Covid 19 "Survival" Games

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 30. August 2021 um 22 Uhr 01 Minutenzum Post-Scriptum

 

Auf der Eröffnung der zweiten rein digitalen GamesCom erklärt Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat der CDU:

„Die gamescom ist ein leuchtendes Beispiel für die starke soziale Komponente von Computer- und Videospielen, die vielen Menschen weltweit durch die Corona-Pandemie geholfen hat. Diese Form von Gemeinschaft ist ein grundlegender Baustein unserer Gesellschaft."

Um diese Aussage zu untermauern, haben sich seine RedenschreiberInnen sicherlich auf diese beiden aktuellen Aussagen aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich bezogen, die wir hier als Link-Zitate nochmals einstellen:

#gamescom2021 Eröffnung Pressetext

- Deutschen fällt ohne Games Decke auf den Kopf
BITKOM-Erhebung unter 1.269 Personen zeigt: Computerspiele als Mittel gegen Corona-Blues

- Briten verfielen Videospielen im Lockdown
Ofcom-Bericht für 2020 zeigt: Anstieg auch der mobilen Nutzung in sämtlichen Altersgruppen

Es ist allerdings fraglich, wer von den hier zitierten PolitikerInnen sich die vorabendliche digitale Online-Show angesehen hat, die aus Los Angeles eingespielt und mit einigen inserts aus Köln ergänzt wurde, hier eine Sammlung von Screenshots mit Szenenbildern von diesen neu angekündigten Games:

oder die nachfolgende Diskussion eben dieser aus dem gamescom-Studio [2].
.

Denn, wer beides gesehen hat, mag sich darüber wundern, mit welcher Freude, Kompetenz und Ausgelassenheit die ModeratorInnen und KommentatorInnen im Studio über ihre eigenen Spiel(e)erfahrungen sowie die an diesem Abend zuvor angekündigten Neuerscheinungen ausgetauscht haben - einerseits. Und eben diesen Ankündigungen andererseits: Die eigentlich mit einer so vorurteilsfreien Haltung auf- und angenommen nur von Menschen angenommen werden können, die in ihrem Leben nie eigene Kriegs- und Überlebens-Kampferfahrungen haben machen müssen.

P.S.

Als besondere "Highlights" gelten aus Sicht der Redaktion nach wie vor die Entwicklerkonferenz devcom, auch wenn diese in den Pressemitteilungen nur wenig Berücksichtigung fand, während die Veranstalter selbst gleich auf ihrer Homepage laut und deutlich sagen:

devcom is more than a game developer conference

Und zum Ende des parallel dazu verlaufenden Kongresses dann am Freitag, den 27. August, die „Debatt(l)e Royale", die aus der Landesvertretung des Landes Nordrhein-Westfalen in Berlin übertragen wurde und auch HIER ÜBER DIESEN LINK nochmals nachverfolgt werden kann.

Hier diskutierten wenige Wochen vor der Bundestagswahl Dr. Stefan Hennewig, Bundesgeschäftsführer der CDU, Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, Dr. Volker Wissing, Generalsekretär der FDP, Jörg Schindler, Bundesgeschäftsführer Die Linke sowie Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen, wie die richtige Digital- und Games-Politik für Deutschland aussehen sollte und was ihre Parteien den jungen Wählerinnen und Wählern anzubieten haben. Moderiert wurde die Runde von Creator LeFloid. Streamerin Tinkerleo griff die Fragen und Reaktionen aus der Community auf und brachte sie in die Debatte ein.

Eine Publikumsbeteiligung war unter den Hashtags #gcc21, #DebattleRoyale und #gamescom2021, aber auch bei Tinkerleo im Twitch-Channel [3]
möglich:

Anmerkungen

[1Hier zu sehen und zu hören im nachfolgenden JPEG Death’s Door-Sonntagsspiel

[2Hier mit Sceenshots zu jenen Momenten, in denen diese Spiele besprochen wurden:

[3Hier zu sehen und zu hören im nachfolgenden JPEG Death’s Door-Sonntagsspiel


2945 Zeichen