Es geht los: Auf die ARD

VON Dr. Wolf SiegertZUM Montag Letzte Bearbeitung: 31. Mai 2021 um 22 Uhr 58 Minutenzum Post-Scriptum

 

Vom 31. Mai an können bundesweit alle interessierten Bürger*innen vier Wochen lang online auf einer ARD-Plattform mitmachen.

Dieser Satz aus der am 20. April 2021 veröffentlichten Seite: Häufige Fragen zum ARD-Zukunftsdialog ist der Anlass der vollständigen Wiedergabe des an diesem Tag von dieser Seite exzerpierten Textes.

Wir werden - das soll diese ’Zitat wüste’ zeigen - den Intendanten und alle, die in diesen Häusern Verantwortung tragen, beim Wort nehmen!

Dabei regten sich schon vor diesem Tag in den unten in den "PS."- Vermerken zusammengetragen Stimmen aus dem professionellen Umfeld so viele Ein- und Anwürfe, bevor die ZuschauerInnen überhaupt selber zu Wort kommen durften.

Ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen?


Häufige Fragen zum ARD-Zukunftsdialog

Was ist der ARD-Zukunftsdialog?

Den ARD-Zukunftsdialog hat die ARD im Frühjahr 2021 auf Initiative des ARD-Vorsitzenden Tom Buhrow ins Leben gerufen. Über mehrere Monate beteiligen wir in unterschiedlichen Formaten die Bürger*innen an der Diskussion über die Zukunft der ARD.

Warum mach die ARD einen Zukunftsdialog?

Ziel ist es, einen wertvollen Input für die Weiterentwicklung der ARD zu bekommen. Die Debatte um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist in vollem Gange. Bisher beteiligen sich an der Diskussion vor allem die, die sich professionell damit beschäftigen: also Medienpolitiker*innen, Medienmacher*innen, Expert*innen, Interessenvertreter*innen.

Uns ist wichtig, dass auch diejenigen zu Wort kommen, für die wir das Programm machen: die Bürger*innen. Wir möchten Meinungen, Wünsche, Kritik und Anliegen zu unserem Programmangebot und zur Leistung unseres Medienverbunds erfahren, zuhören, nachfragen und mit den Menschen darüber diskutieren. Der Zukunftsdialog hat also den Zweck, den Auftrag und die Angebote der ARD gemeinsam mit den Bürger*innen weiterzudenken. Damit soll der ARD-Zukunftsdialog zur allgemeinen Diskussion über die Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland beitragen.

Warum sollen sich Bürgerinnen und Bürger am ARD-Zukunftsdialog beteiligen?

Mit ihrer Teilnahme können die Bürger*innen einen Input dazu leisten, in welche Richtung sich die ARD in Zukunft entwickeln kann. Dazu können sie Ideen und Anregungen einbringen. Die ARD verspricht einen ehrlichen und transparenten Dialog im direkten Austausch mit Programmmacher*innen und Mitarbeiter*innen der ARD.

Werden die Ergebnisse des Zukunftsdialogs aus umgesetzt!

Das lässt sich nicht pauschal im Vorhinein sagen. Der ganze Zukunftsdialog ist als ergebnisoffenes Projekt konzipiert. Es geht in erster Linie darum, die Menschen in Deutschland mit ihrer Perspektive an der Diskussion zur Zukunft der ARD zu beteiligen. Die Vorschläge und Ideen, die beim ARD-Zukunftsdialog entstehen, sind in jedem Fall ein wichtiger Input für die ARD. Konkrete Entscheidungen müssen dann in den Sendern beziehungsweise in der Medienpolitik fallen.

Die Vorschläge und Ideen werden von der ARD ernst genommen und intern auch breit diskutiert, das haben wir für den Herbst vorgesehen. Die Vorstellungen der Bürger*innen werden wir außerdem in Richtung Medienpolitik transportieren.

Wie läuft der ARD-Zukunftsdialog ab?

Wir starten mit einer digitalen Auftaktkonferenz im Mai. Hier diskutieren rund 200 Bürger*innen mit ARD-Vertreter*innnen und entwickeln verschiedene Themenschwerpunkte zur Zukunft der ARD. Es folgt ein bundesweiter öffentlicher Online-Dialog, bei dem jede und jeder Interessierte mitmachen kann. Im Anschluss werden die Beiträge in internen Workshops in den Sendern der ARD diskutiert und ausgewertet. Im November wird in einer virtuellen Abschlussveranstaltung zusammen mit den Losbürger*innen der Beteiligungsprozess abgeschlossen.

