Eingefrorene Gesichter und der Blick auf das eigene Doppelkinn: Videokonferenzen sind anstrengend. Mit "Zoom Fatigue" hat dieser Überforderungszustand der Corona-Pandemie bereits einen Namen.
Es es gibt auch positive ZOOM-Zeichen des Wandels, wie Marcus Schuler in der Sendung "Wirtschaft am Mittag" am 14. Mai 2020 für den Deutschlandfunk berichtet:
Und hier ein praktisches Beispiel, wie der PACT Zollverein, das HAU in Berlin und mit ihnen viele Andere die ZOOM-Konferenz-Tools für diese eigene Art des "Endspiels" nutzen:
Zusätzliche Aufzeichnungen von der kürzesten Nacht des Jahres, der Nacht der Sommersonnenwende vom 20. auf den 21. Juni 2020.
Unter Einsatz der ZOOM-Software spielt eine deutsch-englische Theatergruppe eine ganze lange Video-Nacht für und mit einem Publikum, das sie nicht sehen können.
Hier ein Mitschnitt aus der Sendung FAZIT auf Deutschlandfunk Kultur am Endes dieses längsten Tages des Jahres 2020, dem
– 20. Juni 2020 ab 23:15 Uhr.
Aber wie wird das Publikum sich einklinken können, wenn es schon nicht einmal möglich ist, zu begreifen, was ihr ’richtiger’ Gruppen-Name ist, um die ’richtige’ URL zu ihrer Online-Performance zu finden: "GOBB-SCOTT"?
Performance in Berlin: 12 Stunden Suche nach der guten Zeit
Und so bleibt es leider einmal mehr bei einem jener typischen Insidergespräche zwischen den Eingeweihten, dem Moderator Eckhard Roelcke auf der einen Seite und einer der an der Performance beteiligten Ensemblemitglieder, Johanna Freiburg, auf der anderen Seite...
– 21. Juni 2020: Für den nachfolgenden Gruppentermin um 7 Uhr in der Frühe war aus Taiwan kommend, ein ZOOM_Link zugesagt zu bekommen. Dieser traf auch per Mail ein, allein, es war nicht möglich, sich über diesen Link einzuloggen
Vielmehr verlangte das System eine eigene Anmeldung - was bislang immer auch nach mehr als gut und gerne hundert Sessions hatte vermieden werden können.
Also erfolgt eine Anmeldung mit dem Namen der Firma: "IRIS" als Vorname und "Media" als Nachnahme. Und als nach dem Geburtsdatum gefragt wird, wird dummerweise nicht der Gründungstag der Firma angegeben, sondern der persönliche Geburtstag. "Dummerweise...?" Die anderen TeilnehmerInnen warteten schon eine zu lange Zeit darauf, dass sich nun auch endlich der einzige Newcomer aus Germany dazuschalten möge (der sich zunächst ’nur’ via Telefon hatte beteiligen können). Und da lagen die Nerven schon zu blank, als dass noch ein strategisch angemesseneres Verhalten möglich gewesen wäre.