"Die Welt des Xi Jinping" auf arte.tv

VON Dr. Wolf SiegertZUM Dienstag Letzte Bearbeitung: 22. Dezember 2018 um 19 Uhr 42 Minuten

 

Diesen Dienstag, 18. Dezember 2018, ab 20.15 Uhr [1] gibt es eine ganze Abfolge von Film-Beiträgen und ein Studiogespräch zum Thema: "China erobert die Welt" [2]. Und es wird empfohlen, sich diesen ganzen Abend Zeit zu nehmen - oder danach die Beiträge in der Mediathek anzuschauen und anzuhören [3].

- Die Welt des Xi Jinping

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

- Studio-Gespräch mit Alice Ekman.

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

Es folgt ab 21:40 Uhr der Beitrag:

- Der tausendköpfige Drache

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

ab 22:40:

- Taiwan: Mit Heavy Metal ins Parlament

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

ab 23:35:

- Hongkong - Aufstand der Demokraten

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

ab 00_35:

- Liebe im Reich der Mitte [4]

Hier bis zum 22. Januar 2019 einsehbar.

Anmerkungen

[1Weitere Sendetermine gibt es am Dienstag, 18. Dezember 2018 um 20.15 Uhr und Freitag, 21. Dezember 2018 um 09.35 Uhr. Online ist der Beitrag vom 18. Dezember bis 16. Februar 2019 einsehbar.

[2Das schreibt die Redaktion:

Chinas Wirtschaft wächst und auch politisch gewinnt die Volksrepublik zunehmend an Einfluss. Von Strafzöllen und Sanktionen seitens der US-amerikanischen Regierung lässt sich hier niemand einschüchtern. Doch geopolitische Konflikte sind noch immer ungelöst. THEMA widmet der Region einen Abend und macht sich auf, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Reich der Mitte zu verstehen.
In „Die Welt des Xi Jinping“ geht THEMA den Motiven des Staatspräsidenten und kommunistischen Führers auf den Grund. Als Schlüsselperson der chinesischen Politik lenkt er das Land seit 2013 mit nüchternem Pragmatismus und Kalkül. Sowohl innen-, als auch außenpolitisch.
Danach begibt sich ARTE mit „Der tausendköpfige Drache“ auf die Spuren weltweiter Wirtschaftsspionage. Der China-Experte François Reinhardt deckt ein umfassendes chinesisches Spionagenetzwerk auf. Welchem Bestreben folgt die Volksrepublik und was wissen deutsche und französische Geheimdienste?
Anschließend widmen wir uns einem alten Konflikt: Wie steht es um die Ein-China-Politik der Volksrepublik und das Verhältnis zu Taiwan? In „Taiwan: Mit Heavy Metal ins Parlament“ zeigt ARTE, wie ein Musiker für die Unabhängigkeit seines Landes kämpft.
Außerdem wirft THEMA einen Blick auf die Sonderverwaltungszone Hongkong. Die ehemalige britische Kolonie sieht sich und seine boomende Wirtschaft einer neuen chinesischen Kolonisation ausgesetzt. „Hongkong - Aufstand der Demokraten“ verschafft den Verfechtern echter Demokratie in der Region Gehör.

[3Oder mit dem Programm MediathekView auf den eigenen Rechner herunterzuladen.
Besonders herauszuheben ist, dass sich in der Liste der Beiträge beide Fassungen, sowohl die in deutscher als auch in französischer Sprache, zu finden sind.

[4

40 Jahre nach Maos Kulturrevolution findet in China eine sexuelle Revolution statt. In ihrem Zentrum stehen die Frauen. Die Dokumentation zeichnet ein intimes Porträt verschiedener Frauen in China und gewährt einen selten offenen Einblick in eine Revolution im Verborgenen, die in den kommenden Jahren die chinesische Gesellschaft stark verändern wird.

Im "Happy Sex Salon" der Sexualtherapeutin Dr. Hongli in Peking treffen sich Frauen aus allen Milieus, um den Gebrauch von Dildos zu erlernen, sich über weibliche Sexualität aufklären zu lassen und ihre Rolle als Frau neu auszuloten. 40 Jahre nach Maos Kulturrevolution findet in China eine sexuelle Revolution statt. In ihrem Zentrum stehen die Frauen. Vor vier Jahren starb der Mann der 49-jährigen Hausfrau Li Hua. Es war eine Vernunftehe. Nun macht sich Li Hua auf die Suche nach der großen romantischen Liebe und findet sie am Ende auch – nach Sex-Salon, Tanzschule und Beziehungsberatung. Die 32-jährige Food-Bloggerin Wen-Wen gilt als "Leftover Woman" und muss sich fragen lassen, warum sie mit über 30 immer noch unverheiratet ist. Die 67-jährige frühere Journalistin Ms. Wang erinnert sich an die Jahre der Kulturrevolution, als Liebe und Sex noch als verbotene Ablenkung von der Revolution galten. Im Wohnzimmer der Studentin Hua-Ying trifft sich seit 2012 die feministische Bcome Group: junge Aktivistinnen, die mit verstörenden Performances auf die Lage der Frauen im heutigen China aufmerksam machen. Das bleibt nicht ohne Folgen: Am Weltfrauentag 2015 wurden drei Aktivistinnen verhaftet. Von der Unmöglichkeit eines Coming-out erzählen Ping und Ting, die nur in der Anonymität der Großstadt Peking als lesbisches Paar ihre Liebe leben können.

Die Dokumentation "Liebe im Reich der Mitte - Chinas Frauen im Aufbruch" ist ein intimer und selten offener Einblick in eine Revolution im Verborgenen, ein radikales Erwachen, das in den kommenden Jahren die chinesische Gesellschaft transformieren wird.


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