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Der siebente Oktober ist DER 7.OKTOBER
Mittwoch 7. Oktober 2026, von Dr. Wolf Siegert
Wie Gedenken, wenn es einem immer noch die Sprache verschlägt?
Was bleibt, sind Fragen wie diese:
– Wo war das Militär?
– Hat davon zuvor wirklich niemand was in Israel gewusst?
– Warum konnte/durfte die Aufklärungskommission nicht eingesetzt werden?
– Was hat der Kampf um die ’Befreiung’ der Geiseln gekostet?
– (Wie) Kann der Krieg gegen die Hamas enden?
– Einst schon fast vollzogen, gibt es heute noch eine Chance für eine Zwei-Staaten-Lösung?
– Wie sieht praktische Solidarität aus - auch mit den JournalistInnen in Gaza?
Dazu:
– Stimme der Demokratie: Der Pianist Igor Levit
Der Film begleitet Igor Levit auf der Suche nach seiner jüdischen Identität und dem Wesen der Demokratie. Nach dem 7. Oktober 2023 blickt er kritisch auf Deutschland.
Igor Levit im Interview der KULTUR ZEIT auf 3sat vom 7. Oktober 2026 gibt Antwort auf die folgenden Fragen von Frau Clarissa Stadler : Was hat der 7. Oktober mit Ihnen gemacht? | Ist jüdisches Leben unsicherer geworden? | Warum darf es kein Schweigen geben? |
– Jüdische Kantorin von Gottesdienst in der Gedächtniskirche ausgeladen
Thomas Schubert: Jahrelanger Streit in der jüdischen Gemeinde flammt wieder auf
Inmitten der Berliner Antisemitismusdebatte sollte dieses Ereignis ein Signal senden: Mit einem Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wollten der evangelische Landesbischof Christian Stäblein, der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, der jüdische Rabbiner Andreas Nachama und der Imam Kadir Sanci an die Opfer des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober erinnern.
„Gemeinsam wollen wir ein Zeichen des friedlichen Miteinanders senden“, hatte der jüdische Rabbiner Andreas Nachama gesagt. „Solange im Heiligen Land unserer drei Religionen, solange in der gesamten Region, von Libanon bis Gaza, von Teheran bis Tel Aviv bis Teheran, nicht Frieden herrscht, wird auch in anderen Teilen der Welt weiter Hass auf die Straßen getragen werden, auch bei uns in Deutschland, auch hier in Berlin.“
Doch der Friedensappell wurde von einem Streit um Avitall Gerstetter überschattet. Die jüdische Kantorin, die im Zusammenhang mit dem 7. Oktober selbst einen Cousin verloren hatte, sollte ursprünglich auf besondere Einladung von Bischof Christian Stäblein im Gottesdienst singen. Dann kam es allerdings kurzfristig zur Ausladung Gerstetters.