Synology DS220+ START

VON Admin, Dr. Wolf SiegertZUM Samstag Letzte Bearbeitung: 4. August 2020 um 11 Uhr 30 Minutenzum Post-Scriptum

 

Prolog

Dieser Bericht beginnt mit dem 10. Juli 2020. Seit diesem Tag stand uns ein Testgerät zur Verfügung. Und wird seitdem - Zug um Zug - eingesetzt. Das heisst, nach und nach und nicht wirklich systematisch mit seinen Möglichkeiten konkret im "Wirkbetrieb" entdeckt.

Wenn etwas nicht gleich so klappt, wie erwartet, wird es auch mal für einen Momemt stehen gelassen, da das Gerät ja erst am 23. Juli 2020 offiziell für den Verkauf freigegeben sein wird. Zum Abschluss dieses Berichtes - eine Woche später - wird die Installation dann hoffentlich abgeschlossen werden [1]

Im Verlauf dieses Testlaufs sind wir ganz bewusst das Risiko eingegangen, dieses Gerät in die aktuelle Binnenstruktur eines VSME’s wie dem unseren zusätzlich mit einzubinden. Damit wollen wir uns nicht von den Profi-Test-Labor-Kolleginnen und Kollegen und deren Arbeit abgrenzen [2], sondern vielmehr deren Voten mit diesem nachfolgenden konkreten Erfahrungsbericht ergänzen.

Der Umfang dieser Dokumentation ist so gross, dass wir diese in mehrere Abschnitte unterteilt haben. Dieser hier nennt sich "DS220+ START" und wird rückwirkend auf den 18. Juli 2020 datiert [3].
Der zweite nennt sich "DS220+ BETRIEB" und wird auf den 25. Juli 2020 datiert. Eine dritte Seite ist in Vorbereitung und wird dann: "DS2020+ FOLLOW-UP" heissen.

Die Arbeitsumgebung

Wie schon gesagt, sind wir ein "VSME", ein Very Small Medium Enterprise, mit einer Reihe von ca. 5 Clients: Workstations und diversen Einzelplatzrechnern, die alle auf Windows 10 pro 64 Bit laufen. Einer von diesen arbeitet noch mit der 32 Bit-Architektur [4]. Ausserdem gibt es einen Zugriff über mobile Endgeräte mit den unterschiedlichsten Betriebssystemen: Windows, Apple, Linux, iOS und Android.

Anders als in einem Testlabor wo alles immer wieder "auf Null" zurückgestellt wird ist das Büro nach und nach schon durch die unterschiedlichsten Anwendungs-Szenarien gewandert. Bis hin zu einem SBS-Exchange-Server von Microsoft, der so lange betrieben wurde, wie es dafür noch einen qualifizierten Support gab. Danach wurden alle auf diesem Server vereinten Dienste und Funktionen ausgelagert und aufgeteilt: Die Mail-Dienste laufen heute über Outlook in der Telekom-Cloud in einer Azure Infrastruktur. Die AV-Datensätze - insbesondere für den Filmschnitt auf AVID - wurden auf eigene externe Platten ausgelagert und hängen jetzt als kleine 2T-SSD’s direkt an den Workstations. Nur die im tagesüblichen Einsatz generierten und verwalteten Datensätze hingen zuletzt an einem NAS von Western Digital. Bis die damit gesammelten Erfahrungen dazu führten, sich nach einer Alternative umzusehen.

Dieser Verlaufs- und Erkenntnisprozess wurde in diesen beiden Einträgen fixiert:
 WD NAS X2 Ultra: der zweite & letzte Versuch ,
 WD My Cloud EX2 Ultra 8 TB (I).

Vor Beginn dieses Testlaufs wurden alles auf diesem Gerät eingespielten Datensätze auf eine grosse externe Festplatte übertragen und diese soll sodann an das am 10. Juli 2020 eingetroffene Testgerät angehängt werden. Aber nicht gleich. Was dann geschah, wird erst in dem Folgebericht eine Woche später zu lesen sein, heute beginnen wir zunächst einmal mit den üblichen Standards.

