Was für eine Woche! Gleich zwei Einladungen zu einem gemeinsamen Zusammensein, bei dem diese beiden Fotos entstanden:
– Am Dienstag in grosser Runde:
– Am Freitag "unter Vieren“:
In beiden Fällen waren diese Begegnungen von privater Natur und werden es auch nach der Veröffentlichung auf dieser Seite bleiben.
Aber es gab und gibt in beiden Fällen eine Gemeinsamkeit, die dadurch von Bedeutung ist, dass sie eben n i c h t mehr im Mittelpunkt dieser Begegnungen gestanden hat: In beiden Fällen waren die GastgeberInnen in der DDR aufgewachsen. Und in beiden Fällen war die Prägung bis heute noch spürbar, aber für den persönlichen Austausch nicht mehr unmittelbar prägend.
Aus den fünf Jahren eigener DDR-Erfahrung (wobei auch schon in den Achtzigerjahren Ost-Berlin nicht wirklich als für die DDR typisch apostrophiert werden kann) sei hier ein Satz zitiert, der seitdem immer noch nicht an Bedeutung verloren hat.
Wofür leistet man etwas? Dafür, dass man sich etwas leistet.
Dieser Satz ist nicht in der Suhrkamp-Sammlung der 10 Bertolt-Brecht-Zitate für alle Lebenslagen zu finden [1]. Und das eigene bei Suhrkamp zu diesem Autor und Thema herausgebrachte Buch ist beim Verlag längst aus der Liste der lieferbaren - ja, sogar der einst verlegten - Bücher verschwunden.
Dafür ist es umso schöner, dieses Sich-etwas-leisten in der Wirklichkeit des Momentes erleben und in Freundschaft teilen zu können: Eine wahrlich "grosse Qualität", die an diesen nun endlich beginnenden Sommertagen und -abenden gleich zweimal erfahren werden durfte.
WS.

