Biennale di Venezia et altera in VR @ Berlin-THF GAT C

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 8. September 2020 um 00 Uhr 34 Minuten

 

Nach den vielen virtuellen Messen und Massen-Ereignissen und nach der jetzt zu Ende gegangenen IFA 2020 - für die ein solches Angebot ein Leckerbissen hätte sein können - heute nun endlich der Schwenk auf das GAT C [1] auf dem Gelände des Flughafens in Tempelhof THF und das Programmangebot:
VENICE VR EXPANDED vom 2. bis 12. September, DIE Internationale Virtual Reality-Ausstellung der Biennale di Venezia zu der man sich über diesen LINK besonders preisgünstig anmelden kann.
JPEG

Die Veranstaltung wird ausgerichtet von den Berliner VR-Spezialisten INVR.SPACE und dem Verein Virtual Reality Berlin-Brandenburg mit Unterstützung durch das Medienboard Berlin-Brandenburg und Wirtschafts- und Technologieförderung Berlin Partner.

Sei bei den Filmfestspielen von Venedig dabei und erlebe einzigartige Virtual Reality-Weltpremieren.
Seit einigen Jahren schon zeigen die Filmfestspiele, das älteste Filmfestival der Welt, nicht mehr nur Filme. Auch immersive Kunst in Virtual Reality ist dort zu sehen.
In dieses Jahr kommt das Festival zu uns - Venice VR ist gleichzeitig auf der ganzen Welt präsent! So bringt uns Venice VR in einer Zeit, in der wir nur schwer nach Venedig reisen können, näher zusammen. In Berlin kannst Du so auch ohne eigenes VR Headset dabei sein.

Täglich von 12:00 bis 20:00 Uhr können Berliner Filmbenthusiasten an den renommierten Filmfestspielen von Venedig teilnehmen – nicht auf dem roten Teppich oder im Kino, sondern in Virtual Reality.
Unter dem neuen Namen „Venice VR Expanded“ ist die Virtual Reality-Sektion des Festivals komplett digital, aber nicht nur online abrufbar – sie reist auch als hautnah erlebbare Ausstellung exklusiv über den Zeitraum des Festivals zu ihrem Publikum auf der ganzen Welt: In 14 Städten auf 3 Kontinenten wird die Vor-Ort-Ausstellung präsentiert, darunter ist auch Berlin als einzige Stadt Deutschlands.

Hier und heute gibt es diese Einladung nicht nur schriftlich...

Wir laden Sie herzlich ein, die VENICE VR EXPANDED am Flughafen Tempelhof zu besuchen

... sondern auch persönlich als O-Ton von Jessica Zippel von InVR:

Da wir eingangs davon gesprochen haben, dass dieses auch ein wahrlich überzeugendes Thema für die "special edition" der IFA 2020 hätte sein können [2], hier gleich noch zwei weitere Hinweise auf VR-Produktionen, die in der letzten Zeit von ARD und ZDF an den Start gebracht wurden:

Bayerischer Rundfunk vom 2. September 2020:
PNG

Die Befreiung des KZ Dachau – erzählt in Augmented Reality
Ein Projekt des BR mit der KZ-Gedenkstätte Dachau zum 75. Jahrestag der Befreiung

Mit der Augmented-Reality-App "Die Befreiung" können Besucherinnen und Besucher der Gedenkstätte Dachau per Smartphone oder Tablet in den Moment der Befreiung des KZ Dachau vor 75 Jahren eintauchen. Befreite und Befreier erscheinen dabei virtuell in Lebensgröße vor den Nutzerinnen und Nutzern. Sie erzählen ihnen ihre Geschichten an genau dem Ort, wo alles passiert ist. Ab sofort ist die Augmented-Reality-App für iOS und Android verfügbar und kann vor Ort auf dem Gelände der Gedenkstätte Dachau genutzt werden. Mehr Infos gibt es auf der Webseite www.br.de/diebefreiung.

Im April 2020 jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau zum 75. Mal. Jetzt können Nutzerinnen und Nutzer die entscheidenden Stunden bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte am eigenen Smartphone nachverfolgen – mit der Augmented-Reality-App "Die Befreiung AR" des Bayerischen Rundfunks. Dazu legt sich das historische Originalbild über die aktuelle Realität auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Während die Besucherinnen und Besucher virtuell in die Gesichter derer blicken, die dabei waren, erfahren sie auf der Tonspur, wie es damals an genau diesem Ort war.
In 13 Bildern und Audios werden Besucherinnen und Besucher über das Gelände geleitet und können so einen Teil der Geschichte des Konzentrationslagers nachverfolgen.

Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Bayerische Rundfunk den Launch der App verschieben – geplant war, diese zum Jahrestag der Befreiung Ende April zu veröffentlichen.

"Augmented Reality" bedeutet "erweiterte Realität" und wird mit AR abgekürzt. Historische Bilder vom Tag der Befreiung können mit Hilfe der App im realen Raum, auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau, angezeigt werden, so dass sich Gegenwart und Vergangenheit verbinden, ähnlich wie bei einem Hologramm. Sehen kann man die Bilder über sein Smartphone oder Tablet. Für den besten Klang werden Kopfhörer empfohlen.

In der App kann zwischen den Sprachen Deutsch und Englisch gewählt werden. Verfügbar ist sie für Android- und iOS-Systeme. Die AR App ist in enger Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Dachau entstanden. Technisch wurde sie von Zaubar entwickelt.

Download: https://diebefreiung.br.de/app.html

Für alle, die nicht vor Ort sind, ist die Webseite www.br.de/diebefreiung erreichbar. Dort ist der gesamte Rundgang abgebildet.

