B (Update: DJV Berlin-Vorstand)

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 3. Oktober 2020 um 13 Uhr 19 Minutenzum Post-Scriptum

 

0.

Dieser Beitrag ergänzt und erweitert den Eintrag vom 26. September 2020: B (Neuer DJV-Berlin Vorstand) mit Beginn der Folgewoche und wird mit diesem Tage abgeschlossen werden.

Dass dieser Tag ausgerechnet der Tag der Deutschen Einheit ist, mag ein Zufall sein. Allein, dieses Datum erinnert schmerzlich daran, dass es auch im Rahmen des nun wieder zusammengebrachten Berliner Landesverband immer noch nicht gelungen ist, diese Mauer wirklich einzureissen, alle Gräben zuzuschütten oder, alternativ, die richtigen Brücken zu bauen [1].

1.

Am Montag, den 28. September 2020 wurde der vor einer Woche zitierte Eintrag mit den neuen Mitgliedern des Vorstandes um die weiteren Wahlergebnisse [2] ergänzt.

Da bis zum Ende dieses Tages keine weiteren oder weiterführenden öffentlichen Informationen vorliegen, wird zunächst versucht, an anderer Stelle fündig zu werden.

2.

Ausserdem gilt es, den "Aufruf zur Mitgliederversammlung September 2020: Frauen für einen Neuanfang im DJV Berlin – JVBB" nochmals mit den jetzt vorliegenden Ergebnissen zu konfrontieren.

3.

Am 31. August 2020 hatte es einen Aufruf zur öffentlichen Kandidatur gegeben. Bislang - dh. am Montag, den 28. September 2020 - sind aber weder die Namen der KandidatInnen öffentlich gemacht worden, noch ihre Beiträge, noch die Abstimmungsergebnisse.

4.

Ein Blick in auf das Facebook-Konto des Vereins am 25. September 2020 verweist lediglich darauf, dass die beiden bisherigen Vorsitzenden des DJV-Berlin bzw. des JVBB [3] nicht mehr kandidieren, sondern dass es stattdessen um die Frage geht:

Und dass diese wie folgt entschieden wurde:

Auf der heutigen Mitgliederversammlung wurde Steffen Grimberg mit 57,61 Prozent zum Vorsitzenden des DJV Berlin-JVBB gewählt. Gleich geht es weiter mit den Wahlen des restlichen Vorstands und aller weiteren Gremien.

5.

Auch der Blick auf das Twitter-Konto #neuwahlendjvberlinjvbb führt an diesem Punkt nicht sehr viel weiter. Ebenso wenig wie der Blick auf das Konto: https://twitter.com/djv_jvbb.

6.

Wer bei der Internetrecherche die Begriffe "DJV-Berlin" [4] und "Wahlen" eingibt, kommt neben den bereits zitierten Quellen...

... zunächst auf einen Spiegel-Artikel vom 17.07.2004, 16.03 Uhr: Berliner Journalisten planen neuen Landesverband (sic!].

... und dann auf die Einträge des langjährigen DJV-Mitglieds "Burks" in denen er am 26. September 2020 schreibt:
Taz-Seilschaft übernimmt DJV Berlin/JVBB

Steffen Grimberg wurde mit 52 (!) Stimmen zum neuen Vorsitzenden der DJV Berlin/JVBB gewählt, seine Gegenkandidatin, die Ćorona-bedingt per Video zugeschaltet worden war, erhielt 38 Stimmen. Grimberg war Medienredakteur der taz. Auch der Geschäftsführer Michael Rediske kommt von der taz. Tilo Jung hatte vorher erklärt, er würde sich nur wählen lassen, wenn eine Frau Vorsitzende sei.

...und in der nachfolgenden Meldung: "Neuer Vorstand des DJV Berlin/JVBB" weist er zumindest jeder und jedem der Gewählten einen Link zu.

7.

Ein solcher inhaltlich relevanter Eintrag zu den neu gewählten Personen, der über die Namensnennung samt einigen Portrait-Fotos hinausgehen würde, ist bis zum Abend des 28. September 2020 auf der Webseite des Verbandes (noch) nicht zu finden [5].

Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend...

8.

Am 30. September 2020 trifft um 10:30 Uhr eine lange Mail von Frau Gabi Probst ein, die u.a. in ihrem Betreff "Mitgliederversammlung DJV" stehen hat. Dann aber mit dem Satz endet: "eine Veröffentlichung ist nur mit meiner Genehmigung erlaubt".

Die Mitteilung des Verbandes ist trotz eines diskreten persönlichen Hinweises immer noch mit dem Datum "23.9.2020" gekennzeichnet und bleibt nach wie vor auf die Vorstands-Namen, ihre berufliche Position und einige Portrait-Fotos beschränkt.

9.

Am Freitag, den 2. Oktober 2020 trifft die Mail-Aussendung des DJV-Bundesverbandes ein. Einer der Beiträge lautet "DJV Berlin mit neuem Vorstand". Und dieser zitiert das, was auch bereits in den Online-Mitteilungen des Landesverbandes zu lesen ist - die auch bis zu diesem Tag - keine weiteren Ergänzungen erfahren haben.

10.

Diesen Punkt lassen wir - nach all dem zuvor Gesagten und Aufgezeigten - ganz bewusst so lange offen, bis dass es doch noch ein Zeichen, einen Hinweis, eine Erklärung oder einfach nur schlüssiges Handeln gibt, das wieder Hoffnung machen könnte...

WS.

P.S.

Sollten in diesem Beitrag nicht genannte aber veröffentlichte Beiträge aus anderen öffentlichen Quellen übersehen worden sind, werden diese bei entsprechender Mitteilung noch mit eingestellt.

Um es an dieser Stelle - nochmals - zu sagen: Es geht hier nicht um ein wie auch immer (aus-)geartetes KollegInnen-Bashing, sondern um ein nachhaltiges Plädoyer um Transparenz: Eine der Mindestvoraussetzungen dafür, dass wir auf der nächsten Mitgliederversammlung nicht nochmals ein so ungleiches Missverhältnis von Anwesenden und Eingeschriebenen haben.

WS.

Anmerkungen

[1Ganz abgesehen davon, dass ausgerechnet in der Landeshauptstadt von Brandenburg, Potsdam, in der die diesjährigen Feiern zum Jahrestag der Deutschen Einheit durchgeführt werden, immer noch ein weiterer Landes-Verband residiert, der sich als der "DJV Berlin-Brandenburg" auszuweisen glaubt...

[2

Ebenfalls auf der Mitgliederversammlung gewählt wurden:

(jeweils ohne Bedeutung der Reihenfolge)

Aufnahmeausschuss

Annette Rogalla
Christine Dankbar
Ernst August Ginten
Frank M. Wagner
Gabriele Probst
Petra Sorge
Philipp Blanke
Simone Ahrend
Thomas Schneider

Kassenprüfer

Holger Hansen
Petra Hannen
Udo Ladewig

Schiedsgericht

Almut Zimdahl
Ann Schäfer
Gabriele von Moltke
Inge Kundel-Saro
Josef Zens
Peter Kolbe
Peter Pistorius
Renate Thiemann
Sylvia Wassermann
Ulrich Hottelet

Delegierte

Almut Zimdahl
Andreas Oppermann
Annette Rogalla
Astrid Sonja Fischer
Bettina Iduna Kieke
Christian Walther
Christine Dankbar
Frank M. Wagner
Franziska Walser
Gabriele Probst
Gerhard Kothy
Ismail Cevik
Josef Zens
Minou Amir-Sehhi
Negim Bekham
Nils Michaelis
Shams Ul Haq
Simone Ahrend
Stefanie Michallek
Tong Jin Smith
Ulrike Hoffmann
Wolf Siegert

[3

© Simone Ahrend/sah-photo

[4In diesem Zusammenhang der immer noch nicht zu vermeidende Hinweis, dass im Land Brandenburg immer noch ein Journalistenverband mit dem Namen DJV Berlin Brandenburg residiert.

[5Auch der um 17:47 Uhr eingegangene "Sondernewsletter" an die Mitglieder bietet an diesem Punkt keine weitere Aufklärung.


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