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re:publica 2026 (I)

Montag 18. Mai 2026, von Dr. Wolf Siegert

Anders als geplant, wurde diese Veranstaltung zunächst aus dem Büro an den Monitoren und Lautsprechern verfolgt. In der Nacht zuvor hatte der grösste und mächtigste Rechner einen Kurzschluss ausgelöst und musste vom Netz genommen werden, bevor all die anderen Schaltkreise wieder Zug um Zug aktiviert werde konnten.

Also wurde die Eröffnung noch vom Bildschirm aus verfolgt. Und das war auch gut so. Denn es wäre wirklich von Vorteil gewesen, wenn diese ersten Minuten zuvor besser hätten geprobt werden können. So sympathisch das auch sein mag, nach so vielen Jahren immer noch spontan zu reagieren und die eigene Aufregung nicht zu verstecken, auch die Präsentation dieser positiven Elemente hätte einer gewissen Dramaturgie durchaus zum Vorteil gereicht [1].

Performance does not require scale!

Brake up the empires of AI and the United States.

less rockets, more bicycles

Und in Europa? Warum muss sich Mistral mit Microsoft verbinden?
Es folgt eine Reihe von Empfehlungen für einen langen, alternativen Weg mit Transparenz und Regulierung als Leitplanken.

Hier wird von Oliver Nachtwey und Carolin Amlinger analysiert und erklärt, wie es dazu kommen wird, wenn noch in diesem Jahr die AfD die Mehrheiten in Wahlen erringen kann, vielleicht sogar die absoluten Mehrheiten.
Frage von Ann-Kristin Tlusty: ist Faktenchecking eine Antwort oder sogar die Lösung?
Die Antwort des Wissenschaftlers, der öffentlich dafür dankt, kein Politiker sein zu müssen:
Es gelte, eine andere "Emotionspolitik" in die Waagschale gegen den "demokratischen Faschismus" einzubringen.

Die EU-Digital-Gesetze ... bleiben die eines zahnlosen Tigers.
Vielleicht ist der DFA, der Digital Fairnisses Act, noch ein Anlass zur Hoffnung?
Symbolpolitische Verbote sind nicht die Lösung der anstehenden Probleme.
Chat-Bots sind nicht nur eine Hilfe, sondern auch eine Gefahr für wunerable Personen.
Die neuen Überwachungsgesetze - wie das vom biometrische Bildnisabgleich (pim eyes oder clear view) und der "vorsorglichen Speicherung" und der automatisierten Datenanalye (Palantir) - basieren auf einem wahrlich "blinden" Vertrauen.
Und wer kontrolliert die Cloud-Infrastrkturen? Microsoft (< 500 Millionen), Oracle (< 3 Milliarden), ...
... open source muss endlich gemeinützig werden.
Konzerne haben Millionenbudgets und wir haben Menschen wie Dich!

AUF DEM WEG ZUR VERANSTALTUNG KAM ES ZU EINEM VERKEHRSUNFALL, SO DASS ES KEINE WEITERE AKTUELLE BERICHTERSTATTUNG GEBEN WIRD.

Stattdessen einige Auszüge aus dem Programm von radioeins vom rbb am 18. Mai 2026:

Was gibt es 2026 auf der re:publica?

Gespräch mit Markus Beckedahl und Andreas Gebhard

Die re:publica 2026 stellt den Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Unter dem Motto "Never Gonna Give You Up" diskutiert die digitale Gesellschaft Ideen für eine bessere, souveräne Zukunft. Mehr dazu von den re:publica Mitgründern Markus Beckedahl und Andreas Gebhard.

Die re:publica 2026 versteht sich auch in diesem Jahr als Plattform für die digitale Gesellschaft und setzt mit dem Motto "Never Gonna Give You Up" ein Zeichen für Zusammenhalt und Zuversicht. Angesichts wachsender Herausforderungen wie Überwachung, Plattform-Monopolen und fehlender digitaler Souveränität wollen die Veranstalter den ursprünglichen Traum eines freien Internets neu beleben.

Zwischen KI und Empathie: Trauer in der digitalen Welt

Gespräch mit Susanne Kabisch

Die re:publica 2026 widmet sich auch einem oft übersehenen Thema: Trauer in der digitalen Gesellschaft. Anlass sind persönliche Verluste innerhalb der Community – etwa der Tod eines langjährigen Mitwirkenden. Die Philosophin Susann Kabisch spricht auf radioeins über digitale Abschiede – und warum echte Empathie unersetzlich bleibt.