Unser Testgerät

Da dieser Text erst nach dem 23. Juli freigeschaltet wird, können wir die vom Haus bekanntgegebenen Daten - abgestimmt auf die hier angelieferte Konfiguration - auch an dieser Stellen zitieren:

• Kapazität: 2 x 10 TB
• Prozessor: Intel Celeron J4025 2-Core 2,0 GHz, Turbo bis 2,9 GHz
• RAM: 2 GB DDR4 Onboard
• Netzwerkports: 2 x Gigabit (RJ-45) LAN-Port, 2 x USB 3.0-Anschluss

Hier die umfangreichere offizielle Vorstellung des Gerätes als PDF:

Unboxing

Hier das Standard-Pre-Unboxing-Foto:

Interessant, dass auf dem über Rotterdam ausgeschifften Karton "Made in China" stand und nicht "Made in Taiwan" (臺灣製造) .

"Quick Installation"

Nachdem wir alles auseinandergenommen haben, ist die erste Aufgabe, die ebenfalls mitgelieferten Platten in die dafür vorgesehenen Halterungen einzusetzen. Das Abnehmen und Wiedereinsetzen der Clips funktioniert gut. Mit dieser neu konzipierten Einrichtung wird zugleich die Stabilität der Fixierung erhöht. Denn die Gummieinlagerungen in den Einschüben halten die Festplatten in der richtigen Position (HP legte früher seinen Geräten noch zusätzlich kleine Papierringe bei, mit denen das Laufgeräusch der Platten gedämpft werden konnte - wie aus Fachkreisen berichtet wird ;-).

Wir waren angenehm überrascht, dass jetzt auch der Einbau von 21/2Zoll - Platten vorgesehen ist, und auch die dafür notwendigen Fixierschrauben beigelegt wurden [5].

Das Kaltgeräte-Stromkabel hat zwar die für die Serverräume richtig kurze Länge, wird aber hier für diesen Versuch zunächst durch ein anderes ersetzt, mit dem wir bequem eine der im Büro selbst gegen Blitzeinschlag abgesicherten Stromquellen erreichen.

Und Strom bitte...

Nachdem die erste blaue Lampe am Einschaltknopf geblinkt hat, ist zusätzliche eine Status-LED in gelb zu sehen, sowie die LAN-LED.

Also öffnen wir das Webinterface des Telekom (Huawai) Speedport-Router W 724 B und schauen, ob der Router das NAS indentifiziert hat.

Die Identifikation hat funktioniert, und der DNS-Server des Routers ermöglicht, per Hostname auf die DS220+ zuzugreifen.

Die NAS-IP

Obwohl der Zugriff auf das NAS von den Windows-Rechnern im Netz damit leicht möglich sein sollte, hakt es, denn die DS220+ wird nicht von allen Computern gefunden [6].

Wir versuchen es mit dem in den Synology Foren erwähnten Web-Assistant. Den zu finden ist eine echte Herausforderung, da er zwar auf einigen Synology-Support-Seiten verlinkt ist, sich jedoch unter den angegebenen Links nicht herunterladen läßt. Erst eine Webrecherche fördert einen Link auf einen FTP-Server zutage, unter dem mit etwas Suchen sich eine scheinbar funktionsfähige Version des Web-Assistant für die Diskstation 220+ findet [7].

Auch dieser Download wird von uns mit den entsprechenden Screenshots Schritt (siehe unten) für Schritt dokumentiert.