Wer kann beim ARD-Zukunftsdialog mitmachen?

Vom 31. Mai an können bundesweit alle interessierten Bürger*innen vier Wochen lang online auf einer ARD-Plattform mitmachen.

An der Auftaktkonferenz im Mai und der Abschlusskonferenz zum ARD-Zukunftsdialog im November können diejenigen Bürger*innen teilnehmen, die dafür über ein telefonisches Losverfahren ausgewählt wurden. Die Auswahl führt ein Marktforschungsinstitut durch, das auf eine proportionale Verteilung aller Bevölkerungsgruppen achtet. Die rund 200 „Los“-Bürger*innen sollen einen Querschnitt der Gesellschaft bilden.

Wer nimmt von Seiten der ARD am Zukunftsdialog teil?

Bei den beiden großen digitalen Konferenzen im Mai und im November werden sowohl feste als auch freie Mitarbeiter*innen der ARD teilnehmen und mit den Bürger*innen zusammenkommen. Die ARD-Teilnehmer*innen sind zugleich Dialog-Botschafter*innen in ihre jeweiligen Sender. Einige von ihnen werden darüber hinaus in der Zeit des öffentlichen Online-Dialogs im Juni an einzelnen thematisch fokussierten Live-Events teilnehmen.

Wer stellt die ARD sicher, dass die Ergebnisse transparent sind?

Die Online-Beteiligung ist öffentlich und für jeden einsehbar. Die ARD wird in einem Abschlussbericht die Erkenntnisse aus dem Zukunftsdialog veröffentlichen. Zudem möchte die ARD den Zukunftsdialog für eine wissenschaftliche Auswertung zugänglich machen.

Wie geht es weiter?

Wir werden an diesem ersten Tag nicht mehr - aber auch nicht weniger - tun, als diese erste Seite unter dem Alias "LupusDigit" als ersten Beitrag am Ende dieses Tages auf der Seite https://www.ard-zukunftsdialog.de/ posten.

Am nachfolgenden Mittwoch werden weitere Ergänzungen unter dem Titel: Zukunftsdialog der ARD, Tag 3 gepostet werden.

Am 23. Juni ist beabsichtigt, an der dritten der drei Live-Diskussionen teilzunehmen.

P.S.

Der Satz "Wer stellt die ARD sicher, dass die Ergebnisse transparent sind" wird so original von der hier aufgerufenen Seite - Stand 20.4.2021 - zitiert:
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Auf der Kontakt-Seite heisst es:

Sie gehören zu den gelosten Teilnehmer*innen der Auftaktveranstaltung?

Dann kontaktieren Sie uns gerne für Rückfragen unter:
E-Mail: zukunftsdialog@ard.de
Tel: 0800 5678 110
Sie haben allgemeine Fragen zum Zukunftsdialog?

Wir konnten Ihre Fragen bisher noch nicht ausreichend klären, dann fragen Sie gerne nach unter:
E-Mail: zukunftsdialog@ard.de
Tel: 0800 5678 110
Sie sind Journalist*in und möchten über den Zukunftsdialog berichten?

Wir sind jederzeit für Sie für Presseanfragen erreichbar unter:
Svenja Siegert (ARD-Sprecherin)
E-Mail: pressestelle@ard.de
Tel: 0221/220-1475

> Eine Anmeldung bei der ARD- Pressestelle ist unmittelbar nach der Veröffentlichung der o.g. Nachricht (nochmals) erfolgt.

> Eine Rückmeldung zu diesem Thema ist - zumindest bis zum 10. Mai 2021 - nicht erfolgt.

> Einen Niederschlag hat dieses Thema im Presse- und Medienservice der ARD - zumindest bis zum 14. Mai - nicht gefunden.

> Auch der hier seit Wochen offensichtliche Schreibfehler wurde bis zu diesem Tage nicht korrigiert (ist er wirklich Niemandem aufgefallen...?)

> Welches Ereignis ist mit der "Auftaktveranstalung" gemeint und wer sind die "gelosten Teilnehmer*innen"?

> Ein Rückmeldung ist bis zum 20. Mai 2021 nicht erfolgt. Dabei sprechen an diesem Tage Tom Buhrow, Vanessa Wormer mit Jan Koch auf der MEDIA CONVENTION Berlin zum Thema: "ARD Zukunftsdialog – auf dem Weg zu 80 Mio. Programmchef*innen":

In einem Jahrzehnt der digitalen Transformation geht es auch für die ARD um zentrale Zukunftsfragen. Was erwarten Nutzer*innen, die Menschen im Land, vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wie muss er sich verändern? Und wie will die ARD es schaffen, Journalismus und Angebote nutzerzentrierter zu machen?

