... warum sollte Peter Thiel nicht am 7. Juni an einem (Streit-)Gespräch mit Wolfgang Palaver zum Thema „Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik“ im Rahmen der Wiener Festwochen im Hotel Intercontinental teilnehmen können?
Laut einem Bericht des ORF vom 27. Mai 2026 sollte darüber erst am 29. Mai um 16.00 Uhr im Verlauf der Debatte am Wiener Theater Odeon entschieden werden.
Am Abend des 27. Mai 2026 spricht Marietta Schwarz darüber mit dem Intendanten der Festwochen Milo Rau in der Sendung Fazit im Deutschlandfunk Kultur:
Abgesagt: Keine Diskussion mit Peter Thiel bei den Wiener Festwochen
Anstatt eines Kommentars diese polemische Frage: Wie wäre diese Entscheidung ausgegangen, wenn Peter Thiel neben der deutschen, der US-amerikanischen und der neuseeländischen auch noch die österreichische Staatsbürgerschaft vorzuweisen gehabt hätte? WS.
Dieser Beitrag war zunächst mit "Thiel als Theologe" überschrieben. Der anstelle eingeführte Begriff bezieht sich auf den der Theosophie Blavatsky’s.
Kaum ein Thema ist in der vergangenen Woche in der Kulturszene so diskutiert worden wie die Einladung des Tech-Milliardärs Peter Thiel zu den Wiener Festwochen. Mittlerweile wurde der geplante Auftritt wieder abgesagt, aber ganz beruhigt haben sich die Gemüter noch nicht. Der Feuilleton-Chef des österreichischen Nachrichtenmagazins „Profil“, Stefan Grissemann, kritisierte im Deutschlandfunk vor allem den Schlingerkurs von Festival-Chef Milo Rau in der Sache. Rau sei in dieser Causa erstmals an die Grenzen seiner Konfrontationslust geraten. Milo Rau selbst widersprach dieser Einschätzung in der Zeitung "Der Standard„. Er ist der Meinung, dass sich die Wahrnehmung und Relevanz der Wiener Festwochen durch die Debatte um den Paypal-Gründer Thiel „exponentiell vergrößert“ haben. Dass er den – Zitat – „vielleicht mächtigsten rechten Menschen des Planeten“ eingeladen hatte, um mit ihm in einer kritischen Öffentlichkeit zu diskutieren, hält er auch nach der Aufregung darum für „demokratiepolitisch relevant“.