Locker, klar und politisch: Merkels Botschaften auf der re:publica
Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel beim WDR Europaforum im Rahmen der re:publica 2026

Gespräch mit Julia Vismann

Angela Merkel zeigt sich auf der re:publica entspannt und politisch zugleich: Zwischen persönlichen Einblicken und klaren Warnungen ruft sie zum Wählen auf. radioeins-Reporterin Julia Vismann war dabei und berichtet darüber.

Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel war auf der re:publica 2026 beim WDR Europaforum zu Gast und zog ein großes Publikum an. Im Gespräch mit den Hosts des "0630"-Podcasts, Caro Bredendiek und Florian Gregorzyk, und der Community zeigte sich die ehemalige Bundeskanzlerin entspannt, humorvoll und nahbar – etwa mit Anekdoten aus ihrer Zeit in einer Berliner WG oder persönlichen Vorlieben wie ihrem Döner.

Inhaltlich wurde es auch politisch: Merkel warnte vor den Versprechen der AfD und betonte die Bedeutung demokratischer Beteiligung. Ihr Appell: wählen gehen und eine eigene politische Haltung entwickeln.

Bernhard Pörksen über die Kunst des Zuhörens: Warum Aufmerksamkeit zur Schlüsselressource wird

Gespräch mit Bernhard Pörksen

Auf radioeins und der re:publica spricht der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über die Kunst des Zuhörens – und warum echte Aufmerksamkeit in der digitalen Welt immer seltener wird.

Einst war Information knapp; heute ist Aufmerksamkeit knapp. Einst war es schwer, zum Sender zu werden. Heute ist es schwer, Gehör zu finden, weil sich das Verhältnis von Senden und Empfangen, von Rede und Zuhören radikal verschiebt. Einst war es schwer, publizistisch Resonanz zu erzeugen. Heute haben die sozialen Medien ein gigantisches Resonanzversprechen produziert, das in der Regel enttäuscht wird.

Was heißt es vor dem Hintergrund erschwerter Bedingungen, wirklich zuzuhören, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen, sich der Weltsicht des Anderen auszusetzen? Wie entkommt man der Neigung zur vorschnellen Verurteilung, die das Kommunikationsklima der Gegenwart vergiftet? Bernhard Pörksen präsentiert jenseits von Fertigrezepten und Versöhnungskitsch Ansätze und Methoden, die eine neue Offenheit und tieferes Verstehen ermöglichen.

Never Gonna Give (You) Up – Warum wir immer weiter machen

Gespräch mit Julia Vismann

Wie entstehen Allianzen, die wirklich tragen? Wie gelingen Widerstand und Fürsorge in unseren derzeitigen digitalen Räumen? Und was braucht es, um individuelle Erschöpfung zu vermeiden und kollektive Tatkraft zu erhalten? Gemeinsam blicken Luisa Neubauer, Constanze Kurz, Alice Hasters & Carolin Emcke auf der #rp26 auf die drängenden Fragen unserer Gegenwart. Mehr dazu von radioeins-Reporterin Julia Vismann.


Ein besonderer Hinweis gilt dem Podcast von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, der an diesem Abend den in der Kategorie "Podcast" den CIVIS-Medienpreis gewann, Europas bedeutendste Medienauszeichnung für Integration und kulturelle Vielfalt.

Die Hosts Hubertus Koch und Yousuf Mirzad gehen in vier Teilen den Fragen nach: Was geht ab im Amateurfußball? Woher kommt die Gewalt? Und ist der Amateurfußball noch zu retten?

["Spielabbruch – Macht Gewalt den Amateurfußball kaputt?"-https://www.ardsounds.de/sendung/spielabbruch/urn:ard:show:6875a739e71c7aa7/]

Autorin: Pamina Rosenthal, Redaktion: Jean-Luc Pignon (Radio Bremen) und Lea Utz (BR).

Portfolio


[1Ja, ich verwende hier ganz bewusst ein Deutsch, dass selbst zur Gründung unserse Bloggertreffens anno 2007 schon altertümlich geklungen haben mag. WS.