> Hier gibt es schon die Antwort, bevor das Publikum überhaupt hat zu Wort kommen können:

> Am Pfingstmontag, den 24.05. 2021 gibt es (dazu?!) im Deutschlandfunk ab 15:30 – 16 Uhr einen "@mediasres Spezial" Beitrag von Antje Allroggen:

Mediasres - das Medienmagazin vom 24.05.2021 - komplette Sendung

Speeddating: Annäherungsversuche zwischen Medien und Publikum
Schon seit einigen Jahren ist das Verhältnis zwischen Medien und Publikum kompliziert. Während auf der einen Seite das Vertrauen zunimmt, wächst zugleich die Entfremdung – und zwar rasant. Das belegt eine Langzeitstudie der Universität Mainz zum Thema Medienvertrauen eindrücklich. Waren es 2017 noch 18 Prozent, die der Aussage zustimmten, die Medien hätten den Kontakt zu den Menschen verloren, waren es nur ein Jahr später schon 27 Prozent. Besonders gegenüber den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gibt es Vorbehalte, das zumindest zeigt die Debatte um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags. Wie können sich Medien und Publikum wieder annähern? Wir stellen neue Lösungsansätze vor.

> Am selbigen Montag, den 24. Mai 2021, erscheint in der Online-"Plus"-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung ab 18:51 Uhr dieser Artikel von Laura Hertreiter. Sie leitet zusammen mit Alexander Gorkow das SZ-Ressort Kultur und Medien und titelt mit: Neustart, jetzt:

ARD und ZDF sind in die Jahre gekommen - und sollten ihr Programm dringend reformieren. Denn nicht bloß Netflix lockt die Zuschauer, auch andere Sender rüsten auf.

> 26. Mai 2021: Presse-Anfragen an die WDR-Kommunikation werden eben sowenig beantwortet wie die an die ARD. Dabei ging es nur darum, wo und wann des Gespräch mit Tom Buhrow und Vanessa Wormer öffentlich einsehbar und nachhörbar sein wird.

> Am 28. Mai 2021 wird in einer weiteren Presseschalte den grossteils bekannten Kolleginnen und Kollegen die Webseite vorgestellt, die dann am 31. Mai - für vier Wochen (sic!) - freigeschaltet werden soll. Und es wird von einer Online Begegnung von einem (von einer Agentur?) ausgesuchten Publikum berichtet, dass der Veranstaltung letztendlich nicht in der erwarteten Anzahl beiwohnt. Aber von alledem ist nur vom Hörensagen zu erfahren, die entsprechenden Ammeldungen bleiben nach wie vor unbeantwortet.

> Am 28. Mai 2021 berichtet die Kollegin Vera Linß nach der Anmod von Vladimir Balzer in der Sendung "Fazit" von Deutschlandfunk Kultur ab 23:49 Uhr über das "Fernsehen der Zukunft - Abschlusstagung zum Zuschauer-Projekt #meinfernsehen21"

„Handlungsbedarf konnten wir für folgende Themenfelder identifizieren: Kommunikationskanäle für Kritik und Anregungen installieren, die Verbindung zwischen Entscheidern und Publikum stärken, Entscheidungen und Strukturen erklären (Sender, Medienpolitik, Medienbildung), Wissenslücken identifizieren und schließen, den Diskurs über die Qualität von Medien öffnen und nicht ausschließlich mit Expertinnen und Experten führen“, so Grimme-Direktorin Frauke Gerlach.

> Am 29. Mai 2021 ist bei zwei der oben nicht namentlich erwähnten "üblichen Verdächtigen", bei Daniel und Jörg im Medienmagazin von radio 1 im rbb das Thema eines der Sendeschwerpunkte.

> In der Nacht zum 30. Mai 2021 lässt sich dann nochmals Wolfgang Schäuble zu diesem Thema im Gespräch mit Vivian Percovic von 3sat auf dem Blauen Sofa im Deutschlandfunk vernehmen - das am 28. Mai 2021 aufgezeichnet wurde - mit Sätzen, die hier nur exemplarisch als pars pro toto in einem kurzen Auszug wiedergegeben werden:


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