Aus der Presse-Erklärung vom 28. April 2025:
Carine Chardon, designierte Geschäftsführerin der gfu: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit dem Team der Geschäftsstelle die Sichtbarkeit der gfu zu stärken sowie zusammen mit unseren Partnern die IFA in Ihrer Funktion als globale Leitmesse unserer Industrie weiterzuentwickeln. Die Übernahme der gfu-Geschäftsführung stellt für mich gleichermaßen Kontinuität und Neubeginn dar: Mit vielen gfu-Gesellschaftern verbindet mich eine langjährige Zusammenarbeit im Rahmen der ZVEI-Tätigkeit – die Themen und Herausforderungen der Branche sind mir bestens bekannt. Gleichzeitig ist der Wechsel eine echte Veränderung, bei der ich meine Kreativität und Gestaltungskraft voll einbringen kann.“
In diesem Jahr hat sich Carine Chardon erstmals ausführlich gegenüber der Presse erklärt.
Und am Ende dieser, ihrer ersten IFA, wollen wir sie u.a. dieses fragen:
Bevor wir in diesem voraussichtlich letzten Interview im Rahmen der IFA 2006 ausführlicher auf die Vergangenheit, vor allen Dingen aber auf die Zukunft diese Veranstaltung eingehen werden, bitte ich Sie vorab am Ende dieser Ihrer eigenen Premiere auf dieser Veranstaltung sich noch einmal dem breiteren Publikum von DaybyDay.press vorzustellen.
Welche Erfahrungen aus Ihren vorangegangenen Aufgaben beim ZVEI und der Deutschen TV-Plattform haben Sie besonders qualifiziert / motiviert, sich dieser neuen Herausforderung zu stellen?Jetzt am Ende dieser, ihrer ersten IFA 2026, die für Sie sicherlich nicht überraschende Frage, welche Herausforderungen Sie vorhergesehen haben und mit welchen Sie andererseits hier erstmals konfrontiert wurden?
Aus meiner Sicht eines Mannes, der nun wohl und gerne ein halbes Jahrhundert mit dieser Veranstaltung in Verbindung stand, stellt sich die Frage nach der Herausforderung nicht nur aus einer persönlichen, sondern auch aus einer systemischen Sicht. Spielen wir die bisherigen Prägungen noch einmal durch anhand der Namen, die ursprünglich für diese nachfolgenden Kürzel standen. Selbst auf der internationalen Pressekonferenz war es notwendig den Begriff der GFU nochmals neu zu prägen…
… die GFK ist nicht mehr die GFK, die Messe Berlin ist nicht mehr Veranstalter, sondern Dienstleister für eine IFA, die auch nicht mehr DIE IFA ist. Selbst der auf ihrem Gelände 1926 in Berlin errichtete Funkturm ist ebenso wenig noch ein Wahrzeichen für die Zukunft dieser Veranstaltung wie auch der bisher noch über die 100 Jahre hinaus gerettete „Funkotto“, oder?
Nochmals nachgefragt: Sie wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass solche Sätze wie the future is now oder innovation for all ernsthaft und nachhaltig die bisher dominierenden Claims dieser Show ersetzen können. Eine Mimikry als Beleg: Wenn man am Messegelände entlangfährt, findet man dort auf einem großen Plakat den Satz „IFA Innovation für alle“
und auf dem Schriftsatz dieser Anzeige wird nur das Wort „Innovation“ mit einem Großbuchstaben vorgestellt, nicht aber die nachfolgenden Worte „für“ und „alle“.Bei ihrer Vorstellung am 28. April 2025 wurde das Ziel formuliert: „die IFA in Ihrer Funktion als globale Leitmesse unserer Industrie weiterzuentwickeln“ – aber, wer bitte, ist diese „unsere“ Industrie?
Auch hier ein ebenso simples wie aussagekräftiges Mimikry von der internationalen Pressekonferenz. Die einzige Frage die nicht auf Englisch, sondern in deutscher Sprache gestellt wurde, wurde an Sie von einem Teilnehmer chinesischen Ursprungs gestellt.
Das ist als Zeichen an der eigenen systemischen Pin-Wand hängen geblieben; ich habe anschließend nochmals recherchiert: Nach meinen Ergebnissen stammen inzwischen mehr als die Hälfte aller Aussteller aus der Volksrepublik China, Hongkong, Macau oder Taiwan. Könnte aus deren Sicht der zukünftige Claim nicht länger the future is now heißen, sondern the future is ours?Ich frage so deutlich nach, da sich die internationale Pressekonferenz vom 2. September nicht nur durch Ihre von hohem Sachverstand geprägte Präsentation auszeichnete - im Gegensatz zu vielen anderen PK’s, die nur noch als Shows abgefeiert werden - sondern weil Sie es zugelassen haben, dass wir als Journalisten direkt am Ort Fragen stellen konnten. Welche Fragen haben Sie auf dieser PK vermisst – oder auch in diesem Gespräch?
Wollen Sie noch etwas sagen zum Trend topic The Age of Empathic Technology?
Wann endlich, werden Technologiethemen nicht nur von Frauen vertreten, sondern auch von ihnen / Ihnen verantwortet?Diese IFA war mit Ihnen, soviel können wir als Claim unter Dreien wohl festhalten, ein Ort und ein Anlass für Inspirierende Fragen und Antworten.
In diesem Sinne besten Dank – auch im Namen meines Publikums - für das Gespräch.
Soweit das Konzept - und hier das Interview in der Praxis. Es lohnt sich, bis zum Ende und dem Ausblick auf die noch ausstehenden Aufgaben zuzuhören:


