Die TagesRückSchau vom 23. Juli 2020

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 29. Juli 2020 um 00 Uhr 07 Minuten

 

0.

Dieser Beitrag kommt ganz ohne Bilder und Namen aus, da er gegenüber all jenen GesprächspartnerInnen, mit denen heute im gegenseitige Dialog Vertraulichkeit vereinbart wurde, auch Wort halten will.

Andererseits ist es gerade diese Mischung von Sujets und Subjekten, von Herausforderungen und Notwendigkeiten, die einen typischen Arbeits-All-Tag wie diesen ausmachen. Und die hier - und sei es auch nur im Ansatz - ’dokumentiert’ wird.

1.

Soll wirklich ein Tag damit beginnen, sich solchen Meldungen zuzuwenden?
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Zumindest insofern "ja," als dass sie hier dokumentiert - aber zugleich auch zunächst ignoriert werden.

2.

Das Wichtigste des morgendlichen Tages sind nicht die "News & To Do’s", sondern ist das Hören auf die inneren Stimmen, die sich nach den vorangegangenen Träumen nun auch im wachen Zustand mit ganz konkreten Hinweisen melden und anzeigen, was derzeit an Aufgaben eine gewisse Priorität hat.

3.

Und es geht darüber hinaus in der ersten Prio immer darum, jene Aufgaben auszuführen, die für die Sicherung der weiteren wirtschaftlichen Existenz von Bedeutung sind, inklusive das Schreiben von Rechnungen.

So auch einer Rechnung, die an die Hochschule gestellt werden, bei der ein Lehrauftrag ausgeführt wird, derzeit nur noch online, und der auch in diesem Monat wieder dieser Paragraf hinzugefügt wird:

*) Alle Lehrverpflichtungen wurden auf der Basis des Cisco WebEx-Online-Systems durchgeführt.
Alle weiteren dafür notwendigen Aufwendungen für Hardware, Software, Datenschutz und- Datensicherung, Erweiterung des Netzzugang von ADSL auf VDSL, sowie Büro-Infrastruktur wurden aus eigenen Mitteln bereitgestellt.

4.

Ein Video-Konferenz-Gespräch im Umfeld der Angebote von DTAG und MS für SME’s [1] mit dem gleichen Online-Tool, das auch in der Hochschul-Lehre eingesetzt wird.
Einer der Teilnehmer ist im Aussendienst und im Auto über sein Telefon auf der A2 zugeschaltet. Und auch das klappt - gelegentlich - ganz gut. Und setzt am Ende des Dialoges den Wunsch frei, sich das nächste mal dann direkt im Netz, oder am besten eben doch vor Ort, zu treffen [2].

5.

Gespräch in dem dem Büro zugehörigen Garten mit einer Künstlerin zu Fragen wie diesen

— wie kann sich heute eine Persönlichkeit im Spannungsfeld zwischen den Polen der Technik einerseits und der Sexualität andererseits entwickeln, entfalten, behaupten, bewähren - und diesen Prozess als Kunst-Werk öffentlich machen?

— wie können im Verlauf der zunehmenden Digitalisierung einerseits und Virtualisierung andererseits Frei-/Begegnungs-/Erfahrungsräumen entwickelt und gestaltet werden, in denen es Möglich sein wird, die verlustig-gehenden Wert der analogen Welt wieder neu entdecken und für sich nutzbar machen zu können

— wie wird es möglich sein - um diesen doch eigentlich sehr konkreten Impetus auf einer noch abstraktere Ebene zu verorten - die sich im Digitalen auflösende Kontinuität von Zeit- und Raum-Erfahrung neu erfahrbar werden zu lassen, und warum kann gerade die Kunst dazu einen wichtigen Beitrag liefern - und wie?

— wer kennt wen? [3]

6.

Auf einer öffentlich nicht bekannten Rufnummer trifft einer dieser sich nun auch in Deutschland immer mehr häufenden illegitimen Kaltakquise-Anrufe ein: In diesem Fall von der Rufnummer 030-439709630, über die nach der üblichen Vorstellung - "ich bin XY von der Firma Z" die Frage vorgebracht wird: "kann ich bitte den Geschäftsführer sprechen?"

Und aus dem Mail-Account werden Nachrichten gelöscht wie diese hier von "aflore98@itam.mx"

Sie haben sich für den IMFC Covid 19-Zuschuss in Höhe von 2.500.000,00 Euro qualifiziert, um die Menschen in Ihrer Gemeinde zu unterstützen. Antworten Sie jetzt auf Details, um Ihr Geld in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Frau Roonie Holbrook
IMFC Grant Claim Department
https://www.imf.org/en/About

7.

Im Nachgang wird nochmals geprüft, ob die neuen Stipendienangebote für freiberufliche Künstlerinnen und Künstler inzwischen öffentlich verkündet und schon Antrags-fähig ausgelobt wurden. Erste Beiträge dazu wurden offensichtlich schon am Mittwochabend in der DLF-Kultur-Sendung FAZIT und heute auf Zeit-online veröffentlicht:
Bund stockt Stipendien für Künstler auf.

8.

Nach erfolgter Rechnungslegung - siehe Punkt 3 - gibt es auch schon wieder einen guten Grund, Geld auszugeben: 99 Euro, um für zwei Jahre eine permanent wirkende Onlinekorrektur in deutscher und englischer Sprache für alle am Rechner verfassten Schriftsätze zu bekommen: Hier das Angebot der Firma LanguageTooler aus Potsdam [4] [5].

9.

Online Dialoge mit den Studierenden der Wirtschaftskommunikations - Master-Class zur Vorbereitung ihrer für morgen anstehenden Prüfungsleistungen, die nun ausschliesslich online abgelegt werden müssen, auch dann, obwohl der gesamte Kurs bis einen Tag vor dem ursprünglich angesetzten Prüfungstermin in den Räumen der Hochschule stattgefunden hatte.

10.

Und zum Abschluss dann doch noch diesen Dressing-Room-Sneek-View JPEG samt Screenshot aus den ZDF-heute-19 Uhr-Nachrichten. Mit Trainer Jürgen Klopp [6] und den Redfields aus Liverpool: JPEG und ihrer Garry Marsden - Hymne "You’ll Never Walk Alone", die in den Lockdown-Tagen und -Wochen zur meistgespielten und -gesungenen ’Volksmusik’ wurde.