Frauen Feier Kampf Tag

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 8. März 2022 um 22 Uhr 57 Minutenzum Post-Scriptum

 

Auszug aus einem Anschreiben der GEW-Berlin vom Freitag, den 4. März 2022:

Aufruf zum Frauen*kampftag am 8. März

Liebe Kolleg*innen,

wir schreiben unsere Mail zum 8. März in sehr schwierigen Zeiten: Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine zerstört unzählige Existenzen, er bringt Leid und Tod, zerreißt Familien und zwingt Menschen zur Flucht. Während Männer zum großen Teil nicht aus der Ukraine ausreisen dürfen, sind es insbesondere Frauen und Kinder, die bereits zu Hunderttausenden auf der Flucht sind. Wir verurteilen diesen völkerrechtswidrigen Krieg auf das Schärfste. Unsere unbedingte Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine. Wir solidarisieren uns auch mit allen, die sich in Russland an Protestaktionen gegen den Krieg engagieren und dabei von Verfolgung und Repression bedroht und betroffen sind.

Gerade auch im Angesicht dieser schrecklichen Ereignisse feiern wir den internationalen Frauen*kampftag als Tag der Solidarität! Wir erinnern an die Erfolge der Frauenbewegung, wollen aber auch aufzeigen, dass Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist. Die Sorgearbeit leisten immer noch überwiegend Frauen. Auch Erziehungs-, Bildungs-, Betreuungs- und Pflegeberufe sind noch immer stark von Frauen dominiert und besonders diese Berufe bekommen trotz vieler Solidaritätsbekundungen aus Politik und Gesellschaft zu wenig Wertschätzung und finanzielle Anerkennung.

Wir laden euch am 8. März zu zwei Aktionen ein:

• Der Sprecherinnenrat der GEW BERLIN sorgt mit einer symbolischen Umbenennung für Sichtbarkeit. Wir benennen das „Haus des Lehrers“ am Alexanderplatz um in „Haus der Pädagog*innen“. Es spricht die GEW-Landesvorsitzende Martina Regulin.
Treffpunkt: 10 Uhr am „Haus der Pädagog*innen“, Alexanderplatz

• Die GEW BERLIN unterstützt die Kampagne „Feministische Projekte sicher finanzieren“, die sich gegen die Kürzung der Mittel für feministische Zentren in Berlin stellt. Wir wollen gemeinsam für eine Sicherung und einen Ausbau der Finanzierung von Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit demonstrieren. Es darf keine Kürzungen in diesen Bereichen geben! Besonders in der Coronazeit brauchen wir mehr, nicht weniger Mittel. Wir rufen zur zentralen Kundgebung auf.
Treffpunkt: 11 Uhr auf dem Nettelbeckplatz

Mit dem Thema Lebenszeit, Arbeitszeit und Sorgearbeit beschäftigt sich die GEW BERLIN auch auf einem Fachtag am Mittwoch, den 11. Mai, von 9 bis 15 Uhr.
Die Suche nach neuen Modellen für Arbeits- und Lebenszeit und nach mehr Zeitsouveränität für alle Menschen ist ein zentrales gewerkschaftliches Thema. Es geht um mehr Zeitsouveränität in allen Lebens- und Berufsphasen. In Impulsvorträgen, Workshops und Diskussionen beschäftigen wir uns mit feministischen Perspektiven auf Arbeitszeit und Lebenszeit. Zur Anmeldung geht es hier: https://www.gew-berlin.de/veranstaltungen/detailseite/gew-fachtag-zeit-zu-leben-zeit-zu-arbeiten

Wir freuen uns auf euch!

Solidarische Grüße
Martina Regulin und Tom Erdmann,
Vorsitzende der GEW BERLIN

TV-Bilder vom Tage:


P.S.

Frage: Warum bedarf es bei dem Wort: "Frauen*kampftag" eines Sternchens? WS.


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