Preview: Tanz in den Mai?!

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 30. März 2024 um 00 Uhr 43 Minuten

 

Auf der Suche auf der immer noch schwierig zu bewältigenden Webseite des Bayerischen Rundfunks nach einem Redakteur des BR24Medien-Programms - ehemals MedienMagazin - passiert das, was man sonst immer nur als einen Vorteil des Zeitungslesens hervorgehoben hat, dass man auf einen Beitrag stösst, den man eigentlich gar nicht gesucht hat und der dann dass das eigene Interesse anspricht.

In diesem Fall geht es um den Audio- und Video-Beitrag vom 25. Jänner 2024:

Ballett trotz Mobbing – Johannes tanzt sich durch.

Er erinnert auf deutliche - auch fatale - Weise an ein frühes Stück eigener Lebensgeschichte: den Besuch der Ballettschule Romanovski in Bremen, von frühester Jugend an bis zur Pubertät.

In dem hier zitierten Bericht machen alle Beteiligten in ihren Äusserungen deutlich, dass der Johannes ganz selbstverständlich Teil des Teams sei. Bis zu dem Moment, in dem es öffentliche Aufführungen geht. In diesen würde er als die einzige nicht-weibliche Person eine ganz besondere Rolle einnehmen.

Bingo: Genau so ist es auch im eigenen Fall gewesen. Und genau diese Aufführungen waren letztendlich auch der Grund, zur Zeit der Pubertät augestiegen zu sein. Denn schon in jenen jungen Jahren tauchten immer deulichere Zweifel an dem Rollenverständnis des tanzenden jugendlichen Prinzen auf, der nach und nach jeweils eine seiner Partnerinnen in die Bühnenmitte begleitete, dort mit ihnen einen gemeinsamen Part vorführte um sie sodann wieder - sagen wir es mal etwas krass - in ihre Ecke zu stellen.

Nein, das wurde damals schon klar: bei aller nach wie vor ungebrochenen Freude im Tanz, mit einem solchen Rollenverständis gab es immer weniger Einverständnis.

Aber
, auch hier gibt es einen ’guten Schluss’: die mehrjährige Zusammenarbeit mit Johann Kresnik und seinem Tanz-Theater-Ensemble in Bremen.