt. Das heisst, nach und nach mit seinen Möglichkeiten im "Wirkbetrieb" entdeckt. Und dann auch wieder eine Zeitlang stehen gelassen, weil etwas nicht Alles gleich so funktioniert wie angekündigt oder von uns erwartet.

Wir gehen dabei ganz bewusst das Risiko ein, dieses Gerät in unsere aktuelle Binnenstruktur eines VSME’s wie dem unseren zusätzlich mit einzubinden. Damit wollen wir uns nicht von den Profil-Test-Labor-Kolleginnen und Kollegen und deren Arbeit abgrenzen [1], sondern vielmehr deren Voten mit diesem sehr konkreten Erfahrungsbericht ergänzen.

Der Umfang dieser Dokumentation ist so gross, dass wir diese in mehrere Abschnitte unterteilt haben. Dieser folgt dem Eintrag "Synology DS220+ START" und wird heute ebenfalls freigeschaltet. Eine dritte Seite ist - bei Bedarf - vorbereitet und nennt sich: "DS2020plus FOLLOW-UP". Dort wird es dann auch um die Einbindung von Zusatzprogrammen und -diensten gehen: von den Backup-Funktionen über das /CMS/LMS/VLE) Moodle bis zur Verwaltung von Fotos und Videos.

Wir legen los

Die Aufgabe klingt simpel: An das NAS wird eine externe Platte angehängt, um deren Datensätze auf eben dieses zu überspielen. In dem Moment, in dem die Stromversorgung der externen Platte aktiviert wird, sind die Anzeigen auf dem DSM - nicht mehr wiederzuerkennen. Hier ein Screenshot dazu: 1 20200718 irisds220plus nach usb connect {JPEG}

Danach wird der Versuch unternommen, das NAS nochmals "anzupingen", aber die Ergebnisse sehen so aus:
3 20200718 irisds220plus nach start speichermanager {PNG}
10 20200718 irisds220plus ping unreachable {JPEG}
2 20200718 irisds220plus nach zugriffsversuch {PNG}
3 20200718 irisds220plus nach start speichermanager {PNG}
4 20200718 irisds220plus error overview {JPEG}

Neustart

Also wird es notwendig sein, den AUS-Knopf zu drücken und das Gerät von NULL aus neu an den Start zu bringen - was auch gelingt:
5 20200718 irisds220plus logout impossible {PNG}
6 20200718 irisds220plus reboot {JPEG}
7 20200718 irisds220plus reboot ongoing {JPEG}

Danach ist das NAS zunächst nicht erreichbar, was an einem versehentlich gezogenen Netzwerkkabel liegt:
8 20200718 irisds220plus frozen {PNG}
9 20200718 irisds220plus inaccessible {PNG}

Nachdem dieses Problem gelöst und das Gerät wieder erreichbar ist, kann mit dem Kopieren begonnen werden, aber nur im Prinzip...

Kein Zugang zu DOKUMENTE

Die DS220+ ist mit drei Freigaben eingerichtet. Sie tragen die Bezeichnungen: DOKUMENTE, MEDIEN und BACKUPS.

Allein der Versuch, den Ordner DOKUMENTE zu öffnen scheitert:
12 20200718 irisds220plus dokumente no folder {PNG}

Das lässt sich auch durch die unterschiedlichsten Operationen nicht ändern. Nachdem mehrfach Versuche, freigegebene Ordner mit anderen Namen anzulegen erfolgreich sind und mit Daten gefüllt werden können, stellt sich heraus, dass die Bezeichnung "Dokumente" ein reservierter Begriff zu sein scheint. Wenn er als Bezeichnung für eine nutzergenerierte Freigabe verwendet wird, lässt er sich nicht per SMB als Ordner ansprechen.

An Schluss legen wir stattdessen einen Ordner mit dem Namen DATEN an, in den dann Nutzerdaten kopiert werden können:
Kopiervorgang {PNG}

Danach werden nach und nach weitere Ordner angelegt und in diese alle aktuellen Nutzdaten eingespielt.

Ein Zugriff auf diese ist aber auch weiterhin nicht von einigen jener Rechner möglich, die bereits in andere Netzwerke oder Domainverwaltungen eingebunden sind: JPEG JPEG
Eine Antwort hält möglicherweise dieser Tipp bereit:
https://www.youtube.com/watch?v=wj2bdkVtS28

Wir brechen hier zunächst einmal ab. Der "Wirkbetrieb" ist möglich, ein reibungsloser Einsatz aus dem gesamten Umfeld des Büros noch nicht. Online-Zugänge von ausserhalb wurden bis dato ebenfalls noch nicht getestet. Aber wir werden auf jeden Fall weitermachen - und weiter berichten.

Ein Zwischenergebnis?!

Diese Überschrift enthält in der Tat ein Frage- als auch ein Rufzeichen.

?

Ein Fragezeichen, da sich mit der Zeit zeigt, dass der "Teufel" im Detail liegt, viele Fragen auch nach zwei Wochen Einarbeitung noch offen geblieben sind und einer weiteren Bearbeitung bedürfen.

Jetzt, wo das Gerät offiziell im Handel angekündigt ist, werden wir uns zunächst mit dem Support in Verbindung setzen, der in diesem Fall den Vorteil hat, sich über dieses Text- / und Bild-Konvolut schon einen ersten Eindruck über unsere noch offenen Fragen zu verschaffen [2].

Mehr noch, es gibt Angebote, sich zum System-Architekten weiter schulen zu lassen. Oder zumindest an den Solution Days (siehe unten) teilzunehmen. Es zeichnet sich ab, dass dieses in der Tat gut investierte Zeit ist.

