Preview: aufgeben, oder nochmals gasgeben?

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 22. Januar 2021 um 21 Uhr 34 Minuten

 

Anlass dieses Eintrages ist die Mail-Zusendung vom 18. Dezember 2020:

Das VATMH-Team wünscht schöne Feiertage und einen erholsamen Jahreswechsel!

GUTEN TAG, WOLF SIEGERT,

VILLA AURORA & THOMAS MANN HOUSE WÜNSCHEN IHNEN SCHÖNE FEIERTAGE UND EIN GESUNDES NEUES JAHR!

WIR NEHMEN UNS ÜBER DEN JAHRESWECHSEL EINE KLEINE AUSZEIT UND SIND IM JANUAR WIEDER FÜR SIE DA.

DAS NÄCHSTE JAHR STEHT GANZ IM ZEICHEN DES 25-JÄHRIGEN BESTEHENS DER VILLA AURORA ALS KÜNSTLERRESIDENZ.

HIER KÖNNEN SIE SICH NOCHMAL DEN AUFTAKT ZUM JUBILÄUMSJAHR ANSCHAUEN.

0.

Danke. Und entgegen allen Gepflogenheiten wird - in dieser seit dem Jahr 2004 Tag für Tag fortgeschriebenen Publikation - in diesem Text auch das Wort "ich" vorkommen. Also:

1.

Danke! Ich werde dieses Angebot annehmen:

- in dankbarer Erinnerung an die eigenen Erfahrungen sowohl mit dem Thema "Exil" auch in und mit den USA.

- eingedenk der Tatsache, dass ich mich in den letzten Jahren bereits zweimal um eine Stipendium beworben habe und zweimal nicht genommen worden bin.

- ermutigt durch das Schlusswort von Benjamin Ferencz, der am 20. November 2020 am Ende des tagesthemen-Interviews von Ingo Zamperoni erklärte:

"Never give up, never give up, never give up"

- ermutigt durch das Interview von Tim Wiese mit Amelie Deuflhard im Deutschland Kultur in der Sendung "Im Gespräch" vom 22. Dezember 2020, in dem sie am Ende des Gesprächs mit ihrem Satz "Never take a ’no’ for a ’no ’" konfrontiert wird, auf den sie wie folgt antwortet:

[Ein] "Nein" für ein Nein zu nehmen heisst ja im Grunde nur, dass man [ei]ne Absage nicht als zwingend interpretiert, sondern dass man in dem Wissen lebt, dass Dinge auch veränderbar sind - und dass überhaupt alles veränderbar ist: das Leben, die Gesellschaft... aber dass natürlich auch [ei]ne Absage, was ja [ei]ne negative Nachricht ist, in [ei]ne positive umdefiniert werden kann.

- anknüpfend an die Erfahrung, dass auch das "Aus" für eine geplante Theaterinszenierung nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese in späterer Zukunft nicht doch stattfinden kann.

2.

[wird fortgesetzt...]

3.

Markus Klimmer

leben wir nicht heute auch wieder in einem - freiwillig gewählten - medialen Exil?


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