Zwanzigster November

VON Dr. Wolf SiegertZUM Donnerstag Letzte Bearbeitung: 21. November 2025 um 13h36min

 

Entlastung vom Schulddruck – Historiker Magnus Brechtken zum Nürnberger Prozess
Gespräch von Michael Köhler im Deutschlandfunk, Kultur heute, ab 17:44 Uhr

Entlastung vom Schulddruck - Historiker Magnus Brechtken zum Nürnberger Prozess

Die ARD Doku „Nürnberg 45“ setzt aufs Gefühl [1]
Marietta Schwarz spricht mit Dirk Eisfeld am 19. November 2025, ab 23:14 Uhr, in der Sendung Fazit Kultur vom Tage auf Deutschlandradio Kultur

Die ARD Doku "Nürnberg 45" setzt aufs Gefühl

Einen Überblick über weitere Dokumentationen gibt diese Mediathek. Und dennoch bleibt es im Grunde unbegreiflich, wie Menschen sich entscheiden konnten, daran mitzuwirken, andere Menschen massenweise zu vernichten. WS.

Wenn es darum geht, nur einen Film als pars pro toto empfehlen zu sollen, dann diese zweiteilige ARTE-Dokumentation von Alfred De Montesquiou aus diesem Jahr 2025.

Auf den Spuren der Geschichte. Die Nürnberger Prozesse (1/2) [2]

November 1945: Nürnberg liegt in Trümmern und wird zugleich Schauplatz eines der bedeutendsten Prozesse des Jahrhunderts. Erstmals werden führende Vertreter des NS-Regimes für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor laufenden Kameras angeklagt. Über 300 Reporter, Schriftsteller und Fotografen aus aller Welt berichten darüber.
November 1945. Deutschland liegt in Trümmern. Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), ist nach Ende des Zweiten Weltkriegs zu mehr als 90 Prozent zerstört. Und doch beginnt inmitten dieser trostlosen Kulisse „der Prozess des Jahrhunderts“. Erstmals werden führende Vertreter des NS-Regimes für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Journalisten aus aller Welt berichten: Über 300 Reporter, Schriftsteller und Fotografen kommen nach Nürnberg. Die US-Armee bringt sie am Stadtrand im Schloss Faber-Castell unter. Mit dabei: die US-Journalistin Martha Gellhorn, aber auch Zeitzeugen wie Elsa Triolet, John dos Passos, Erika Mann, Ilya Ehrenburg und Joseph Kessel. Ihre Berichte geben sensible Einblicke in einen der bedeutendsten Gerichtsprozesse und stellen die Weichen für eine neue Weltordnung.
Die Dokumentation greift auf reiches Archivmaterial zurück. Die Schilderungen aus so unterschiedlichen Blickwinkeln stellen ein eindrucksvolles Dokument dieses „Jahrhundertprozesses“ dar. Erstmals wurden Politiker und Militärs persönlich zur Verantwortung gezogen und mit ihrer individuellen Schuld konfrontiert. Die Verhandlung vor dem Internationalen Militärgerichtshof war Wegbereiter für den heutigen Internationalen Strafgerichtshof im niederländischen Den Haag.

Auf den Spuren der Geschichte. Die monströsen Taten der Nazis – Nürnberger Prozesse (2/2)

Frühling 1946: Die Beweise gegen die führenden Vertreter des NS-Regimes sind erdrückend. Die in Nürnberg versammelten Journalisten werden Zeugen des Tauziehens zwischen den Westmächten und der Sowjetunion: Die Rivalität zwischen den Verbündeten von einst macht aus den Nürnberger Prozessen auch einen Wettlauf gegen die Zeit.
Die ersten Nürnberger Prozesse gestalten sich langwierig und ziehen sich bis ins Frühjahr 1946. Die Beweisaufnahme im Verfahren gegen die verantwortlichen Militärs und Politiker des NS-Regimes bringt die monströsen Gräueltaten der Nationalsozialisten ans Licht. Die im Schloss Faber-Castell untergebrachten Journalisten werden langsam ungeduldig: Wie lange soll es noch dauern, bis endlich Recht gesprochen wird?
Zur gleichen Zeit wächst die Rivalität zwischen den Westmächten und der Sowjetunion. Die Kriegsverbrecher müssen verurteilt werden, doch die Spannungen zwischen den einstigen Verbündeten sind erste Anzeichen des Kalten Krieges und machen die Verhandlung zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Berichte und Analysen der Journalistinnen und Journalisten sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller dokumentieren einen Wendepunkt der Weltgeschichte.
Neben diesem Prozess gegen die „Hauptkriegsverbrecher“ in Nürnberg gab es zwölf weitere Prozesse, die sogenannten „Nachfolgeprozesse“. Im Hauptkriegsverbrecherprozess klagten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs (USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich) 24 Personen und sechs Organisationen vor dem „International Military Tribunal“ (IMT) in Nürnberg an. Er dauerte vom 20. November 1945 bis zum 1. Oktober 1946 und endete mit zahlreichen Todesurteilen. Kriegsverbrecher wie Adolf Hitler, Joseph Goebbels, Hermann Göring oder Heinrich Himmler hatten sich ihrer Bestrafung jedoch zuvor durch Selbstmord entzogen, andere konnten untertauchen und flüchten.

Anmerkungen

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Am 20. November 1945 beginnt der erste der sogenannten Nürnberger Prozesse. Auf der Anklagebank des Internationalen Militärgerichtshofes sitzen Hermann Göring und 23 weitere ranghohe Nazis, wie Franz von Papen, Wilhelm Keitel oder Albert Speer. Nach monatelangen Verhandlungen verhängt das Militärtribunal zehn Todesurteile und sieben Freiheitsstrafen. Drei Angeklagte werden freigesprochen. Der Justizpalast in Nürnberg ist aber auch Schauplatz der Begegnung zweier junger Auschwitz-Überlebender: Ernst Michel soll für eine US-amerikanische Nachrichtenagentur über die Nürnberger Prozesse berichten, Seweryna Szmaglewska vor Gericht als Zeugin aussagen.
Video verfügbar bis 09.11.2026 ∙ 21:45 Uhr

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[2Verfügbar bis zum 17/05/2026


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