Denken und denken lassen ...

VON Dr. Wolf SiegertZUM Mittwoch Letzte Bearbeitung: 18. Juli 2025 um 01h17minzum Post-Scriptum

 

In den letzten Tagen trafen - unabhängig voneinander - von den Leserinnen und Lesern diese drei Hinweise auf die folgenden drei hier im Nachgang zitierten Beiträge ein. Mehr als nur Serendipity?

I.

Gefahren künstlicher Intelligenz
»Sobald keine Täuschung mehr nötig ist, löscht sie die Menschheit aus«

Der amerikanische Forscher und ehemalige OpenAI-Mitarbeiter Daniel Kokotajlo erklärt, warum künstliche Intelligenz bald jede menschliche Tätigkeit übernehmen und sich dann gegen ihre Schöpfer wenden könnte.
Ein SPIEGEL-Gespräch von René Pfister, Berkeley • 10.07.2025, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 29/2025

II.

III.

Der Wissenschaftlers und Hirnforscher John-Dylan Haynes "Im Gespräch" mit Ulrike Timm im Deutschlandfunk Kultur am 8. Juli 2025, ab 9:05 Uhr: Hirnforschung
John-Dylan Haynes und der (Alb-)Traum vom Gedankenlesen

Hirnforscher John-Dylan Haynes - Der (Alb-)Traum vom Gedankenlesen

Ab Minute 13 geht es darum. dass Menschen, die sich in ihren Entscheidungen frei fühlen, schon wenige Sekunden zuvor von ihrem Gehirn siganlisiert bekommen, in welche Richtung ihre Entscheidung ausschlagen wird.

Diese Beobachtung ist ebenso spannend wie - im wahrsten Sinne des Wortes - des Nachdenkens wert. Geht es doch hier darum, dass die Gefahr prognostiziert wird, dass eine Maschine anstelle eines Menschen Entscheidungen trifft, sondern dass das "ES" des Menschen schneller zu sein scheint, als er selbst denkt...

... will sagen: projizieren wir auf die sogenannte KI einen potenziell eintretenden Zustand, der längst unser Innerstes bestimmt - und damit auch unsere Wahrnehmung und Bewältigung dessen, was wir "Wirklichkeit" nennen?!

P.S.

Dank für den Hinweis auf diesen Artikel von Robert Clark, Contributing Editor, Light Reading, July 16, 2025
SoftBank aims for 1 billion AI agents this year

SoftBank CEO Masayoshi Son lays out vision for a future driven by ’incredibly cheap’ AI workforce. [...]
He said the capabilities of AI agents had already surpassed PhD-holders in advanced fields including physics, mathematics and chemistry. "There are no questions it can’t comprehend. We’re almost at a stage where there are hardly any limitations," he enthused.