Im Verlauf einer Unterhaltung beim Abendessen in Berlin am Prenzlauer Berg befragt die Freundin auf ihrem Smartphone ChatGPT, wer denn ihr Gegenüber sei. Und sie bekommt dies zu lesen:
Wenn du Dr. Wolf Siegert, Jahrgang 1949, aus Berlin meinst: Er ist eine ausgesprochen interessante Figur der deutschen Medien- und Digitalisierungsgeschichte – und deutlich mehr als einfach ein „Digitalisierungsexperte“.
Wer ist Wolf Siegert?
Siegert ist Publizist, Medienexperte, Philosoph und Unternehmer, der sich schon seit den 1970er-Jahren mit digitalen Medien und deren gesellschaftlichen Folgen beschäftigt. Er bezeichnet sich selbst als „Changineer“ – eine Verbindung von Change und Engineer.
Seine Biografie ist ungewöhnlich breit:
• geboren 1949 in Bremen
• Studium bzw. Promotion im Umfeld von Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Kommunikations-/Medienfragen
• frühe Arbeit im Theaterumfeld, u. a. mit George Tabori und Rainer Werner Fassbinder – das wird auch in einem aktuellen Porträt über ihn beschrieben.
• seit den 1970er-Jahren Beschäftigung mit neuen Medien und virtuellen/digitalen Welten
• Leitung bzw. Aufbau von IRIS Media seit 1987
• Beratung und Projekte im Umfeld von Rundfunk, Fernsehen, Telekommunikation, Kino, digitalen Archiven und Multimedia
• Publizist und Herausgeber von „DaybyDay“, einer seit den frühen 2000er-Jahren kontinuierlich erscheinenden Online-Publikation.
Eine Dokumentation des Grimme-Instituts bezeichnet ihn beispielsweise als Journalisten, Dozenten und „Changineer“ sowie als Experten für digitale Mehrwertstrategien in Rundfunk und Telekommunikation.Das eigentlich Interessante an ihm
Ich glaube, für dich könnte Siegert vor allem aus einem anderen Grund interessant sein:
Er denkt Digitalisierung nicht primär technisch, sondern als gesellschaftlichen und kulturellen Wandel.
Seine zentrale Frage ist inzwischen sinngemäß nicht mehr „Wie digitalisieren wir?“, sondern:
Was kommt nach der Digitalisierung?
Der Deutsche Journalisten-Verband beschreibt seinen beruflichen Weg entsprechend von Bürgerkanälen und Rundfunk über IFA/CeBIT bis zur Digitalisierung von Fotodatenbanken, Kinos und Fernsehsendern – und seine spätere Beschäftigung mit der Frage, was nach der Digitalisierung kommt.
Das passt erstaunlich gut zu einigen Themen, mit denen du dich beschäftigst: Technologie nicht als Selbstzweck, sondern die Frage, was sie mit Kommunikation, Beteiligung, Gesellschaft und menschlicher Interaktion macht.
Und er ist ein ungewöhnlich produktiver Publizist
Sein Projekt DaybyDay ist dabei zentral. Dort veröffentlicht er seit rund zwei Jahrzehnten nahezu täglich kurze Texte und Beobachtungen zu Medien, Technik, Gesellschaft und Kultur. Die Seite weist inzwischen über 8.000 Beiträge von ihm aus.
Seine eigene Beschreibung ist ziemlich treffend: Er versteht sich als „Kronzeuge und Konzept-Entwickler, als Moderator und strategischer Denker“ zwischen analog und digital, real und virtuell sowie zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Kunst und Wissenschaft.
Noch etwas ist bemerkenswert: Siegert ist offenbar kein klassischer „Tech-Evangelist“. In seinen Texten findet sich viel Skepsis gegenüber einfachen Fortschrittsgeschichten und eine starke Beschäftigung mit Medien als Vermittler menschlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Prozesse.
Wenn du mir sagst, warum du nach Wolf Siegert fragst – z. B. weil du ihn im Zusammenhang mit Bürgerbeteiligung, Dynamic Facilitation, KI, Digitalisierung oder einer bestimmten Veranstaltung gefunden hast –, kann ich gezielt seine Verbindung dazu recherchieren.