Leider bringt uns aber auch dieser Web-Assistant nicht weiter als die Windows-eigene Netzwerkerkennung. Das Programm ist offensichtlich für ältere Windows-Versionen gedacht. Und dann kommt ein einmaliges Fiepen aus dem Kasten und auf dem Client-Screen tauchen die folgenden Ansagen auf:

Das NAS fragt nach einem "Servernamen": IRISDS220plus
Das NAS frag nach einem "Benutzernahmen": IRIS
Das NAS fragt nach einem Passwort: auch das wird erstellt
Das NAS fragt nach einer Bestätigung...

... akzeptiert aber keinen Namen, der schon im BenutzerNamen mit enthalten ist [8].

Da die Installation auf einem englisch konfigurierten Rechner gestartet wurde, wird das Englische zunächst als die Default-Einstellung angezeigt. Da es aber hier um einen Test für vornehmlich deutschsprachige Nutzer geht, wird der Standard auf Deutsch und die damit verbundenen Derivate umgestellt.

Die Sicherheitsabfrage will nochmals wissen, ob das wirklich der Fall sein solle, bevor das Ganze dann nochmals neu hochgefahren wird.

Der erste Eindruck...

Insgesamt ist festzustellen, dass die durchaus komplizierten und komplexen Vorgänge der Inbetriebname in viele Einzelschritte aufgeteilt werden. Daher auch die Anfrage, ob es um eine Anwendung im häuslichen Umfeld oder in einem betrieblichen Umfeld gehe.

Wir haben uns zunächst die Routinen für den Heimgebrauch aufgespielt und gesehen, dass in diesem Szenarium die Sicherung auf einem USB-Stick vorzunehmen sei. Dennoch wird hier nicht versucht, den Nutzern in dem eher privaten Umfeld "die Weltsicht des Herstellers" aufzuzwingen. Und das ist gut so.

Bei der Konfiguration des Speicherpools... wird die synologyeigene "Speed"-Variante ausgewählt. Damit wird sodann ein spezielles RAID 1 - System nach den Vorgaben des Herstellers angelegt.

Darauf wurde ein Speicherpool aufgesetzt, der ohne Grössenbeschränkung durch ein Quota auskommt.

Auf die Anfrage, seinen Synology-Accout-Namen zu nennen, werden die entsprechenden Daten eingetragen.

Die dadurch aktivierte Quick-Connct-ID erleichtert in einem VSME die Arbeit, da sie einen konfigurationsfreien und sofort verfügbaren Fernzugriff ermöglicht. Für grössere Unternehmen scheint uns diese Technik weniger geeignet.

http://quickconnect.to/... in unserer Systemumgebung gibt es je einen Linux- und einen Windows 10 pro - Rechner, welche beide auf die DS220+ zugreifen können. Ein neuer Micosoft Surface Book 2 - Rechner dagegem findet keinen Zugang.

Warum? Die Synology-Dokumentation verweist auf den beschriebenen Web-Assistant: https://www.synology.com/en-global/knowledgebase/DSM/help/Assistant/assistant. Aber der Versuch, mit seiner Hilfe den Zugang dann doch zu schaffen, scheitert. Es stellt sich die Frage, wieso die entsprechenden Angebots-Links, die von Synology selber bereitgestellt werden, ins Leere führen. [9] img15173|center>

DSM Interface - Diaschau

Hier stellen wir eine Sammlung von weiteren Screenshots zusammen, die im Zusammenhang mit dem bis zu diesem Punkt beschriebenen Prozess zur Dokumentation hergestellt wurden:

