Astrid Nettling in der langen Nacht vom 3. auf den 4. Jänner vom Deutschlandfunk Kultur:
Heinrich Heine
„Aus meinen großen Schmerzen mach‘ ich die kleinen Lieder“
Mit großem Interesse in dieser Sendung den Lebensweg des Journalisten und Schriftstellers Harry Heine nachverfolgt Auch wenn es ungehörig wäre, den Lebensweg dieses Menschen mit dem eigenen in einen direkten Bezug zu setzen, so gibt es doch eine Reihe von Parallelen, die beim Zuhörer immer wieder im Hintergrund auftauchen:
– der jüdisch-christliche Hintergrund
– die frühe Beschäftigung mit und Herausforderung durch wirtschaftliche(n) Fragen
– das Studium, die Beschäftigung mit philosophischen Fragen
– die Promotion
– die Reisen
– die journalistische Tätigkeit
– das Exil in Frankreich
– die Nähe zu einer französischen Staatsbürgerschaft
– die Ehe mit einer Französin
– die Nähe zu den Freimaurern
– die intensive Beschäftigung mit den revolutionären Bewegungen in beiden Ländern
– die Rückkehr nach Deutschland
– der fremde, schonungslose und sogleich humorvolle Blick auf das ’eigene’ Land
– der Erbschaftsstreit zwischen den Brüdern
– der Dialog mit seinem Verleger
– ’Kur’aufenthalte
– die schwere Krankheit [1]
– der Überlebenswille und dessen produktive Umsetzung.
Dieses hier aufzuschreiben geschieht mit einer Mischung von Scham und Neugier. Aber ist getrieben von der Bereitschaft, jeden hier ausgeführten Punkte in einem anderen Zusammenhang nochmals näher auszuführen und daraus weitere eigene Erkenntnisse abzuleiten.
Auch wenn dieses hier also ein Torso bleibt, hat die erneute Beschäftigung mit dem Leben und Werk dieses Menschen eine große Nachwirkung hinterlassen.