"mymoria erfindet den Bestatter neu"

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 1. November 2020 um 21 Uhr 21 Minutenzum Post-Scriptum

 

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Mit einer dieser "aktuellen News" [1] machte am 21. Oktober die Online-Ausgabe der gfm-nachrichten auf und titelt:

mymoria erfindet den Bestatter neu Von Frank Keilacker [2]

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Am Abend dieses Tages gibt es im Deutschlandfunk eine Sendung aus der Reihe: "Aus Religion und Gesellschaft" von Christian Röther vom "Idealbild "Gutes Sterben" mit dem - Sorry: eher bescheuerten - Titel: Aller Ende ist schwer., in der über die unterschiedlichsten Vorbereitungen und Vorgehensweisen im Zusammenhang mit dem Sterben gesprochen wird.

Inklusive einer Untersuchung der LMU, der Ludwig-Maximilians-Universität München, zum Thema: "Vom guten Sterben..." mit dem Ergebnis: Es wird nach wie vor keine einheitliche Semantik zur Behandlung dieses Themas geben. Und sollte es wohl auch nicht, denn in Folge der Tendenz der Optimierung des Lebens laufen wir Gefahr, nun auch einen besonders "guten Tod" ermöglichen zu wollen.

Weiterhin erfahren wir von dem Rückgang der Bedeutung der Seelsorge, aber zugleich von der Bedeutung der Kraft, die die Sterbe-Rituale auch heute noch entfalten können.

Aller Ende ist schwer - Oder: Ist ein "gutes Sterben" möglich?

Z.

Kurz vor Mitternacht in der Kulturpresseschau der Sendung FAZIT auf Deutschlandfunk Kultur berichtet Klaus Pokatzky von einem Interview mit Frau Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz in der Wochenzeitung "derFreitag". Darin wird auch sie / sie auch gefragt, wie sie am liebsten sterben wolle...

P.S.

Am 1. November 2020 wird im Deutschlandfunk in der Reihe "Freistil" eine Produktion des ORF aus dem Jahr 2019 ausgespielt: Das Feature von Günter Kaindlstorfer u.v.a.:
Doktor Prein und der Tod. Bekenntnisse eines Thanatologen:

Dr. Prein und der Tod - Bekenntnisse eines Thanatologen

Anmerkungen

[1,... wenn das mal kein "Hen|di|a|dy|oin" ist...

[2

Bestattungsinstitute haben normalerweise nur eine Sorte von Kunden: Menschen, die über ihre eigene Beerdigung nachdenken, oder Angehörige bzw. Freunde, die einen gerade Verstorbenen unter die Erde bringen müssen. Das bisher lediglich online aktive Unternehmen mymoria will dies in seiner ersten stationären Filiale in Köln nun ändern.

Die Bestattungsboutique hebt sich bewusst von der Konkurrenz ab: Ein großes Schaufenster mit Sicht in den gesamten Laden sowie die Innenstadtlage sollen die Thematik stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Der etwa 100 Quadratmeter große Raum wurde offen und hell als Ort der Begegnung konzipiert, an dem sich Menschen wohlfühlen und frei über den Tod sprechen können. Mit Ausstellungen, Workshops und Seminaren will das dortige Team die Menschen zusätzlich informieren.

Gemütliche Atmosphäre

Im Eingangsbereich werden Verbraucher angesprochen, die nicht unbedingt an einer Bestattung interessiert sind: Dort befindet sich eine Boutique mit hundert kuratierten Produkten, die unter anderem Trauerkarten und Kerzen, Bücher für Kinder und Erwachsene oder Leitfäden führt. Für einen gemütlichen Aufenthalt sorgen Sitzgelegenheiten im Schaufenster. Daran anschließend laden iPads ein, die digitalen Services von mymoria auszuprobieren. Für die individuelle Bestattungs- oder Vorsorgeplanung und persönlichere Gespräche steht der hintere Teil der Filiale zur Verfügung, in dem 70 Birkenstämme für die passende Atmosphäre sorgen.

Expansion geplant

Bereits im November soll die nächste Bestattungsboutique in der Münchner Innenstadt eröffnen, weitere Stores sind geplant. „Wir denken das Bestattungshaus neu und durch die Augen unserer Kunden“, sagt Björn Wolff, Gründer und Geschäftsführer von mymoria. „Jeder Mensch soll sich jederzeit den für ihn richtigen Weg aussuchen können, wie er eine Vorsorge oder Bestattung plant. Es ist nur konsequent, dass wir eine Beratung auch vor Ort ermöglichen. Ob in der Bestattungsboutique in Köln oder via Internet aus dem eigenen Wohnzimmer, unsere Kunden sollen sicher sein, überall den gleichen besten Service bei voller Transparenz zu bekommen.“


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