Preview: "Was mit Medien..."

VON Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 26. März 2022 um 18 Uhr 57 Minuten

 

Es ist nicht das erste Mal, dass im Rahmen dieser Online-Publikation das Thema der Medien ganz allgemein und der öffentlich-rechtlich verantworteten Medienangebote insbesondere besprochen und verhandelt werden.

Gegenwärtig gibt es eine neuen Anlass, nachdem gerade erst diese Woche wieder die Zukunft des DAB+ Radios in einer illustren Runde mit den ’üblichen Verdächtigen’ verhandelt wurde und zum Ende der Woche die Vorbereitung zur Zusammenarbeit mit einer weiteren privaten Fachhochschule zur Debatte steht, die auch in Berlin vertreten ist [1]

An dieser Stelle werden jetzt aber nicht die zahlreichen Aufzeichnungen, Dokumente und Stellungnahmen nochmlas hervorgeholt, zusammengefasst und kommentiert, sondern ganz spontan in einer nicht gerade diplomatischen Art und Weise die aktuellen Befindlichkeiten und absehbaren Entwicklungen wie folgt skizziert.

Die Zeit der rein analogen Distribution des Rundfunksignals ist vorbei, auch wenn sie uns im Alltag immer noch als die dominierende erscheinen mag.

Aber wer ist "uns"? Der - zunehmend mobile - Empfang von bild- und tongebenden Signalen ist nicht mehr den Fernseh- und Radio-Empfangsgeräten vorbehalten.

Diese Mobilität im Emfangsbereiich der Konsumenten spiegelt sich aber - immer noch nicht - wieder in den klaasischen Produktinspalästen vor allem der öffentlich-rechtlichen ’Anstalten’.

Dort hat man - immer noch - genug Kapazitäten, um vor allem die Planung und Genese einer Sendung zu supporten, oder, wie andere sagen würden auch, mit einem unsäglichen Aufwand an Bürokratie zu überfrachten.

Bei ’Den Privaten’ hingegen werden die - vergleichsweise geringen - Mittel vorwiegend in den Sektoren der Ausspielung und Verwertung ihrer Produktionen investiert.

Mit weniger Aufwand mehr Erfolg haben, dieses ’Muss’ der Privaten ist zu einer verhängnisvollen Blaupause der "Öffentlich-Rechtlichen" geworden - mehr eher fatalen den fruchtbaren Folgen.

Inzwischen wird auch dem Letzten in diesen Häusern klar, dass sich die zukünftige Zumessung von Wertigkeit und Existenzberechtigung nicht mehr allein auf der Ebene der nationalen Konkurrenz von ’Öffentlich-Rechtlich’ und ’Privaten’ abspielen wird, sondern längst überschattet, ja überlagert wird, von den aussereuropäischen Anbietern.

Aber auch hier hat ein Systemwechsel stattgefunden: die Konkurrenz ist nicht mehr ’Hollywood’ oder ’Bollywood’, sondern es sind die Amazons und Disneys, die Sonys und Tencents. die sich dieses Filmimperium inzwischen untereinander aufgeteilt und damit faktisch zerschlagen haben.

Die wichtigsten Assets dieser Film-Studios sind aber nicht allein die Studios selber, sondern die Film-Stocks, also all das, was in diesen Studios schon produziert wurde. Und das im Verein mit all dem, was derzeit aktuell vor allem in den Serien-Formaten on-top produziert wird.