BP STEP: Die KI der Zukunft Die Zukunft in der KI

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 13. Januar 2026 um 01h48minzum Post-Scriptum

 

Nachfolgend einer der vielen Beiträge, die im Verlauf des Jahres 2025 auch im Rahmen der Vorbereitung für dieses Buch geschrieben und mit der Leserschaft diskutiert wurden.

Bevor wir daraus zitieren, an dieser Stelle vorab Hinweise auf Einträge, die im Jahr 2025 entstanden:

In dem einen geht es um den Beitrag eines befreundeten Medien- und Kulturwissenschaftlers, in dem er der sogenannten KI eine eigene Wortprägung mit dem Begriff der künstlichen Extelligenz zuweist:

 Siegfried Zielinski: KünstlicheEXtelligenz

Bei der darin dokumentierten Vorstellung dieses Manifestes wurde seine Person eingeführt, indem auf die Einträge verwiesen wurde, die rechnerseitig über ihn bereits im Netz zur Verfügung stehen. Daraufhin wurde in einem zweiten Versuch zum Ende des letzten Jahres die eigene Person einer ebensolchen Befragung unterworfen.

 Wer ist: / Who is: Dr. Wolf Siegert ?

Auch dieses Ergebnis hier noch mal zur Einsicht: Mag sie doch aus Sicht des Verlages die Profilierung ihres Autors unterstützen, auch wenn sie aus der Sicht des Autors selbst nur einen Teil seines Lebenslaufes zur Geltung bringt. Selbst dann, wenn er sich selbst gerne im Gegensatz zur Zweiteilung zwischen dem Digital Immigrant und dem Digital Native als Digital Resident begreift.

Als drittes Element ein Beitrag vom Mittwoch, den 30. Juli 2025, im Deutschlandfunk-Programm "Kultur heute", Moderation Michael Köhler. Es geht um ein Gespräch mit dem Medienwissenschaftler Martin Andree im Rahmen der Reihe „Vorwärts oder rückwärts – Wohin bewegen wir uns?“, das mit der Rolle und Bedeutung der Buch-Produktion und -Rezeption einst und jetzt beginnt: "Digital Detox – Die Macht der Tech-Giganten und die Rettung der Demokratie?"

 Unfreie Medienfreiheit. Medienwissenschaftler Martin Andree zur Macht der Tech-Konzerne

Unfreie Medienfreiheit. Medienwiss. Martin Andree zur Macht der Tech-Konzerne

Spätestens mit diesem Beitrag wird klar, dass die deutschsprachige Ausgabe des Buches nicht mit der identisch sein kann, die in englischer Sprache für den internationalen Markt aufgelegt werden wird.

Daher als viertes Element ein Blick zurück auf das Interview von Heinz Laubenthal "mit dem Fachmann für elektronische Speichertechnik Professor Wilhelm Runge [1] über das Gehirn als Informationsspeicher im Vergleich zur Arbeitsweise von modernen Informationsmaschinen" im Südwestfunk vom 1. Juli 1959:
 Kann elektronische Speichertechnik das menschliche Hirn ersetzen?

Hier nun einer von vielen Hinweisen auf das angestrebte Gelingen dieser Versuche, diese bisher noch als gütig gesetzten Grenzen zu überwinden:
. der Maschine - ganz im Sinne des Philosophen Johann Gottlieb Fichte - ein "Ich"-Bewusstsein als Mittelpunkt ihrer ’Welt’ zu ermöglichen
 der Maschine - im Gegensatz zur Zukunfts‘theorie‘ eines Karl Valentin - die prognostische Kompetenz zuzuschreiben.

WINA: WEIGHT INFORMED NEURON ACTIVATION FOR ACCELERATING LARGE LANGUAGE MODEL INFERENCE

Microsoft stellt die effizienteste KI aller Zeiten vor (ahmt menschlichen Geist nach) [2]

Hintergrund dieser Entwicklung ist der Versuch von Microsoft, sich von dem mit Milliarden finanzierten Partner OpenAI mehr und mehr abzulösen, ihn zu einem "frienemy" zu machen.

Es wird neben dem hier angekündigten Modell für das zukünftige Microsoft AI - MAI - aus dem eigenen Haus verstärkt Versuche geben, die Algorithmen und vor allem die AI-gesetzten Vorhersagen aus sogenannten Believe State Transformer - BST - Modellen abzuleiten. Ein solches Verfahren bezieht sich nicht länger nur auf in der Vergangenheit gesammelte Daten, sondern auf Vorhersagen, und deren Bedeutung für zukünftige Entwicklungen [3] [4].

