Telekom-Ticket # 0042-8500-2690

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 18. November 2020 um 18 Uhr 31 Minuten

 

0.

Dieser Text ist keine Doppel zur Aufzeichnung Telekom-Ticket # 264 258 921 von vergangener Woche [1]. Sondern die Aufzeichnung eines Berichtes im Zusammenhang mit einer weiteren technischen Störung, die nunmehr ebenfalls seit Wochen andauerte und dann - am Sonntagabend (sic!) des 15. November 2020 - behoben werden konnte.

1.

Es geht um die Mobilbox des eigenen Geschäftskunden-Mobilfunk-Anschlusses. Diese war nicht mehr in der Lage, nach dem Ende der Ansage eine Nachricht aufzuzeichnen.

Stattdessen wurde der eigene Ansagetext - sorgsamst in drei Sprachen vorgetragen - fortwährend wiederholt.

Nachdem dieser Fehlern weder über das Mobiltelefon noch über das Kundencenter am eigenen Rechner behoben werden konnte, sind inzwischen schon um x-ten Mal die Agenten und Techniker des Hauses um Unterstützung gebeten worden.

2.

Am letzten Wochenende, mit Wartezeiten von einer halben Stunde und mehr [2], wurde dann der Dienst - angeblich - komplett abgeschaltet.

Aber auch dieses Versprechen, dass dies jetzt so geschehen werde, hatte keinerlei Auswirkungen. Ausser auf die eigene Stimmung. Und die der GesprächsteilnehmerInnen, die nach wie vor keine Nachricht hinterlassen konnten.

3.

Es werden im Verlauf des Sonntagabends noch mehrmals weitere Kontakte mit weiteren MitarbeiterInnen an den unterschiedlichsten Orten Deutschland aufgenommen.

Der Sonntag wurde extra deshalb gewählt, da an einem solchen Tag auch ohne grosse Behinderungen alle möglichen Einstellungen erprobt, aber auch wieder ohne Not deaktiviert werden konnten.

Last, but by no means least: Eine Mitarbeiterin aus Nürnberg kommt - endlich - auf die gute Idee, einen Techniker hinzuzurufen.

Mit diesem Mann beginnt dann ein Dialog, der sich über mehr als eine Stunde hinziehen wird. Mit mehrmaligen Testanrufen, bei immer wieder geänderten Einstellungen, inklusive des T-Online-Speichers und des Kundencenters.

Am Ende dieser langwierigen Erkundung gelingt es, das Problem einzukreisen und eine Lösung zu finden.

4.

Am Ende dieser ganzen - letztendlich dann erfolgreichen - Operation kommt es zu einer lobenden Stellungnahme. Samt dem Hinweis, dass es mindestens 8 Personen vor ihm nicht geschafft hätten, dieses Problem einer Lösung zuzuführen.

Zum Schluss des Gesprächs kommt dann dieser Satz zurück:
"Sie waren mein letzter Kunde. Und das nicht nur für heute. Sondern überhaupt. Ich werde jetzt noch die Platte putzen. Und dann werde ich aufgehört haben. Für immer."

5.

Diesen Moment erlebt zu haben, das entschädigt für vieles von dem, was zuvor schiefgelaufen ist. Echt.

WS.

Anmerkungen

[1Weitere Berichte im aktuellen Telekom-Kontext finden sich hier:
- "Kennen Sie Ihre Touchpoints...?"
- No Show: Digital X Campus

[2"Zur Zeit sind alle Kundenberater im Gespräch, bitte warten Sie", so die sich ständig wiederholenden Verlautbarung des Geschäftskunden-Service-Anschlusses. Der, so hat es den Anschein, am Wochenende gar nicht besetzt ist, auch wenn die MitarbeiterInnen bei Annahme der Gespräche sich jeweils mit der Geschäftskunden-Kennung melden.


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