Der Link zum Assistenten
download synology assistant windows
filetransfer example
lan geraete
lan synology nas
setup 001
setup 002
setup 003
setup 005
setup 006
setup 007
setup 008
setup 009
setup 010
setup 011
setup 012
setup 014
setup 015
setup 016
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setup 019
setup 020
setup 021
setup 022
setup 023
setup 024
setup 026
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setup 028
setup 029
setup 030
setup 031
setup 032
setup 033
setup 034
setup 036
setup 037
setup 038
setup 039
setup 040
setup 041
setup 042
setup 043
setup 044
setup 045
setup 13
setup 35
1 20200718 irisds220plus nach usb connect
10 20200718 irisds220plus ping unreachable
10 20200718 irisds220plus ping unreachable
11 20200718 irisds220plus after reboot
12 20200718 irisds220plus dokumente no folder
13 20200718 irisds220plus dokumente new folder properties
2 20200718 irisds220plus nach zugriffsversuch
3 20200718 irisds220plus nach start speichermanager
4 20200718 irisds220plus error overview
5 20200718 irisds220plus logout impossible
6 20200718 irisds220plus reboot
7 20200718 irisds220plus reboot ongoing
8 20200718 irisds220plus frozen
9 20200718 irisds220plus inaccessible
Kopiervorgang

Hier geht’s weiter:

 Synology DS220+ BETRIEB

P.S.

How to Download Synology Assistant for Windows, Mac, and Linux, November 18, 2019 by Tony Florida

Windows Netzwerke unter Windows 10 einrichten

Wie im Nachgang zu diesem Text zu erfahren war: Der Link zur aktuell gültigen Assistenz-Software lautet: https://www.synology.com/de-de/support/download/DS220+#utilities. Das Versprechen lautet:

Synology Assistant is a desktop utility that searches for Synology servers within the local area network. It allows you to search and connect to your Synology server or set up Wake on LAN (WOL).

So lautet die Abfragefunktion des neuen Assistenten;

Und so sind die Ergebnisse:
Negativ bei allen Rechnern, deren Betrieb über eine PIN # gestartet wird:

Positiv, bei den Rechnern, die über einen Nutzernamen und ein Passwort gestartet wurden:

Anmerkungen

[1Nicht funktioniert hat bislang die Einbindung aller Clients, die bereits in andere Netzwerke und Domains eingebunden waren. Von diesen Geräten ist bislang ein Zugriff auf das NAS nicht möglich.

[2Siehe hier zum Beispiel die c’t Magazin Publikation vom 4. Juli 2020 im Heft 15 ab Seite 74 von Ernst Ahlers (Online ab dem 13. Juli 2020): NAS-Test: Netzwerkspeicher mit zwei Plattenschächten von QNAP und Synology.

[3Ja, wir wissen, dass Deutschland eines der ’letzten Länder’ ist, in denen dieses Teil ausgeliefert wird, halten uns aber dennoch natürlich an diese Regel.

[4...und eben der ist auch schon in der Lage, trotz einer anderen Domäne-Adresse auf das NAS zuzugreifen (sic!)

[5Beim Wiedereinsetzen ist hilfreich, dass sich die Halterungen nur in einer Richtung wieder einsetzen lassen. Das klingt banal und bedarf dennoch der Erwähnung.

[6Die im Netz dazu bereitgestellten Info-Videos wie: Wo finde ich was? - Die Synology DSM Oberfläche sind dafür nicht spezifisch genug. Interessanter ist da schon der Beitrag: NAS - Grundlagen & Einrichtung externer Zugriffe. Schliesslich haben wir uns auch den Beitrag:Benutzer- und Gruppensteuerung mit Synology angeschaut. In der Sache auf jeden Fall hilfreich, für unsere Fragen dennoch leider nicht zielführend...

[7Wir gehen davon aus, dass sich diese Prozedur nach dem Freischalten des Gerätes vereinfachen wird.

[8Erst zu einem späteren Zeitpunkt wird im DiskStationManager DSM eine Seite ausgemacht, auf der man diese Passwortregeln genauer bestimmen kann, das war aber zunächst beim Start nicht bekannt

[9Allein, einmal installiert, wird der Assistent auch nicht weiter fündig, der er prüft die Windows-Konfiguration überhaupt nicht ab. Deshalb ist es vielleicht sogar ganz gut, dass dieser nicht mehr gefunden werden kann, da er nur Erwartungen weckt, die an dieser Stelle nachhaltig enttäuscht wurden.


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