Brecht haben
Musik: Eichhorn/Pigor Text: Pigor
Trompete. Posaune. Tuba: Stefan Gocht Klavier: Benedikt Eichhorn
Es ist ein ururalter Theaterkonflikt
Man muss entscheiden, wie eine Inszenierung tickt
Hält man einem Werk die Treue
Oder setzt man radikal auf das Neue?
Wie kann man heute mit den alten Meistern
Die Menschen überhaupt noch begeistern?
Soll man den Willen des Autoren achten
Oder genussvoll die alten Meister schlachten?Was die Nachgebor´nen sehen und hören
Die Entscheidung liegt bei den Regisseuren
In jeder neuen Lage neu nachzudenken
Ist ihr Job. Sie sollen krank sein und kränken!Sie solln verdammt noch mal ins Risiko gehn
Und uns beibiegen, wie sie die Verhältnisse sehn
Es sind nur noch zwölf Jahre, dann ist es soweit
Dann kommt das Ende der finsteren ZeitAm 1.1. 27 ist der Brecht endlich frei
Dann ist Schluss mit der ewigen Brechthaberei
Dann werden alle den Meister inszenieren
Und den Brecht regelrecht massakrieren
Dann ist Schluss mit ihren 70 Jahren Urheberrecht
Dann inszenieren wir den Brecht richtig schlechtAm 1.1. 27 ist der Brecht endlich frei
Dann ist die Tyrannei der Brecht´schen Erben vorbei
Und auch der Suhrkamp kann niemanden mehr zwingen
Den Baal nur noch original zu bringen
Nach 70 Jahren Tribut
Wird der Brecht endlich öffentliches GutUm Himmels Willen nichts gegen Tantiemen
Es ist in Ordnung dass Autoren etwas nehmen
Auch Verwandten und beteiligten Dritten
Die unter dem Autoren littenGebührt nach dessen Tod ein Schmerzensgeld
So hat sein Werk auch noch Bedeutung für die Nachwelt
Doch wenn sich Erben als Verhinderer begreifen
Und sich auf ihre Sicht der Dinge versteifenWenn ein Nachlassverwalter nichts nachlässt
Wenn ein Nachgeborener die anderen erpresst
Dann ist das uncool Leute, das ist echt nicht Okee
Los, setzt die Erben von B.B. ins CCAm 1.1. 27 ist der Brecht endlich frei
Dann ist Schluss mit der ewigen Brechthaberei
Dann darf sich jeder, der will bei dem bedienen
Der sich bediente bei seinen Konkubinen
Dann geht es nicht mehr darum Recht zu brechen
Dann heißt es fleddern und somit Brecht zu rächen