Aber auch dann ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, denn wenn die Grundlagen gelegt und gefestigt wurden, wird es vor allem um das Thema der Backup-Angebote gehen.

Vor allem um die Rücksicherung der eigenen Microsoft 365- und hier insbesondere der Outlook- Daten aus der Cloud, als auch der Sicherung des NAS selber Und der im Büro eingesetzten Clients.

!

Aber auch zu diesem Ausrufezeichen lassen sich bislang schon die folgenden Punkten ausformulieren:

- Bei allem Bemühen, den NutzerInnen "das Leben mit ihrer / seiner EDV zu erleichtern" wird uns nicht irgendeine - ich-kümmere-mich-schon-um-Dich-Systemwelt übergestülpt, die uns zur Unmündigkeit verurteilt

- dadurch, dass wir in der eigenen Arbeitsumgebung die einst alle auf einem SBS-Server eingebundenen Funktionen dezentralisiert haben, ist es jetzt möglich, selbst mit einer solchen eher kleinen2-Bay-Station Dienste und Funktionen in Gang zu setzen, die weit über den sogenannten Home-Office-Bereich hinausgehen

- Die DS220+ schlägt sich auf jeden Fall besser als die zuvor im Einsatz befindliche NAS-Geräte anderer Hersteller und lässt auf jeden Fall noch viel "Luft nach oben"

- wir werden in einem weiteren Beitrag über den Einsatz im laufenden Betrieb berichten. Dann wird es darum gehen, was mit einem solch kleinen Teil wirklich geht und wo dann doch objektiv die Grenzen des Möglichen liegen, wir werden vorab das Thema der Backups weiter ausleuchten und klären, wie weit sich sogar Bewegtbildanwendungen in einem solchen Systemumfeld einbinden lassen können

- und wenn dann diese Grenzen erreicht sein werden, wird es spannend sein zu erfahren, wie und wie leicht es möglich sein wird, von der DS220+ einen Umzug auf eine, sagen wir mal DS920+ durchzuführen. [3].

- wenn sich die noch offenen Problem beheben lassen und die Zusatzanwendungen mit Erfolg werden einbinden lassen, ist es durchaus möglich, dass wir in Zukunft für eines dieser Geräte als unseren neuen Büro-EDV-Begleiter für den Dauerbetrieb einsetzen werden.

P.S.

Hier ein Überblick über die weiteren Möglichkeiten, sich mit den Angeboten und Konzepten aus dem Hause Synology vertraut zu machen, so wie sie seit dem 24. Juli 2020 angeboten werden:

Verzichten Sie auf ein Konglomerat aus unterschiedlichen Marken, Kostenposten und Lizenzgebühren. Erfahren Sie bei den Solution Days, wie Sie das Maximum aus Ihrer Synology herausholen und daraus eine All-in-One Lösung für Ihr Unternehmen machen. Behalten Sie den Überblick und sichern Sie alles aus einer Hand.

Melden Sie sich zu einem oder mehreren Webinaren der Synology Solution Days 2020 an.

17. August 2020: All-in-One Business Server! Maximale Effizienz bei voller Datenhoheit

18. August 2020: Synology VM-Storage! Hochverfügbar, zentral, flexibel, skalierbar

19. August 2020: Virtualisierung leicht gemacht! Synology NAS als Hypervisor

20. August 2020: Backup und Data Recovery! Lizenzkostenfrei für jede Unternehmensgröße

21. August 2020: Videoüberwachung für Unternehmen! Intelligent, intuitiv, global

Anmerkungen

[1Siehe hier zum Beispiel die c’t Magazin Publikation vom 4. Juli 2020 im Heft 15 ab Seite 74 von Ernst Ahlers (Online ab dem 13. Juli 2020): NAS-Test: Netzwerkspeicher mit zwei Plattenschächten von QNAP und Synology.

[2Die Anfrage wurde am 28. Juli 2020 versandt und zunächst wie folgt bestätigt:

Vielen Dank, dass Sie sich an Synology wenden.
Wir haben Ihre Anfrage erhalten. Sie erhalten in Kürze eine automatische Antwort. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen. Vielen Dank für Ihre Geduld.
Um Fehler bei der Kommunikation aufgrund möglicher Verzögerungen von E-Mails zu vermeiden, empfehlen wir Folgendes:
— Überprüfen Sie die eingegebene E-Mail-Adresse auf ihre Richtigkeit
— Überprüfen Sie Ihren Spam-Filter
— Bitten Sie Ihren E-Mail-Anbieter synology.com zur Domain-Whitelist hinzuzufügen. Hilfe hierzu finden Sie im Hilfe-Handbuch Ihres E-Mail-Anbieters.

Der Dialog mit mehr als einem Dutzend Ticket-Einträgen wurde zum Ende der Folgewoche beendet, ohne dass es wirklich konkrete Lösungsvorschläge gegeben hätte. Der - nicht ganz unbegründete - Tenor: das sei kein Synology- sondern ein Windows-Problem...
Wie gut, dass es in dieser Republik noch andere qualifizierte Fach-Leute gibt, die bereit sind, sich erst einmal anzuhören, was Sache ist, die sich auf Deinen Rechner aufschalten und die missglückten Lösungswege zunächst versuchen, nachzuverfolgen, und die dann auch nicht gleich aufgeben, wenn ihre eigenen Lösungsansätze auch nicht sofort zu dem gewünschten Erfolg führen. DANKE! WS.

[3In dem Downloadverzeichnis wird dazu ein Migration Assistant angeboten


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