JPEG
ZDF History 360° hatte sich bereits u.a. mit einer Zeitreise durch eben den hier erwähnten Flughafen Tempelhoffür dieses Format engagiert, und in diesem Jahr eine weitere Produktion mit einem virtuellen Rundgang durch das "Frankfurt am Main bei Kriegsende" beauftragt:

Für die 360° Experience hat pimento die Filmuniversität Konrad Wolf gewonnen, um gemeinsam einen Prototypen für die räumliche Integration der historischen Fotos zu entwerfen. Als Produktionsdienstleister hat pimento INVR.SPACE engagiert. Alle drei sind Mitglieder des VRBB Netzwerkes. Trotz Corona - Herausforderungen ist es gelungen, unter hochprofessionellem Einsatz und entspannter Gelassenheit des gesamten Teams, „die beeindruckende 35-minütige 360° Experience“ zu produzieren (Zitat von Stefan Brauburger, Leiter ZDF History).
Ein schönes Projekt gleich mehrerer VRBB Mitglieder.
https://virtualrealitybb.org/piemento-brings-to-live-the-interaktive-360-experience-for-360-zdf-history/

PNG
Wie es im kommerziellen Umfeld der VR- und AR-Nutzung steht, dazu ein weiterer Beitrag zum Stichtag 2. September 2020 in den GFM-Nachrichten : Virtual und Augmented Reality im Aufwind von Frank Keilacker.

Sowohl Virtual Reality (VR) als auch Augmented Reality (AR) werden immer stärker ein Teil der Lebenswirklichkeit der Deutschen, wie eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom belegt. Es verwundert also kaum, dass Größen wie QVC, Apple, Facebook und Amazon weiter oder sogar erstmals in die Technologie investieren.

In seiner Trendstudie „Zukunft der Consumer Technology“ konnte der Bitkom ermitteln, dass derzeit jeder siebte Bundesbürger ab 16 Jahren zumindest hin und wieder eine Virtual-Reality-Brille aufsetzt. Weitere 37 Prozent haben dies noch vor. Bei den Inhalten steht aktuell neben Videospielen das virtuelle Verreisen im Fokus.

Im Bereich der Augmented Reality hatten 13 Prozent der Befragten entsprechende Anwendungen schon einmal mit ihrem Smartphone ausprobiert. Im vergangenen Jahr gaben dies erst sieben Prozent an. Ein Drittel hält die Technologie für interessant genug, um sie künftig einmal zu testen. Wichtigste Anwendungsbereiche sind dabei Games (55 Prozent) und Videofilter (54 Prozent). Jeder dritte AR-Nutzer hat sich darüber auch schon einmal auf Reisen orientiert. Jeder Fünfte stellte sich Möbel virtuell in die Wohnung, 18 Prozent verwendeten Bildungs- und Lernprojekte.

Virtuelle Möbel

Das Aufstellen von Möbeln rein mit dem Smartphone erleichtert Amazon nun in den USA: Mit dem Augmented-Reality-Tool Room Decorator lassen sich auf iPhones gleich mehrere Produkte virtuell in der Wohnung platzieren. Die dabei entstehenden Szenarien lassen sich speichern und somit auch außerhalb der eigenen vier Wände betrachten. Tausende Möbelstücke, die bei Amazon direkt oder von Drittanbietern auf dem Marktplatz angeboten werden, sollen sich dafür nutzen lassen. Amazon bietet seit 2017 AR-Funktionen in seinen Apps.

Facebook mit Account-Pflicht

Facebook bastelt derweil weiter an seinem Social-VR-Spielplatz Horizon, in dem die Nutzer eigene Welten erschaffen und/oder mit Freunden erforschen können. In den nächsten Wochen soll der Betatest in den USA starten, wobei die Überwachungsmöglichkeiten derzeit für ein paar Diskussionen sorgen. Deutlich stärker wird allerdings darüber debattiert, dass Nutzer der Oculus-Headsets künftig nicht mehr um einen Facebook-Account herumkommen, wenn sie Inhalte aus dem zugehörigen Store herunterladen wollen.

Neuer Zukauf bei Apple

Apple hat derweil das VR-Start-up Spaces erworben. Das von DreamWorks Animation ausgekoppelte Unternehmen hatte ursprünglich location-basierte VR-Erlebnisse produziert, sich angesichts der Pandemie aber zuletzt auf ein VR-Add-On für Videokonferenzen konzentriert, mit dem Nutzer als animierter Avatar teilnehmen können. Welche Funktion das Unternehmen nun bei Apple übernehmen wird, ist aktuell unklar. Apple hatte zuletzt mehrere Firmen aus dem AR-/VR-Bereich übernommen – vermutlich, um die Entwicklung seines ersten Headsets für diesen Bereich voranzutreiben.

QVC sendet „virtuell“

Wie schwierig die Unterscheidung zwischen AR und VR sein kann, beweist QVC. Der Einkaufssender sendet ab sofort bis zu vier Stunden täglich aus einem virtuellen Set, das per Knopfdruck an das jeweils präsentierte Produkt angepasst wird. Die via Computersimulation künstlich erzeugte Wirklichkeit bezeichnet QVC dabei als Virtual Reality. Da die Moderatoren in einem speziell eingerichteten Studio vor einem Greenscreen agieren, ist die Lösung aber eher eine Erweiterung der Wirklichkeit – also Augmented Reality. Dennoch zeigt sie gut, wie sich mit digitalen Mitteln die passende Verkaufsumgebung schaffen lässt.