BP: 2 Stimmen zur Lage

VON Dr. Wolf SiegertZUM Freitag Letzte Bearbeitung: 16. Januar 2026 um 20h17minzum Post-Scriptum

 

Ein wahrlich wagemutiger Verleger gibt auf, gibt seinen Verlag auf und sich selbst – nicht:

Verlagsgründer Gunnar Cynybulk über den Verkauf des Kanon Verlags im Deutschlandfunk‑„Büchermarkt“‑Gespräch mit Sigrid Brinkmann vom 16. Januar 2026, ab 16:10 Uhr

Verlagsgründer Gunnar Cynybulk über den Verkauf des Kanon Verlags

Selbst ein gerade erst neu ernannter Minister für Digitales gibt zu, dass er angesichts der wachsenden Un-Glaubwürdigkeit von Bildern – aber auch Texten (WS.) - Regelungsbedarf sieht (während die EU-Kommission mit ihrem Digial-Omnibus gerade auf Schmusekurs gegenüber den Grosskopferten in den USA geht WS).

Interview der Woche
Digitalminister Wildberger: KI-Bilder „ohne Bezug zur Realität“ bedrohen die Demokratie
(DlF-Nachrichten vom 16.01.2026)

Bundesdigitalminister Wildberger hat sich dafür ausgesprochen, Künstliche Intelligenz stärker zu regulieren. KI-generierte Bilder und Videos seien ein Problem für Demokratie und Gemeinwesen, sagte er im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

Es bestehe die Gefahr, dass das, was Menschen im Internet sähen und läsen, nichts mehr mit der Realität zu tun habe. Das sei ein Riesenthema, das die Politik angehen müsse, erklärte Wildberger. Auch die gesetzlichen Instrumente im Umgang mit Deepfakes und pornografischen KI-Bildern müsse man gegebenenfalls nachschärfen. Im Internet sollten dieselben Rechte gelten wie in der realen Welt, betonte der CDU-Politiker [1] Wildberger erklärte, Künstliche Intelligenz sei zu einem weltweiten Machtfaktor geworden. Europa müsse daher auch eigene Modelle entwickeln, die nach europäischen Regeln und Werten funktionierten.

Karsten Wildberger „Deutschland fehlt es an Innovationen“ im Gespräch mit Katharina Hamberger im Deutschlandfunk, den 18. Januar 2026, ab 11:05 Uhr

Künstliche Intelligenz, Software-Plattformgeschäfte, Cloud-Lösungen: Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) fordert einen Innovationsschub für Deutschland. Denn: In die Kraft von neuen Geschäftsmodellen sei bislang zu wenig Kraft gesteckt worden.

Interview Wildberger, Karsten, Bundesmin. f. Digitales und Staatsmodernisierung

Wir, die wir "Content" generieren, Kunst und Wissenschaft, Romane, Sachbücher oder vielleicht sogar Lyrik und Lieder, wir können nicht auf solche Regeln warten.

Wir werden - wie wir alle - schon heute mit all diesen Perversionen konfrontiert. Das ist kein Wahnsinn Einzelner, das hat Methode. Und wird in so grossem Masse erstellt und in die vornehmlich digitalen Kanäle geflutet, dass wir Wahrheitsgläubigen trotz dem Fahrtenschwimmer-Abzeichen zu ertrinken drohen.

Was für eine Herausforderung für einen Autoren, der nicht länger nur ’dank’ seiner Daten’spenden’ verhört, sondern gehört werden will. Im Netz ebenso wie per Print, in Audio- und Videoformaten ebenso wie auf der Bühne oder bei einer Lesung.

P.S.

Das wurde gerade am Vortag im Abspann des Wikimedia-Geburtstagsfilmes wie folgt dokumentiert:

Anmerkungen

[1...
„Pornografie, vor allen Dingen auch gerichtet gegen Frauen, Kinder, egal gegen welche Menschen, das geht überhaupt nicht.“ Wildberger bezog sich dabei auf die Funktion des KI-Assistenten Grok von Elon Musks KI-Firma xAI. Mit dieser hatten Nutzer ungefragt, sexualisierte Bilder vor allem von Frauen erzeugt und verbreitet. Inzwischen hat xAI Beschränkungen des Chatbots angekündigt.


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