Damit erhalten selbst im eigenen Kontext seit mehr als einem Jahrzehnt gestellte Fragen wie die nach den vermeintlich grössten Herausforderungen n a c n der Digitalisierung eine endgültig neue Qualität.

In der Online-Welt des digitalen Massenkonsums tauchen aber immer mehr „Meldungen“ auf, wie beispielsweise diese vom Sonntag, den 6. Juni 2025, auf msn [5]

Wie lautete der am Vortag zitierte Satz:

"Die Realität selbst ist heute hyperreal. Unter diesen Bedingungen ist folglich die Irrealität nicht mehr die des Traumes oder des Phantasmas, sondern die halluzinierende Ähnlichkeit des Realen mit sich selbst"

P.S.

So spannend das hier vorgelegte Paper auch ist, so erschreckend ist - einmal mehr - die Umsetzung dieses Themas nicht nur im Wording, sondern auch in der Grafik: Diese nicht enden wollende Flut von Abbildung von Maschinen, die möglichst wie Menschen aussehen sollen...

... es ist erschreckend, wie diese einst "digital turks" genannten Darstellungen uns die Illusion der Menschähnlichkeit einer Maschine nahebringen wollen. Weitere Bilder dazu in dem Eintrag: BP: Was sehen Sie?.

Dazu Steve Jones in Medium vom 8. Jänner 2024 :
Building an LLM Digital Turk

Eine Reihe weiterer Beiträge zu diesem Thema "KI – Chance oder Gefahr?" in der Folgewoche, zitiert aus der ARD alpha Programmvorschau vom 08.12.2025

KI – Chance oder Gefahr? Schwerpunkt ʺKünstliche Intelligenzʺ

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Alltag angekommen und verändert immer mehr Bereiche des Lebens. Welche Konsequenzen hat das für die Gesellschaft? Das ist das Thema des mehrtägigen Schwerpunkts ʺKünstliche Intelligenzʺ – von Montag, 12., bis Donnerstag, 15. Januar 2026, jeweils ab 21.00 Uhr in ARD alpha und auf ardalpha.de. Die Inhalte stehen auch im ARD alpha-Channel der ARD Mediathek zur Verfügung.

Szene aus "Das Ende der Wahrheit – KI täuscht uns alle" (© ORF/Hashtag Media)

Die Anwendungsmöglichkeiten von KI sind vielfältig. Ein internationales Wissenschaftsteam hat 2022 mit einem bahnbrechenden Übersetzungsprogramm zum Beispiel die Grunzlaute von Schweinen entschlüsselt und so wissenschaftlich nachgewiesen, wie sich die Tierhaltung auf das Leben der Tiere auswirkt. In der Dokumentation ʺSprechende Schweine – KI übersetzt Tierspracheʺ am 12. Januar um 21.00 Uhr gibt Dokumentarfilmer Miki Mistrati Einblick in eine Welt, in der Schweine ihre Gedanken und Gefühle mitteilen.

Um Liebe und KI geht es bei ʺalpha-themaʺ am 13. Januar: Die neueste KI-Generation bildet reale Menschen so täuschend echt nach, dass sie interagierende KI-Avatare von verstorbenen Angehörigen erzeugen oder sogar Partnerschaften simulieren kann. In der Dokumentation ʺMein Mann lebt als KI weiterʺ um 21.00 Uhr will Frank Seibert herausfinden, wie diese Technologie unser Leben und unsere Vorstellungen von Partnerschaft und Intimität verändern könnte. Dazu trifft er u. a. den ersten Menschen in Deutschland, der noch im Sterben seinen KI-Zwilling erschaffen hat. Die Reportage ʺPerfekte Liebe? – Wie gefährlich sind KI-Beziehungen?ʺ um 21.45 Uhr fragt danach, warum sich Menschen in eine KI verlieben und welche Risiken damit verbunden sind.

