Ausgangspunkt dieses Beitrages ist diese Programmfolgen aus dem ersten ARD-TV-Programm:
In den Nachrichten geht es um Folter an Regimegegnern und deren Tod in Syrien:
Hier der Link zu diesem Tagesschau-Beitrag
https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/syrien-assad-verbrechen-damascus-dossier-102.html und weiteren Hintergründen;
Verbrechen in Syrien
Zehntausende Bilder voller Anklagen
Im nachfolgenden Krimi geht es um den aus Liebe herbeigeführten gewaltsamen Tod:
Und wem die Aufklärung dererlei Grausamkeiten immer noch nicht reicht, bekommt auf der Seite der ARD-Mediathek noch viele weitere ‚Unterhaltungs‘‑Amgebote für diesen Abend vorgeschlagen.

Bei Statista gibt es dazu von G.Kaiser veröffentlichte Daten vom 28. November 2025: Umfrage zum Interesse an deutschen Krimis, Krimiserien im Fernsehen bis 2025. Und in dem zuvor von F. Harms am 13. August 2025 veröffentlichten Beitrag über Krimis als Teil der deutschen TV-Kultur ist zu lesen:
Krimis wie der Tatort sind eines der TV-Formate, dass sich generationsübergreifend an großer Beliebtheit erfreut und einen festen Platz in der TV-Kultur des DACH-Raums besitzt. Eine Umfrage des IfD Allensbach aus dem Jahr 2024 zeigt, dass Krimis zu den beliebtesten Fernsehformaten bei den Deutschen zählen. Fast ein Fünftel der Befragten gab an, Krimis sehr gerne zu schauen. Ähnliches gilt auch für das jüngere Publikum. In einer Befragung aus der JIM-Studie 2024 schafft es das Genre Krimi/Mystery auf den zweiten Platz der beliebtesten Fernsehgenres von Jugendlichen in Deutschland. Damit liegt das Format vor Science Fiction oder Reality-Soaps. [...]
Der Hype geht so weit, dass sogar der Journalistenverband in Berlin die Mitglieder "zum exklusiven Besuch der Ausstellung ’Serial Killer – Die Ausstellung’ am Donnerstag, den 11. Dezember 2025 einlädt [1]: Die Alternative zu einer Weihnachtsfeier?
Die ARD-Hilfe widerspricht auf der Seite
Krimis im Ersten und in der ARD Mediathek und erklärt:
Krimis nehmen im Angebot des Ersten Deutschen Fernsehens keine herausragende Position ein, auch wenn das wegen des prominenten „Tatort“-Sendeplatzes am Sonntag manchmal so scheint. Im Jahr 2024 hatten die Informationsinhalte mit 44 Prozent den weitaus größten Anteil am Gesamtangebot. Filme und Serien rangieren mit rund 34 Prozent Anteil dahinter. Im Bereich Filme und Serien bilden Krimis dabei weniger als die Hälfte des fiktionalen Angebots. Sie haben damit am gesamten Angebot nur einen Anteil von rund 15 Prozent. Dabei sind die eher komödiantischen Stoffe mitgezählt. Der Eindruck vom Überangebot an Krimis ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass auch andere Sender dieses Genre auf vielen Sendeplätzen anbieten.
Dann sind diese "andere(n) Sender“ die dritten Programme, die mit ihrer Sendezeit nichts anders anzufangen wissen?