In der Dokumentation ʺDas Ende der Wahrheit – KI täuscht uns alleʺ am 14. Januar um
21.00 Uhr unternimmt Hanno Settele eine kritische Entdeckungsreise in die Welt der generativen KI. Er zeigt, wie sich Realität und Fiktion durch KI zunehmend vermischen, und beleuchtet auch soziale und ethische Fragen. Im ʺalpha-thema Gespräch: Künstliche Intelligenz – Zwischen Alltag und Zukunftʺ um 21.45 Uhr diskutiert Birgit Kappel mit ihren Gästen darüber, was KI heute kann, was die Zukunft bringen wird und worauf bei ihrem Einsatz zu achten ist. Expertinnen in der Gesprächsrunde sind Prof. Dr. Sabine Pfeiffer vom Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik-Arbeit-Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und Prof. Dr. Frauke Kreuter. Sie leitet ein Social Data Center an der University of Maryland, ist Professorin für Statistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und berät zudem Kommunen und Länder hinsichtlich einer besseren Nutzung von Verwaltungsdaten. In der Dokumentation ʺKünstliche Intelligenz – Fluch oder Segen?ʺ um 22.15 Uhr fragen Experten: Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer der Entwicklung? Und wo liegen die Gefahren, wenn KI ohne unser Wissen und ohne unsere Zustimmung zum Einsatz kommt? Für die Reportage ʺSelbstversuch: ChatGPT als Therapeut?ʺ um 22.50 Uhr testen Leah Nlemibe und Kevin Ebert, ob eine KI bei psychischen Problemen helfen kann.

Kaum irgendwo in der Welt ist KI schon so sehr Alltag wie im Silicon Valley. Wie hat sich das Leben dort seit der Veröffentlichung von ChatGPT verändert? Wie sicher ist KI? Und kann sie wirklich den Menschen ersetzen? ARD-Korrespondent Nils Dampz macht sich in der

Kaum irgendwo in der Welt ist KI schon so sehr Alltag wie im Silicon Valley. Wie hat sich das Leben dort seit der Veröffentlichung von ChatGPT verändert? Wie sicher ist KI? Und kann sie wirklich den Menschen ersetzen? ARD-Korrespondent Nils Dampz macht sich in der Dokumentation ʺKünstliche Intelligenz – Besser als wir?ʺ am 15. Januar um 21.00 Uhr auf Spurensuche. Für den Film ʺArbeit 4.0 – Macht KI meinen Job kaputt?ʺ um 21.45 Uhr erkundet ʺY-Historyʺ-Reporterin Julia Freistedt mit Ärzten, Forscherinnen und Kreativen, was Künstliche Intelligenz möglicherweise besser kann als wir, und begibt sich auf eine Reise durch mehr als 100 Jahre Industrie- und Sozialgeschichte.

Und wem das immer noch nicht reicht, hier dieser Link auf FaceBook:

Ex Google CEO WARNS Humanity Is Running Out Of Time

Anmerkungen

[1

Man kann leicht eine Maschine bauen, die mit dem Schwanz wedelt, aber nicht eine, die sich freut.

[2

Microsoft und führende Forscher stellten WINA vor, eine neue KI-Methode, die die Effizienz steigert, indem sie unnötige Neuronen abschaltet, ohne das Modell neu zu trainieren. Getestet an Modellen wie Llama 3 und Phi 4, reduzierte WINA die Rechenkosten um über sechzig Prozent und blieb dabei genauer als frühere Methoden wie TEAL. Dieser Durchbruch zeigt, dass große Sprachmodelle jetzt schneller, billiger und intelligenter laufen können, indem sie dynamisches Neuron-Gating basierend auf der Gewichtsstärke verwenden.

[3was kulturwissenschaftlich bedeuten würde, dass endlich auch jene Sprachen zur Geltung kommen, die von rechts nach links gelesen werden - sic!

[4

In dem Text von Viktor Mayer-Schönberger ist u.a. zu lesen:

Im Getöse der vollmundigen Versprechen der KI-Revolution zu technischem Fortschritt wird stets übersehen: KI-Systeme sind in ihrem Wesen nicht der Zukunft zugewandt, sondern im Wortsinn konservativ. Ihr Blick ist in die Vergangenheit gerichtet, denn sie lernen ja nur aus dem, was war. Wie sollte es anders sein? Die Zukunft aber ist ein datenfreier Raum. KI-Modelle werden mit maschinenlesbaren Informationen von gestern trainiert, um Antworten auf die Herausforderungen von morgen zu finden.

Heute ist KI Teil des Problems, dass politische Diskussionen, wie sie im Vormärz geführt wurden, gar nicht mehr stattfinden. Sie ist eher Bestandteil einer Depolitisierung der Öffentlichkeit als dass sie uns Lösungen für die Zukunft errechnen könnte. Sie ist ein Hoffnungswert, der den Blick auf das Wesentliche verstellt. Wir kennen keine Patentlösungen für unsere aktuellen Pro­bleme. KI, mit ihrem beschränkten Blick ins Gestern, wird sie nicht für uns finden, auch wenn die Ingenieure, Finanziers und Plattformbetreiber das immer wieder behaupten

[5Der Kontext wird gesetzt von einer Reihe weiterer Videos, die zum gleichen Zeitpunkt einsehbar sind, wie zum Beispiel - hier nur als Screenshot dokumentiert - diese hier:


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